Vater des Bayern-Neuzugangs spricht

Papa Sabitzer verrät: Marcel wollte mit 14 nicht zum FC Bayern

Trägt künftig das Trikot des FC Bayern München: Marcel Sabitzer.
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Trägt künftig das Trikot des FC Bayern München: Marcel Sabitzer.

Schon einmal hatte Marcel Sabitzer die Chance beim FC Bayern zu spielen. Doch damals lehnte der Österreicher ab, erzählt sein Vater im Interview.

München - Das Warten hat ein Ende! Am Freitagvormittag absolvierte Bayern-Neuzugang Marcel Sabitzer (27) sein erstes individuelles Training in München auf dem Rasen. Die Hoffnung ist, dass er nächste Woche Samstag gegen seinen Ex-Klub Leipzig einsatzbereit ist. Es wäre sein erstes Spiel für die Münchner, denen er als Kind stets die Daumen drückte.

Doch was bislang kaum einer weiß: Sabitzer entschied sich als Jugendlicher gegen den FC Bayern – aus Vernunft! „Als Marcel 14 Jahre alt war, waren wir bei der Bayern-Akademie“, verrät Papa Herfried Sabitzer (51), einst Stürmer und sechsmaliger Nationalspieler Österreichs, im Gespräch mit der tz. „Marcel hat sich aber gegen einen Wechsel nach München entschieden. Er wollte sich Schritt für Schritt entwickeln, erst mal bei einem österreichischen Bundesliga-Klub Profi werden.“

Sabitzer lehnte FC Bayern und Schalke ab - Vater verrät „Wir hatten einen klaren Karriereplan“

Statt zum FC Bayern wechselte Sabitzer im Sommer 2009 in die Nachwuchsabteilung von Admira Wacker Mödling. Nur ein Jahr später gab er dort sein Profi-Debüt, stieg in dieser Saison mit der Mannschaft in die österreichische Bundesliga auf. 2013 entschied sich Sabitzer für einen Wechsel (Ablöse: 350 000 Euro) zu Traditionsklub Rapid Wien – obwohl Schalke ihn unbedingt verpflichten wollte.

„Wir haben uns in Wien mit Horst Heldt und dem damaligen Sportdirektor Gerhard Zuber zusammengesetzt“, erzählt Herfried. „Ich habe Marcel geraten, sich bei einem Top-Klub in Österreich durchzusetzen, bevor er ins Ausland geht. Als wir den Schalkern damals unsere Entscheidung mitgeteilt haben, haben die gedacht: ‚Das gibt’s nicht!‘ Doch wir hatten einen klaren Karriereplan.“

FC Bayern: Papa Sabitzer schwärmt von Chemie zwischen Nagelsmann und Marcel - „Das ging ruckizucki“

2014 ging es für Sabitzer von Wien nach Salzburg. 2015 wechselte er mit Champions-League-Erfahrung und Double im Gepäck zu Leipzig in die 2. Bundesliga. Im ersten Jahr bei RB spielte er noch hauptsächlich auf dem rechten Flügel. 2019 wurde Julian Nagelsmann (34) sein Trainer bei den Sachsen. Und funktionierte den damaligen Angreifer zum Mittelfeld-Antreiber um. „Zwischen Marcel und Julian Nagelsmann hat vom ersten Tag an die Chemie gestimmt. Er konnte sofort umsetzen, was die Trainer von ihm verlangt haben, auch die defensiven Aufgaben. Das ging ruckizucki und spricht für Marcels Spiel­intelligenz“, betont Herfried.

Marcel Sabitzer beim FCB: „Bayern war seine absolute Nummer eins!“ - Vater über seinen Transfer

Im Sommer wechselte Nagelsmann zum FC Bayern. Ende August folgte ihm Sabitzer. „Zuerst war das überhaupt kein Thema“, so Herfried. Fakt ist: Nagelsmann brachte den Stein geschickt ins Rollen. Der Trainer ließ den Namen Sabitzer bei den Bayern-Bossen bewusst, aber subtil fallen. Im Wissen, dass der Österreicher nach einer neuen Herausforderung suchte und Leipzig seinen Kapitän nur ungerne nach Vertragsende nächste Saison ablösefrei ziehen lassen möchte. „An Marcel waren mehrere Vereine dran. Aber als er vom Interesse des FC Bayern hörte, war für ihn klar, wohin es geht. Bayern war seine absolute Nummer eins!“

Als er vom Interesse des FC Bayern hörte, war für ihn klar, wohin es geht. Bayern war seine absolute Nummer eins!

Herfried Sabitzer, Vater von Bayern-Neuzugang Marcel Sabitzer

Am 30. August gab der deutsche Rekordmeister den Transfer von Sabitzer bekannt. In München ist Nagelsmanns Wunschspieler eine Option für die Flügel, hauptsächlich ist der österreichische Nationalspieler aber im Mittelfeld-Zentrum eingeplant. Als Ablöse sollen 15 Millionen Euro an RB geflossen sein. „Danke an Leipzig, dass sie Marcel keine Steine in den Weg gelegt haben. Er war dort immer sehr glücklich“, macht Herfried klar. „Auch bei Ralf Rangnick möchte ich mich bedanken, er ist sehr wichtig in Marcels Karriere.“ (pk)

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