„Er hat die Qualität für den FCB“

Neuer Trainer: Jetzt rät Heynckes dem FC Bayern öffentlich zu einem Kandidaten

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Jupp Heynckes hört im Sommer beim FC Bayern München als Trainer auf.

Jupp Heynckes wird, das hatte er mehrfach betont, ab Sommer 2018 nicht mehr als Bayern-Trainer zur Verfügung stehen. Wer sein Nachfolger wird, ist aktuell unklar - aber Heynckes selbst hat offenbar einen Favoriten.

München - Die Bayern und Jupp Heynckes, das ist auch im vierten Anlauf eine echte Traum-Ehe. Zum Leidwesen der Bayern wird diese im Sommer 2018 geschieden werden, weil der 72-Jährige Trainer nicht mehr weitermachen möchte.

Heynckes, der seinen Vertrag eigenen Angaben zufolge erst vor einigen Wochen unterschrieben hat, betonte auch im Interview mit der Sport Bild, dass er zu seiner Aussage aus dem Herbst steht. „Deswegen habe ich gesagt: Ich mache das bis zum Saisonende, und dann müsst ihr sehen, wie es weitergeht“, so der Bayern-Coach.

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Wer dem Triple-Trainer von 2013, der mit seiner Mannschaft auf dem besten Weg ist, noch im März den Meistertitel einzutüten,  auf der Trainerbank des Rekordmeisters nachfolgen wird, weiß auch Heynckes nicht. Allerdings äußerte er sich zu verschiedenen Kandidaten, die in als Kandidaten beim FC Bayern gelten.

Heynckes: Nagelsmann „muss noch weiter lernen“

Julian Nagelsmann sieht der aktuelle Bayern-Trainer als „riesiges Trainer-Talent“. Der Hoffenheimer Übungsleiter sei „aber eben erst 30 Jahre alt“ und „muss sicher noch weiter lernen“. Also eher kein Nagelsmann für den FCB. Dieser hatte auch betont, dass er seine Zukunft (vorerst?) woanders sieht.

Ralph Hasenhüttl, der den FC Bayern zuletzt aus eigenem Mangel an Erfahrung ausgeschlossen hatte, bescheinigt der 72-Jährige „das Format, einen großen Klub zu trainieren.“ Heynckes schränkte aber auch ein, dass der aktuelle Trainer von RB Leipzig „die Arbeit bei einem Topklub erst verinnerlichen und dann einen weiteren Plan haben muss.“ Hasenhüttls Art gefalle ihm außerdem „sehr gut“.

Interessant: Das wäre Lothar Matthäus‘ „idealer Jupp-Nachfolger“

Niko Kovac, der mit Eintracht Frankfurt aktuell für mächtig Furore sorgt, hat in Heynckes‘ Augen ein großes Plus, weil er „beim FC Bayern gespielt hat. Er kennt den Verein.“ Allerdings sei es auch von Nutzen, wenn der ehemalige kroatische Nationaltrainer „im nächsten Jahr erst mal international mit seiner Eintracht spielt und diese Erfahrung macht.“ Auch Kovacs aktueller Verein hat zu den Spekulationen um seinen Trainer eine klare Haltung.

Zu Jürgen Klopp äußerte sich der Bayern-Trainer nur kurz und lobt dessen Arbeit in Liverpool. „Er hat vieles verändert, Liverpool klare Konturen verliehen und in die Erfolgsspur geführt.“ Ob er denn auch einer für den deutschen Rekordmeister wäre, lässt Heynckes offen. Klopps Berater hat dafür Stellung bezogen.

Für Heynckes gibt es offenbar einen Favoriten: Thomas Tuchel

Ein Kandidat, der von Anfang an gehandelt wurde und wird, hat es dem 72-Jährigen angetan. „Ich denke, dass Thomas Tuchel die Qualität hat, auch einen FC Bayern zu trainieren“, sagt Heynckes und begründet das auch. Borussia Dortmund habe unter dem ehemaligen Mainzer einen sehr tollen Fußball gespielt. „Alle modernen Elemente, die zum heutigen Fußball gehören waren vorhanden. Es hat mir Spaß gemacht dem BVB zuzusehen.“

Ist Thomas Tuchel ab Sommer Trainer beim FC Bayern?

Ob Tuchel denn nicht Probleme in der Mannschaftsführung hätte? Bei dieser Frage verweist Heynckes auf seine eigene Trainerlaufbahn: „Ach, was wurde da über mich auch schon alles geschrieben. Als junger Trainer macht man Fehler, mein Gott, das kommt vor. Natürlich wird Thomas irgendwann die eine oder andere Sache anders sehen.“ Das seien aber Kleinigkeiten, die für den aktuellen Bayern-Coach nicht im Fokus stehen. 

Alle News zu den Spekulationen um Thomas Tuchel als Bayern-Trainer

„Was zählt, ist doch: Seit Tuchel weg ist aus Dortmund, hat der Verein nicht mehr einen so tollen Fußball gespielt“, so Heynckes. Tuchel wäre also der klare Favorit, ginge es nach dem 72-Jährigen. Ob der FC Bayern das auch so sieht? Die Entscheidung über den Trainerposten beim Rekordmeister soll jedenfalls in den nächsten Wochen fallen.

sh

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