Kritische Meinung deutlich herausgestellt

Sandro Wagner rechnet mit bestimmter Gesellschaft ab: „Stumpf, asozial, sinnlos“

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Soziale Medien wie Instagram sieht Sandro Wagner äußerst kritisch.

Sandro Wagner hat seine Meinung wieder einmal klar zum Ausdruck gebracht. Für eine Berufsgruppe hat der Ex-Bayern-Star überhaupt nichts übrig.

Update vom 24. September 2019: Sandro Wagner ist gewiss einer dieser viel zitierten Typen im Fußball. Ein Spieler, der polarisiert und auch einmal aneckt, allerdings auch eine klare Meinung vertritt - so auch zum Thema soziale Medien. 

FC Bayern: Sandro Wagner rechnet Internetgemeinde ab: „Finde diese Entwicklung krank“

Der Stürmer, der seit Januar in China bei Tianjin Teda unter Vertrag steht, bezog klar Stellung und machte seine Ablehnung gegenüber Instagram & Co. schonungslos deutlich. Er selbst nutze „diesen Quatsch“ nicht, habe sich allerdings „während eines Trainingslagers mal bei Instagram anonym angemeldet, um zu schauen, was dort so abgeht. Und ich muss sagen: Mir fehlen die Worte. Wie dort miteinander umgegangen wird, so stumpf, asozial, sinnlos. Da frage ich mich schon, wo soll das noch hinführen?“, sagte der frühere Nationalspieler im Interview mit t-online. Für einige User sozialer Medien scheint Wagner zudem äußerst wenig übrigzuhaben. 

FC Bayern: Sandro Wagner rügt Influencer: „Können nichts und kriegen Geld dafür“

Zum einen kann der Ex-Bayern-Star nicht verstehen, dass sich der „Beruf“ des Influencers tatsächlich ernsthaft zu einem solchen entwickeln könnte, denn diese Leute „können nichts und kriegen Geld dafür“, was Wagner besonders zu stören scheint: „Ich finde diese Entwicklung krank, auch weil das für Kinder ein falsches Bild vom Leben vermittelt.“ Zum anderen kritisiert er die in den sozialen Medien angemeldeten Jugendlichen. „Wenn ich diese ganzen kleinen Instagram-Gangster sehe mit ihren Goldketten ... Im echten Leben muss Mami kommen, wenn es ein Problem gibt.“ 

Alles in allem befürchtet der dreifache Vater, „dass unsere Kinder immer dümmer und letztlich auch unglücklicher werden.“ 

Sandro Wagner: Rückkehr zum FC Bayern? Aussagen lassen Fans hoffen

Update vom 1. September 2019: Am Sonntag war Sandro Wagner zu Gast im Sport1-Doppelpass. In der Show äußerte sich der Ex-Bayern-Spieler zu einer möglichen Rückkehr nach München und gab sich dabei geheimnisvoll. „Ich will auf jeden Fall eine Trainer-Karriere starten. Ich werde auch auf jeden Fall zu Bayern zurückkehren. Aber ich habe ja noch ein paar Jahre als Spieler und die will ich jetzt auch genießen“, erklärte er. Der Verein steckt derzeit bekanntlich im Umbruch. Könnte Wagner damit vielleicht Niko Kovac ersetzen? „Ich möchte da nicht ins Detail gehen, aber ich habe mit Bayern München alles geklärt“, sagt er. 

Es ist auch schon ein Zeitraum absehbar, wann Wagner einen Vereinsposten übernehmen könnte. Denn er hat nicht vor, seinen aktuellen Vertrag zu verlängern. „Das ist der Plan, nach zwei Jahren soll es zurückgehen. Ich weiß nicht, ob da noch ein Bundesligist auf mich wartet. Ich bin da entspannt und ganz offen“, sagte er im Doppelpass.

„Auch das Bankkonto ist wichtig“: Wagner spricht über China-Wechsel - und rügt seine Kritiker

Erstmeldung vom 15. August 2019: Die chinesische Super-League ist zum großen Teil eine Ansammlung von Fußballern, die früher auch bei europäischen Topklubs unter Vertrag standen. Einer von ihnen ist Ex-Nationalspieler Sandro Wagner, der den FC Bayern zu Jahresbeginn 2019 verließ und bei Tianjin Teda anheuerte. Der Angreifer ist nun seit gut einem Jahr in Asien, bei Transfermarkt.de spricht der Münchner über das sportliche Niveau der Liga und seine Integration.

Sandro Wagner: „Letztlich ist (...) auch das Bankkonto wichtig“

„Das Tempo im Spiel und die Qualität im Allgemeinen sind in den europäischen Top-Ligen schon noch anders. Wobei das Niveau hier bereits viel höher ist, als man in Deutschland denkt“, bekundet Wagner und erwähnt, dass besonders der Bereich Nachwuchsarbeit in China noch ziemlich ausbaufähig ist: „Ich denke, wenn die Chinesen die richtigen Schritte in der Jugendförderung einleiten, dann sind sie spätestens in zehn bis 15 Jahren auf einem guten europäischen Niveau.“

Mit Blick auf Personen, die ihn aufgrund seines Wechsels nach China kritisiert haben, sagt Sandro Wagner: „Jede Entscheidung gilt es zu respektieren - auch wenn das viele leider nicht tun.“ Für den Stürmer gibt es mehrere Aspekte, die ihn zu seinem Wechsel weg von Bayern München nach Tianjin bewegt haben. „Letztlich ist in einer Karriere neben dem Spaß und den sportlichen Erfolgen auch das Bankkonto wichtig, finde ich. Schließlich ist Fußball spielen nun mal unser Beruf‘“, sagt Wagner weiter. Der Wechsel zu einem anderen Bundesligaklub kam für ihn laut „Transfermarkt.de“ nicht infrage. Unter anderem Schalke 04 war an dem früheren Hoffenheim-Profi interessiert. 

China: Sandro Wagner sieht für rüden Tritt nur Gelb

Außerdem gibt Wagner Einblicke in den Alltag als Fußballprofi in China. Mit den Teamkollegen pflege er einen ähnlichen Umgang wie es in Deutschland der Fall war: ganz normal und voller Respekt. Mit manchen Mitspielern unterhält er sich auf englisch, für die sportlichen Belange und Anweisungen des Trainerteams sei ein Dolmetscher zugegen. Laut dem früheren Bayern-Star erwartet die Klubführung, dass er für die jüngeren Mitspieler eine Art Führungsfigur darstellt, denn: „Die Chinesen wollen schon, dass man die Leader-Rolle übernimmt und vorangeht. Das mache ich gerne und es liegt mir auch, ein Team mitzureißen.“

Jüngst schlug der Offensivmann allerdings über die Stränge und sorgte mit einer rüden Attacke für Aufsehen, als er bei der 1:5-Pleite im Ligaspiel für einen Kung-Fu-Tritt lediglich die Gelbe Karte sah:

Kann sich der 31-jährige Routinier eine Rückkehr nach Europa vorstellen? Das bejaht Wagner und nennt ein prominentes Beispiel: „Das Niveau ist nicht so niedrig, dass man nicht auch problemlos wieder nach Europa zurückkehren kann, siehe Witsel zum BVB.“ Auch zu der Transferpolitik seines ehemaligen Arbeitgebers hatte sich Sandro Wagner kürzlich geäußert.

Der DFB und viele Vereine trauern: Ex-U18-Nationalspieler Yannick Nonnweiler ist verstorben. Der Fußballer wurde nur 24 Jahre alt.

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