Die Transfer-Optionen

Wen holt der FC Bayern für den Flügel? Ein Kandidat ist Ex-Roter - ein anderer „besser als Mbappé“, aber Raucher

Trainer des FC Bayern: Hansi Flick.
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Trainer des FC Bayern: Hansi Flick.

Der FC Bayern ist nach dem Abgang von Ivan Perisic knapp besetzt auf den Flügeln. Wir stellen ihnen die möglichen Kandidaten für einen Transfer vor.

  • Der FC Bayern ist auf der Suche nach einem vierten Flügelspieler.
  • Das Transferfester ist noch bis zum 5. Oktober geöffnet.
  • Darf sich Trainer Hansi Flick noch auf einen Neuzugang freuen?

München - Dem FC Bayern steht wohl die schwerste Saison der Vereinsgeschichte bevor. Wegen der Corona-Pandemie haben sich die Spielpläne der Fußballligen verschoben. Das sorgt für Termin-Stress. Dank des Champions-League-Sieges warten auf die Münchner mit dem UEFA-Supercup und dem Weltpokal noch mehr Spiele. Bis Weihnachten müssen die Bayern fast jede Woche zwei Spiele bestreiten. Die Nationalspieler sind mit ihren Teams noch zusätzlich gefordert.

Trainer Hansi Flick muss die Belastung seiner Spieler gut steuern und ihnen Pausen geben. Allerdings ist der Kader äußerst knapp zusammengestellt. Für die offensive Außenbahn stehen ihm nach dem Abgang von Ivan Perisic nur noch Kingsley Coman, Serge Gnabry und Leroy Sané zur Verfügung. Bis zum 5. Oktober können die Münchner aber noch auf dem Transfermarkt zuschlagen. Wir stellen ihnen die möglichen Kandidaten vor:

Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea): Der ewige Transfer-Kandidat

Der 19-jährige Flügelstürmer vom FC Chelsea gilt schon seit dem Winter 2019 als Kandidat bei den Bayern. Damals war Hasan Salihamidzic noch Sportdirektor und warb öffentlich um seinen Wunschspieler. Das kam bei den Londonern gar nicht gut an und brachte Brazzo viel Kritik ein. Hudson-Odoi verlängerte seinen Vertrag bei Chelsea bis 2024. Seitdem entwickelte sich der Teenager gut weiter und hat mittlerweile 35 Spiele in der Premier League auf dem Buckel.

Doch jetzt scheint die Tür wieder offen. Die Londoner kauften im Sommer für viel Geld ein. Zu den Neuzugängen zählt auch Rechtsaußen Hakim Ziyech. Für Callum Hudson-Odoi ist nun wenig Platz im Team von Frank Lampard. Eine Leihe scheint möglich. Schlägt der FC Bayern jetzt endlich zu?

Leon Bailey (Bayer Leverkusen): Der vielversprechende Kandidat aus der Bundesliga

Leon Bailey gilt auch schon seit einiger Zeit als Transfer-Kandidat beim FC Bayern. Der 23-jährige Jamaikaner begeistert häufig mit seinen Auftritten im Trikot von Bayer Leverkusen. Im Gegensatz zu Hudson-Odoi verfügt er über mehr Erfahrung und hat auch eine deutlich bessere Scorer-Ausbeute vorzuweisen. Zudem sucht er wohl eine neue Herausforderung. „Der Klub hat seinem Stiefvater gesagt, dass er für einen bestimmten Betrag gehen kann“, verriet sein neuer Berater Aidy Ward bereits gegenüber Sport1. Ob die Leverkusener nach Kai Havertz allerdings noch einen Star abgeben wollen, ist fraglich.

Für die Bayern wäre der Wechsel auch nicht billig. Leverkusen fordert rund 40 Millionen Euro für den Linksaußen. Für Perisic wollten die Münchner angeblich nicht mal 20 Millionen ausgeben. Anders als beim 31 Jahre alten Kroaten wäre Bailey aber ein Spieler für die Zukunft. Aber auch die Konkurrenz hat ein Auge auf den Jamaikaner geworfen. Zuletzt gab es Gerüchte um Tottenham.

Memphis Depay (Olympique Lyon): Der international erfahrene Kandidat

Die Vita des Niederländers Memphis Depay liest sich gut. PSV Eindhoven, Manchester United und Olympique Lyon. Der 26-Jährige hat schon in England und Frankreich bewiesen, dass er auf höchstem Niveau spielen kann. Der Flügelspieler trägt nicht nur viele Torvorlagen bei, sondern ist auch vor dem Tor gefährlich. Mit Lyon erreichte er vergangene Saison das Halbfinale der Champions League. Dort war allerdings gegen den FC Bayern Schluss. Die Franzosen sind in der neuen Saison nicht im Europa-Pokal vertreten. Ein Wechsel, um sich weiterhin auf der europäischen Bühne zu zeigen, würde Sinn ergeben.

Der FC Barcelona schien lange der heißeste Kandidat auf eine Verpflichtung Depays zu sein. Allerdings können die Spanier sich den Rechtsaußen erst leisten, wenn sie selbst Spieler verkauft haben. Auch Dortmund soll interessiert sein. Der FC Bayern müsste wohl um die 30 Millionen Euro für den Niederländer zahlen.

Marco Richter (FC Augsburg): Das ehemalige Eigengewächs

Einer der weniger wahrscheinlichen Lösungen wäre Marco Richter vom FC Augsburg. Allerdings benötigen die Bayern auch keinen absoluten Stammspieler für Außen, da sich dort schon drei Weltklasse-Spieler tummeln. Ein vielversprechendes Talent könnte also genau richtig für den vierten Platz im Kader sein. Richter machte im Sommer 2019 bei der U21-Junioren-Europameistermeisterschaft auf sich aufmerksam, als er mit dem deutschen Team den zweiten Platz belegte. In vier Spielen steuerte er drei Tore und zwei Vorlagen bei. Auch in der Bundesliga ist der 22-Jährige Stammspieler bei Augsburg und weiß zu überzeugen.

Die Augsburger verlangen wohl eine Ablöse von über zehn Millionen Euro. Ein Vorteil von Richter: Er hat den berühmten Stallgeruch. Er spielte von 2004 bis 2012 in der Jugend des FC Bayern München.

Florinel Coman (FCSB Bukarest): Der schwierige Exot

Eine exotische Lösung für die offene Planstelle auf der Außenbahn wäre das rumänische Talent Florinel Coman vom Pokal-Sieger FCSB Bukarest. Der 22-Jährige gilt als eins der größten Talente seines Landes und wurde in der Fußballschule der rumänischen Legende und ehemaligen Spieler von Real und Barca Gheorghe Hagi ausgebildet. Mit nur 19 Jahren hatte er 2017 einen großen Anteil am Gewinn der rumänischen Meisterschaft mit Viitorul Constanța. Er steuerte sechs Treffer bei und legt sieben weitere Tore auf. Es folgte der Wechsel nach Bukarest.

Genau wie Marco Richter spielte er sich bei der U21-Junioren-Europameistermeisterschaft 2019 in die Notizbücher der Scouts, als er mit der rumänischen U21 bis ins Halbfinale stürmte. Unter anderem Crystal Palace und Werder Bremen sollen an ihm dran sein. Bukarest-Präsident Becali schwärmt über sein Talent gegenüber Sport.ro: „Ihr könnt sagen, dass ich verrückt bin, aber wenn wir uns Coman anschauen, hat er Kylian Mbappé sogar etwas voraus. Er ist besser im Dribbling.“

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Allerdings scheint es ihm an Professionalität zu fehlen: „Es ist bekannt, dass er gern raucht. Nicht einmal Hagi selbst konnte ihn davon überzeugen, dieses Laster aufzugeben“, verriet ein Angestellter der Hagi-Akademie gsp.ro. „Es gab Fälle, da hörte Hagi davon, dass Florinel bis in den frühen Morgen in Clubs abhing und Alkohol trank.“ Förderer und Trainer Hagi selbst sagte ProX: „Wenn er meint, er müsse rauchen, dann ist das sein Problem. Er soll seinen Weg gehen.“ Mit einem Enfant Terrible auf dem Flügel haben die Bayern aber dank Ribery Erfahrung. Und wer könnte einem jungen Talent mehr den Kopf waschen als Hansi Flick, Oliver Kahn und Uli Hoeneß zusammen. (md)

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