Flick von Einsatz gegen Gladbach begesitert

Mit Mentalität zum Matchball: FC Bayern kann am Dienstag Meister werden - macht die Bank den Unterschied?

Der Sieg gegen Gladbach war hart erkämpft. Doch am Dienstag gegen Werder Bremen sind wieder die zwei Goalgetter Lewandowski und Müller an Bord und die Bayern können die achte Bundesliga-Meisterschaft in Folge klarmachen.

  • FC Bayern München - Gladbach 2:1 (1:1)
  • Nach dem DFB-Pokal-Final-Einzug hätte die Mannschaft von Bayern-Trainer Hansi Flick* bei einem Patzer von Borussia Dortmund schon an diesem Samstag D eutscher Meister* werden können.
  • Der BVB tat den Münchner nicht den Gefallen, jetzt haben die Bayern am Dienstag gegen Werder Bremen Matchball.

München – Mit dem vorgezogenen Meisterstück hat es noch nicht geklappt. Doch der FC Bayern kann den Sekt nun kalt stellen. Nach dem hart erkämpften und späten 2:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach fehlt dem Team von Hansi Flick nur noch ein Sieg zur Geister-Meisterschaft.

FC Bayern München: Meisterschaft schon gegen Werder Bremen perfekt? 

Und der soll schon morgen (20.30 Uhr, Sky) bei Werder Bremen eingefahren werden. „Wir wollen am Dienstag den Sack zumachen. Das ist unser Ziel“, sagte Flick bei Sky. Der Coach freute sich gegen Gladbach, das den Münchnern beim 1:2 in der Hinrunde eine von nur zwei Niederlagen unter Flick zugefügt hatte, über „drei richtige Big-Points“ nach einem harten Stück Arbeit.

Spätes Glück: Benjamin Pavard (li.) und Serge Gnabry (r.) feiern Leon Goretzka für seinen Siegtreffer kurz vor Spielende. 

Und das kam so: Ohne die gesperrten Robert Lewandowski und Thomas Müller* liefen die Bayern dem Geschehen gegen Gladbach vor allem in Halbzeit eins oft nur hinterher. Jonas Hofmann traf nach 16 Minuten sogar zur vermeintlichen Gäste-Führung, doch der Videobeweis deckte eine Abseitsstellung auf. Flick: „Gerade nach dem DFB-Pokalspiel steckte die Powersaison von neun Spielen natürlich so ein bisschen in den Knochen.“

FC Bayern München: Spieler wurden im Laufe der Partie immer lauter

Nach Großchancen für Lucas Hernandez (22.) und Breel Embolo (25.) schoss Joshua Zirkzee die Bayern nach Yann Sommers dickem Schnitzer zur schmeichelhaften Führung (26.). Die Roten steckten auch ein Eigentor von Benjamin Pavard (37.) zum 1:1 weg, bissen sich nach und nach in die Partie. „Wenn man mal nicht ganz so gut performt, dann muss man sich wehren. Das macht die Mannschaft aktuell sehr, sehr gut“, meinte Flick. Die Münchner Feld- und Ersatzspieler wurden im Laufe der Partie zunehmend lauter, bemängelten immer öfter Schiedsrichterentscheidungen oder feuerten sich untereinander an.

Manuel Neuer entschärfte die gefährliche Hereingabe von Ramy Bensebaini (48.) und rettete auch gegen den freistehenden Patrick Herrmann (53.). Flick hatte die Zeichen der Zeit verstanden, beorderte nach einer guten Stunde mit Kingsley Coman und Alphonso Davies seine Hochgeschwindigkeitskicker auf den Rasen. Das Signal zeigte Wirkung. Gladbach kam kaum mehr aus der eigenen Hälfte, ließ sich von den Münchnern am eigenen Strafraum einschnüren. Und siehe da: Nach feiner Vorarbeit von Pavard drückte Leon Goretzka das Leder im Fallen ins Netz – 2:1 (86.).

FC Bayern: Gejubelt fast wie bei einer Meisterschaft

Die Spieler jubelten fast wie bei einer Meisterschaft, Flick schrie ein beherztes „Jaaa“ raus. Sieggarant Goretzka meinte: „So spät das Siegtor zu erzielen, mit dem wir am Dienstag Meister werden können, ist natürlich ein gutes Gefühl. Ich bin überglücklich!“ Auch Flick war nach getaner Arbeit ganz entzückt von seinem mentalitätsstarken Ensemble: „Das ganze Trainerteam ist begeistert. Bei jeder Trainingseinheit sind Qualität und Intensität sehr hoch. Das sind die Voraussetzungen, um Spiel für Spiel eine gute Leistung zu bringen.“

Die Rahmenbedingungen des Siegs gegen Gladbach – ohne Lewandowski und Müller, mit Pokalspiel in den Beinen und gegen einen starken Gegner – lassen Träume zu. Wer selbst solche Spiele gewinnt, der kann um alle Titel mitspielen. Vielleicht sogar in Europa. Ganz so weit ist es im Moment aber noch nicht. Morgen soll erst einmal der achte nationale Titel in Serie folgen.

Noten des FC Bayern gegen Gladbach: Drei Profis holen sich einen Zweier - Fünfer für einen Abwehrmann*

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Rubriklistenbild: © CHRISTOF STACHE/AFP

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