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Ex-Nationalspieler ist sich sicher: „Bayern haben ihr Pulver verschossen“

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Steffen Freund (r.) hat die Bayern-Bosse für ihre Wut-PK kritisiert.
Steffen Freund (r.) hat die Bayern-Bosse für ihre Wut-PK kritisiert. © picture alliance / dpa / Peter Powell

Auch eine halbe Woche nach der Wut-PK der Bayern-Bosse beherrscht das Thema nach wie vor die Branche. Dabei geizen Experten und ehemalige Spieler nicht mit Kritik.

Ex-Nationalspieler Steffen Freund (48) sieht nach dem verbalen Rundumschlag der Bayern-Chefs Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß am vergangenen Freitag Probleme auf den deutschen Fußball-Rekordmeister aus München zukommen. "Die Bayern werden noch einmal in eine Krise kommen, und dann haben sie ihr Pulver bereits verschossen. Was wollen sie machen, wenn es wieder mal nicht läuft, sie in der Champions League nicht weit kommen?", sagte Freund bei "100 % Bundesliga - Fußball bei Nitro": "Es ist relativ früh in der Saison und mehr können sie nicht machen."

Der Europameister von 1996 hat eine "Doppelmoral" beim FC Bayern ausgemacht. Immerhin sei durch das 3:1 in Wolfsburg der Negativtrend vorerst gestoppt worden: "Sie haben bewirken wollen, dass die Mannschaft reagiert - das haben sie geschafft." 

Video: So reagiert Rummenigge auf Kritik nach der Wut-Pk

FC Bayern: Olaf Thon fordert Normalität

Ex-Bayern-Profi Olaf Thon (52), der mit seiner Kritik an den Bayern ebenfalls bei den Klub-Oberen Rummenigge und Hoeneß angeeckt war, äußerte sich moderat: "Man muss jetzt zur Normalität zurückfinden. Wir alle können uns hinterfragen, wie wir zukünftig mit solchen Sachen umgehen."

Er werde versuchen, "noch genauer hinzuschauen und noch genauer zu analysieren, welche Stärken und Schwächen die Spieler haben und diese auch benennen. Noch deutlicher! Wenn ein Spieler taktisch falsch steht, zu langsam ist, werde ich das weiterhin benennen".

Die Diskussion habe dazu geführt, "dass auch ich nachgedacht habe, wie man vernünftig mit den Leuten - besonders mit gestandenen Nationalspielern - umgeht". Thon: "Wir sollten alle etwas ruhiger sein und uns darauf konzentrieren, worauf es ankommt: auf den Fußball." 

Zuletzt hatte Paul Breitner massiv Kritik an Uli Hoeneß geäußert

sid

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