Er steht auf der Streichliste

Er sollte den Bayern frische Millionen in die Kasse spülen - Kommt jetzt doch alles anders?

Der FC Bayern München plant seinen Kader für die neue Saison. Ein Spieler soll eigentlich verkauft werden - doch nun zeigt er sich plötzlich wieder von seiner starken Seite.

München - Es geht endlich los! Die EM 2021* beginnt. Die Fußball-Welt blickt gespannt auf Europa, schließlich duelliert sich hier bis zum 11. Juli die Elite. Das zeigt schon allein ein Blick auf die vergangenen Weltmeisterschaften: Seit 2006 waren es nur europäische Nationen, die die begehrte Trophäe in die Höhe reckten: Italien, Spanien, Deutschland und Frankreich.

2021 ist die Leistungsdichte wieder hoch. Da wäre der Luxus-Kader der Franzosen, hochtalentierte Engländer, natürlich auch die Deutschen, die plötzlich doch wieder auf Erfahrung setzen. Niederlande, Spanien, Italien, Kroatien, Belgien - es werden aufregende Wochen mit Spitzenfußball.

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FC Bayern München: Verkaufskandidat plötzlich wieder in der Spur

Bei den Klubs steht dagegen aktuell Erholung auf dem Plan. Spieler, die nicht für ihre Nationalmannschaften nominiert wurden, weilen im Urlaub. Hinter den Kulissen ist aber natürlich trotzdem eine Menge in Bewegung. So auch beim FC Bayern München* und Sportvorstand Hasan Salihamidzic*. Er muss den Kader für die kommende Saison zusammenstellen. An der Säbener Straße ist man im Vergleich zu den Vorjahren schon sehr weit für Anfang/Mitte Juni. Trainer ist fix (Julian Nagelsmann), Königstransfer ist fix (Dayot Upamecano), Backup ist fix (Omar Richards), ein anderer Backup wurde verlängert (Eric Maxim Choupo-Moting). Es gibt aber trotzdem noch ein paar Baustellen, die man gerne bis zum Trainingsauftakt Anfang Juli schließen würde.

Es bleibt zum Beispiel die Frage nach einem zusätzlichen zentralen Mittelfeldspieler als Alternative für Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Derzeit zeigt sich wieder: Der Power-Fußball des Duos fordert immer wieder seinen Tribut: Goretzka fällt schon seit Wochen mit einer Muskelverletzung aus, wird sogar den EM-Auftakt am 15. Juni gegen Frankreich verpassen. Eine solche Verletzung in der entscheidenden Phase der Bayern-Saison wäre der Worst-Case. Deshalb braucht es auf dieser zentralen Position vor der Abwehr einen Plan B, der Leistung bringt. Immer wieder wurden zuletzt Gerüchte laut. Die Bayern* wurden beispielsweise mit Miralem Pjanic und Georginio Wijnaldum in Verbindung gebracht - zwei ausgewiesene Top-Leute. Solche Spieler wollen aber natürlich auch ein ordentliches Gehalt, was in Corona-Zeiten nach wie vor ein Problem darstellt. Auch für einen Topklub wie den FC Bayern München. Was also tun?

Corentin Tolisso spielt sich in den Vordergrund - für den FC Bayern München doppelt gut

An der Säbener Straße denkt man wohl schon seit Monaten darüber nach, Corentin Tolisso* zu verkaufen. Der Franzose könnte den Roten wertvolle Millionen in die Kasse spülen. So ganz zufrieden war man mit ihm nämlich nie. Der Weltmeister von 2018 zeigte sein Können zu selten. Und wenn er es doch tat, konnte er seine Form nicht lange halten. Außerdem fehlte er häufig verletzt - so auch in der ersten Jahreshälfte 2021.

Umso erfreuter dürften die Bayern-Bosse registriert haben, dass Tolisso aktuell wieder abliefert: Bei der französischen Nationalmannschaft* stand er in beiden Testspielen von Anfang an auf dem Platz. Trainer Didier Deschamps plant fest mit dem Münchner - wohl auch im ersten Gruppenspiel, wenn die Equipe Tricolore in Tolissos Wohnzimmer auf die Deutschen trifft. In der Allianz Arena*, gegen seine Bayern-Kollegen, vor den Augen seines Ex-Trainers Hansi Flick, der wohl auf der Tribüne sitzen wird: In diesem Spiel kann Tolisso zeigen, was er wert ist.

FC Bayern München: Kimmich, Goretzka - und dann? Tolisso und Roca in der Warteschleife

Im Anschluss könnte es dann zwei Optionen für die Bayern-Bosse geben: Wenn Tolisso bei der EM komplett überzeugt - warum sollte man ihn dann nicht behalten und weiterhin als zusätzliche Alternative für das Mittelfeld einplanen, wenn man dort ohnehin noch Verstärkung braucht?

Option zwei: Tolisso steigert seinen Marktwert in den kommenden Wochen durch gute Leistungen und weckt so doch noch das Interesse anderer Klubs. Bei einer hohen Millionen-Ablöse dürften die Bayern dann sicher doch ins Grübeln kommen. Der inzwischen 26-Jährige kostete die Münchner 2017 rund 40 Millionen Euro. Aktuell wird sein Marktwert auf 20 Millionen Euro geschätzt.

So oder so: Neu-Trainer Nagelsmann gilt als großer Fan von Marc Roca. Der junge Spanier ist ebenfalls im zentralen Mittelfeld zuhause, aktuell scheint er eine Goretzka-Verwandlung anzustreben. Jüngst tauchten Fotos auf, die Roca plötzlich als Muskelpaket zeigten*. Die Bayern-Konkurrenz schläft nicht - und für Tolisso steht bei dieser EM somit einiges auf dem Spiel: Zuerst natürlich der Erfolg mit Frankreich, direkt danach kommt aber schon die eigene Zukunft: Ob bei den Bayern oder anderswo. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © MIS/imago-images

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