„Otschi“ Wriedt der Aufstiegsgarant 

Überqualifizierter Stürmer der Bayern Amateure freut sich auf Liga drei 

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Gut gemacht, Junge: Gegen Wolfsburg erzielte Wriedt die beiden entscheidenden Treffer.

Kwasi Okyere Wriedt ist der Mann für die wichtigen Tore beim FC Bayern München II. Mit seinem Doppelpack gegen Wolfsburgs Reserve machte er für den FCB den Aufstieg in die dritte Liga klar. 

Eigentlich war es ja nur konsequent, wie die Saison der kleinen Bayern endete. Eine logische Fortsetzung dessen, was sich zuvor schon über die gesamte Spielzeit abgespielt hatte: Torjäger Kwasi Okyere Wriedt schießt die zweite Mannschaft des FC Bayern zum Sieg. Und jetzt eben zum Aufstieg in die 3. Liga. Mit 24 Saisontreffern hatte sich der gebürtige Hamburger schon die Torjägerkrone der Regionalliga Bayern gesichert, in den Aufstiegsspielen gegen den VfL Wolfsburg II ließ er nun die beiden entscheidenden Treffer zum 4:1-Sieg im Rückspiel am Sonntag folgen. Die 1:3-Hinspielpleite war somit korrigiert, die Reserve des Rekordmeisters ist nach acht Jahren wieder drittklassig.

Ganz so lange war die Abwesenheit für Wriedt nicht, sein letzter Drittliga-Einsatz aber liegt mittlerweile auch schon fast zwei Jahre zurück. Im August 2017 war er vom VfL Osnabrück nach München gewechselt. Obgleich er in der Vorsaison unter Jupp Heynckes auch schon zu zwei Profi-Einsätzen gekommen war, ordnete er selbst den Aufstieg mit der FCB-Reserve „ziemlich hoch ein“. Mehr Euphorie verbietet ihm seine kühle norddeutsche Ader. Wie auch jegliche Form der Selbstdarstellung oder gar Eitelkeit. So beantwortete er die Frage nach seinen beiden goldenen Toren nüchtern damit, dass „alle ein überragendes Spiel gemacht haben“.

Wriedt freut sich auf Lokalderbys gegen 1860 

Dabei hat sich durch den Aufstieg auch seine persönliche Situation wohl zumindest für die kommende Spielzeit geklärt. Bei einem Scheitern in den Aufstiegsspielen wäre der 24-jährige Angreifer, der zwei Länderspieleinsätze für Ghana vorzuweisen hat, kaum zu halten gewesen. Hatte er in der bayerischen Regionalliga doch wöchentlich unter Beweis gestellt, dass er für die Viertklassigkeit deutlich überqualifiziert ist. Jetzt verwies Nachwuchsleiter Jochen Sauer darauf, dass „Otschi“, wie er beim Rekordmeister nur gerufen wird, „ja noch Vertrag hat“. Vielmehr spricht derzeit einiges dafür, dass das noch bis nächsten Sommer befristete Arbeitspapier zeitnah angepasst und ausgeweitet wird.

Dass sich seine ehemaligen Teamkollegen aus Osnabrück in Richtung zweiter Liga abgesetzt haben, empfindet er zwar als „schade, freut mich aber natürlich für die Jungs“. Umso mehr ist Wriedt dafür die Vorfreude auf die anstehenden Lokalduelle mit dem TSV 1860 anzumerken. In der Vorsaison hatte er in der Regionalliga schon zwei Münchner Derbys bestreiten können, ein Tor und zwei Assists verbuchte er dabei, beide Partien gewann er mit seinen „Roten“. Von „unvergesslichen Erlebnissen“ berichtet er auch heute noch mit leuchtenden Augen. In der 3. Liga, in der Wriedt immerhin schon 39-mal auflief, wird es nun zu zwei Neuauflagen kommen.

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