Gerüchte um Ex-Real-Coach

FC Bayern: Soll Zinedine Zidane Niko-Kovac-Nachfolger werden? Das sagt ein Mittelfeldstar

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Thiago hält es für ein Gerücht, dass Zinedine Zidane Nachfolger von Niko Kovac werden soll.

Ein Trainerwechsel als Antwort auf die Krise? Beim FC Bayern bringen viele bereits Zinedine Zidane als Nachfolger für Niko Kovac ins Gespräch. Was ist dran an diesem Gerücht? Wäre der Franzose wirklich eine Option? Thiago hat nun dazu Stellung genommen.

FC Bayern: Zinedine Zidane als Nachfolger von Niko Kovac? Thiago hat eine klare Meinung dazu

Update vom 11. Oktober 2018: Wenn es nicht läuft, brodelt die Gerüchteküche umso heißer. Im Fall des FC Bayern München und seiner Sieglosserie von vier Spielen gehen die Diskussionen in verschiedenen Fanzirkeln sogar so weit, die Ablösung von Niko Kovac in den Raum zu stellen. Als geeigneten Nachfolger sehen viele FC-Bayern-Anhänger Zinedine Zidane. Der Franzose war zuletzt bei Real Madrid angestellt, befindet sich aktuell allerdings in einem Sabbatjahr.

Von Vereinsseite gibt es keine Stellungnahme zu der brisanten Personalie. Nun hat sich aber Mittelfeldzauberer Thiago zur Trainerdiskussion geäußert. Angesprochen auf Zinedine Zidane als möglichem Kovac-Nachfolger äußerte sich der Spanier gegenüber dem Radiosender Cadena Ser. „Das sind nur Gerüchte. Gerüchte sind Gerüchte“, kommentierte der 27-Jährige die Spekulationen um einen Trainerwechsel: „Zum Glück gibt es bei Bayern viele erfahrene Spieler - und wir wissen, wie wir mit der Situation umgehen müssen. Wir versuchen, hart zu arbeiten, um die Situation zu verändern und voranzukommen. Wir müssen mit dem arbeiten, was da ist. Mit Spekulationen über die Zukunft erreichst du gar nichts.“

Klare Worte des Edeltechnikers. Allerdings wäre Thiago vermutlich auch nicht der Erste, den Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge, die Entscheider beim FC Bayern, einweihen würden, sollten sie sich tatsächlich um Zidane als Kovac-Nachfolger bemühen...

Bei Bayern würde ihm das nicht passieren: Ist das der wahre Grund für Zidanes Real-Rücktritt?

Update vom 10. Oktober 2018: Es war für viele der oft zitierte Paukenschlag: Zinedine Zidane schmeißt bei Real Madrid hin. Über den Grund wurde nur gerätselt und er wurde als harmlos abgetan. Zidane möchte jetzt ein Sabbatjahr machen, er sei nach drei Titeln in der Champions League erschöpft gewesen. Nun hat die spanische Zeitung El Pais möglicherweise den wahren Grund ans Licht gebracht. Dabei soll es sich um Differenzen mit Klub-Boss Florentino Perez gehandelt haben. 

Zidane forderte, dass Gareth Bale gehen muss. Für den Franzosen soll er taktisch zu schwach und zu eigensinnig gewesen sein. Auch die Verletzungsanfälligkeit des Linksfußes war ein ständiges Thema in der spanischen Hauptstadt. Bale selbst hatte nach dem Champions-League-Finale in Kiew gesagt, dass er regelmäßig spielen wolle und mit seinem Berater reden muss. Angeblich habe Perez der Forderung von Zidane zugestimmt, den Linksfuß gehen zu lassen.. 

Doch am Montag nach dem Finale in der Königsklasse habe sich Perez vom Bale-Transfer wieder bestätigt gefühlt (Bale traf doppelt, Real gewann 3:1). Perez soll den Waliser kontaktiert und zum Verbleib überredet haben. Im spanischen Blatt heißt es weiter, dass Bale zusammen mit Neymar künftig das Sturmduo bilden soll. Cristiano Ronaldo hatte Perez derweil schon zum Abschuss freigegeben. 

Pikant: Das alles geschah wohl hinter dem Rücken von Zidane und ohne den Trainer zu informieren. Der Coach war deswegen so beleidigt, dass er Perez im folgenden Gespräch den Rücktritt erklärte. Der Rest ist Geschichte: Neymar spielt weiterhin bei Paris Saint-Germain, Cristiano Ronaldo bei Juventus Turin. Nur noch der Waliser ist bei den Königlichen unter Vertrag. Ob sich Perez das so nach dem Finale gegen Liverpool vorgestellt hatte? 

Zinedine Zidane als Trainer zum FC Bayern? „Ich glaube nicht, dass er in England trainieren wird“

Update vom 8. Oktober 2018, 11.44 Uhr: Alain Miggliacio, der ehemalige Berater von Zinedine Zidane, beschreibt beim französischen JDD - Journal du Dimanche, wie sich der Franzose seine Zukunft vorstellt. Er sei erschöpft gewesen, erklärt Migliaccio das Ende von Zidanes Tätigkeit bei Real Madrid. „Wenn er weiß, dass er nicht mehr kann, will er niemanden etwas vorspielen. Er hat sich für ein Sabbatjahr entschieden und wird nicht vorzeitig zurückkehren“, ist sich Migliaccio sicher. 

Doch nach dem Sabbatjahr wäre der Erfolgstrainer wieder frei. Wo könnte der Weltmeister von 1998 an der Seitenlinie stehen? „Ich glaube nicht, dass er in England trainieren wird. Der Fußball entspricht nicht seinem Stil. Es gefällt ihm nicht wirklich“, so Migliaccio.

Zidane kann auf eine Vergangenheit in Turin zurückblicken

Ob ein Comeback in Turin möglich wäre? Dort spielt aktuell sein ehemaliger Schützling Cristiano Ronaldo. Außerdem hat Zidane bei der Alten Dame schon selbst gespielt. „Er kann dort auf eine Vergangenheit zurückblicken. Das könnte eine Rolle spielen. Aber auch ein Verein mit Herz, ein großes Projekt, könnte interessant sein“, sagt Migliaccio. 

Zinédine Zidane.

Der Anwalt Zidanes, Carlo Alberto Brusa, meint, dass der Stil in Italien instabil sei und das nicht seiner Art entspricht. Außerdem suche Juve wohl keinen Trainer, der im Rampenlicht steht. Juve-Sportdirektor, Guiseppe Marotta hört nach dem Jahr auf. Vielleicht könnte auch dieser Posten den Franzosen interessieren. 

Der Ex-Berater hat also bisher nur England ausgeschlossen, das Einhalten des Sabbatjahr bestätigt und bei Juventus die Tür offen gehalten. Es gibt kein offizielles Statement zum FC Bayern, aber auch keines gegen den Rekordmeister. 

Das wäre der Hammer: Bayern denkt angeblich über Zidane als Kovac-Ersatz nach

Meldung vom 8. Oktober 2018, 6.11 Uhr:

Das käme sehr überraschend, immerhin hatte Präsident Uli Hoeneß auf dem Oktoberfest-Besuch der Bayern seinem Coach noch  das Vertrauen ausgesprochen. Die Bild  aber bringt nun Zinédine Zidane ins Spiel - die Bayern sollen sich demnach mit dem Franzosen beschäftigen. Quellen nennt das Blatt nicht.

Kovac steckt mit dem Rekordmeister tief in der Krise. Sein Team lieferte bei der 0:3-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend eine blamable Vorstellung ab. Durch den Sieg der Leipziger am Sonntag stehen die Bayern aktuell nur noch auf Rang 6 in der Tabelle und haben bereits vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund.

Trauriger Blick: Niko Kovac auf dem Oktoberfest.

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Kovac: Einbruch nach Traumstart

Kovac war ein Traumstart mit vier Bundesliga-Siegen in Serie gelungen, dazu mit erfolgreichen Spielen im Supercup, im DFB-Pokal und in der Champions League. Seit dem 1:1 gegen den FC Augsburg konnte Bayern jedoch nicht mehr gewinnen, verlor bei Hertha BSC in Berlin und war am Ende glücklich über ein 1:1 gegen Ajax Amsterdam. Das 0:3 gegen Gladbach nun vor der Länderspielpause war der vorzeitige Höhepunkt der Bayern-Misere. Kovac‘ Vertrag läuft bis 2021.

Zidane aktuell vereinslos

Zidane, Weltmeister mit Frankreich 1998, ist aktuell vereinslos - und er weiß, wie man eine Top-Mannschaft erfolgreich führt. Zuletzt gewann er mit Real Madrid dreimal in Serie die Champions League, dann folgte die überraschende Trennung. Bayern musste zuletzt gegen Zidanes Real im Halbfinale die Segel streichen.

Zidane: Jubelt er bald für Bayern?

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Andere Kandidaten: Wenger, Conte, Blanc oder Hasenhüttl

Sollte Zidane nicht zur Verfügung stehen und sich die Bayern-Bosse von Kovac trennen, stünden auch andere prominente Namen zur Verfügung, die aktuell vereinslos sind: Arsenal-Legende Arsène Wenger (68), Ex-Chelsea-Coach Antonio Conte (49), Frankreichs Ex-Weltmeister Laurent Blanc (52) und der ehemalige Leipziger Erfolgstrainer Ralph Hasenhüttl (51).

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