Defizit erneut aufgezeigt

Bayern fehlt der „Effe-Effekt“: Darum sind diese Stars nicht in der Lage, voranzugehen

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Führungsspieler gesucht: Dem FC Bayern fehlt in dieser Saison ein Leitwolf.

Potenzielle Führungskräfte sind im Kader des FC Bayern zuhauf versammelt. Dass sie ihrer Rolle nicht gerecht werden können, hat verschiedene Gründe.

München - Ob ein Stefan Effenberg die Bayern in der phasenweise konfusen zweiten Halbzeit gegen Leverkusen wieder auf Kurs gebracht hätte? Darüber zu spekulieren, ist müßig. Dass dem Rekordmeister in kritischen Situationen ein Leitwolf fehlt, wurde aber nicht zum ersten Mal in dieser Saison offenkundig.

FC Bayern: Diese Stars könnten Verantwortung übernehmen

Im Tor hat Manuel Neuer nach seiner Rückkehr noch nicht zu alter Stärke gefunden, strahlt von hinten nicht immer die gewohnte Sicherheit aus. Jetzt hat sich der 32-Jährige auch noch eine Verletzung zugezogen, über deren Diagnose eifrig diskutiert wird. Im Abwehrzentrum haben die Routiniers Mats Hummels und Jerome Boateng ihre Stammplatzgarantie verloren, taugen auch aufgrund ihrer Launen nur noch bedingt zu Anführern. Thronfolger Niklas Süle fehlt in kritischen Situationen mitunter die nötige Gelassenheit.

Potenzial, um voranzugehen, wird vereinsintern vor allem Joshua Kimmich zugeschrieben. Doch auch der Defensiv-Stratege, gegen Leverkusen vom Wechsel in die Mittelfeld-Zentrale offenkundig überfordert, ging bei der jüngsten Niederlage mit unter. 

FC Bayern: Leitwolf verzweifelt gesucht

In seiner Mittelfeld-Reihe hat Trainer Niko Kovac Stammspieler im herkömmlichen Sinne abgeschafft. Die „launischen Diven“ Franck Ribéry, Arjen Robben und James Rodriguez haben sich für eine Führungsrolle ohnehin disqualifiziert. Thomas Müller, mit seiner Erfahrung eigentlich prädestiniert, scheint bei Kovac nicht das vollste Vertrauen zu genießen. 

Bleibt im Angriff noch Dauer-Golagetter Robert Lewandowski. Der Pole, der intern seit diesem Jahr mehr Verantwortung übernehmen soll, taugt jedoch wohl nur bedingt zur Führungskraft. Im Mannschaftskreis nicht unumstritten, wirkt der Angreifer in schwierigen Phasen oft als Einzelkämpfer an vorderster Front.

Kovac: „Je mehr Spieler ich habe, desto schwerer wird es“

Manch Bayern-Fan dürfte dieser Tage mit Wehmut an Typen wie Stefan Effenberg, Oliver Kahn oder Xabi Alonso zurückdenken. Alleine durch ihre Stahlkraft vermochten sie es, ihre Kollegen zu stabilisieren, oder durch eine klug gesetzte Grätsche aufzurütteln. 

Die Chance einen Leitwolf einzukaufen, hat der Rekordmeister in der zurückliegenden Transferperiode verpasst, mit Arturo Vidal vor der Saison zudem eine anerkannte Führungskraft abgegeben. Kovac sieht in der Kaderzusammenstellung allerdings keine Probleme. „Je mehr Spieler ich habe, desto schwerer wird es“, stellte der Kroate unlängst klar.

lks

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