Drei wesentliche Aspekte

So plant Uli Hoeneß die Bayern-Zukunft

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Mr. FC Bayern, Uli Hoeneß.

München - Uli Hoeneß hat sich zu den Plänen des FC Bayern geäußert, wie es in der kurz- und mittelfristigen Zukunft bei seinem Klub des Herzens weitergehen soll. Die Fans dürften sich freuen.

Die Gegenwart könnte beim FC Bayern nicht rosiger sein: Durch den 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt und die erneuten Patzer der Konkurrenz stehen die Münchner mit zehn Punkten Vorsprung vor RB Leipzig an der Tabellenspitze. Wenn der Rekordmeister weiter so dominiert, ist es nicht unrealistisch, dass die Meisterschale heuer vielleicht schon im Osternest liegt.

Während sich Trainer Carlo Ancelotti und seine Spieler am aktuellen Höhenflug erfreuen, plant ein anderer bereits eifrig die Bayern-Zukunft: Uli Hoeneß. Die FCB-Führung hat nach dieser Saison einige Baustellen zu bewältigen – und bereits erste Lösungen parat! Unter anderem müssen Nachfolger für Xabi Alonso und Philipp Lahm gefunden werden. Einen Königstransfer speziell für einen Alonso-Ersatz schließt der FCB-Präsident allerdings aus. Der Nachfolger soll aus den eigenen Reihen kommen.

Martínez wieder ins Mittelfeld

„Sie dürfen nicht vergessen, wir haben mit Niklas Süle schon einen Abwehrspieler gekauft, der eine große Zukunft haben könnte. Wir haben mit Sebastian Rudy einen Mann geholt, der im Mittelfeld spielen kann. In der Abwehr haben wir Mats Hummels, Jerome Boateng und Süle in Zukunft – dann kann Javi Martínez ins Mittelfeld gehen“, sagt Hoeneß im Gespräch mit der tz. Das sei unter anderem ein Grund für den Süle-Transfer gewesen. Vom Alonso-Abschied habe man beim FC Bayern damals schon gewusst. „In der Form, wie Martínez spielt, kann man den ja gar nicht rausnehmen. Wenn er nicht gerade aus Verletzungsgründen anderer Spieler in der Innenverteidigung spielt, wird er im Mittelfeld spielen“, verrät Hoeneß der tz.

Und was sagt Martínez selbst zu den Plänen seines Präsidenten? „Davon weiß ich nichts. Es ist mir auch egal. Ich spiele da, wo mich der Trainer aufstellt“, so der Spanier auf tz-Nachfrage. Seine Qualitäten als Sechser hat Martínez bereits in der Saison 2012/2013 gezeigt, als der FCB mit ihm im zentralen Mittelfeld das Triple gewann. Diese Positions-Planung würde auch erklären, weshalb Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge Joshua Kimmich mehr als Lahm-Nachfolger statt Alonso-Erben sieht.

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Transfers reduzieren

Wenn es nach dem Präsidenten geht, soll beim FCB künftig ohnehin weniger Geld in Spielertransfers investiert werden. „Wir bekommen jetzt mit dem Nachwuchsleistungszen­trum nochmal ein wichtiges Element. Das wird ein neues Kapitel des FC Bayern, dass wir wieder versuchen werden, die Transfers zu reduzieren, indem wir eigene Spieler entwickeln. Und das sieht im Moment gar nicht so schlecht aus“, ist der Bayern-Patron zuversichtlich. Kein Wunder: Die A- und B-Junioren stehen in der Bundesliga Süd/Südwest im Moment beide auf dem ersten Platz.

Talente selbst entwickeln

In Sachen Sportdirektoren-Thematik hält sich Hoeneß hingegen bedeckt. „Wir werden uns Zeit lassen. Aber auf Dauer müssen wir auch schon im Hinblick auf die Zukunft, wenn Karl-Heinz und ich mal nicht mehr sind, gestandene Leute aus dem Sport haben“, erklärt Hoeneß der tz. Das sei jetzt keine Entscheidung, die dem FCB in den nächsten vier Wochen helfen solle, sondern die nächsten zehn Jahre. „Die muss in den nächsten drei bis vier Monaten getroffen werden.“ Nach einem Posten als Frühstücks-Direktor hört sich dieses Profil nicht an…

Manuel Bonke, Sven Westerschulze, Video: snacktv

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