Herausforderung für Rummenigge

FC Bayern München: Gigantische Geldquelle plötzlich in Gefahr? Große Debatte in der Bundesliga

Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer und Uli Hoeneß blicken skeptisch auf den Rasen.
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Karl-Heinz Rummenigge (links) steht in Sachen TV-Gelder vor einer großen Herausforderung.

Der FC Bayern kommt bei der Verteilung der TV-Gelder in der kommenden Saison sehr gut weg. Ist das gerecht? Boss Rummenigge hat eine klare Meinung dazu.

  • Die Deutsche Fußball Liga (DFL) verteilt die Medienerlöse an die Klubs in der Bundesliga.
  • Bei den TV-Geldern kassieren große Vereine wie der FC Bayern kräftig ab.
  • Es gibt Kritik, doch FC-Bayern-Boss Rummenigge sieht das anders.

München - Der FC Bayern München führt auch diese Tabelle an. 70,64 Millionen Euro soll der deutsche Rekordmeister in der nächsten Saison aus der nationalen Vermarktung der TV-Gelder erhalten, und es dürfte niemanden überraschen, dass die Bayern mal wieder Spitzenreiter sind. Die am Montag vom Kicker veröffentlichte Verteilerliste könnte stattdessen einer alten Debatte neue Fahrt geben: Kann man das Aushängeschild der Fußball-Bundesliga eigentlich noch aufhalten? Und überhaupt: Ist die Verteilung der TV-Gelder gerecht? Die Bayern zweifeln daran nicht.

FC Bayern: Geldsegen für Münchner - kleine Klubs fordern ein neues Modell

„Ich glaube, wir waren immer in der Lage, faire und ernste Lösungen zu finden. Und ich bin überzeugt, dass uns das auch in diesem Jahr gelingt“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Montag. Bis zum Ende dieses Jahres will die Deutsche Fußball Liga (DFL) darüber entscheiden, wie die Medienerlöse ab der Saison 2021/22 verteilt werden. Bis dahin sollen die Klubs der 1. und 2. Liga auf drei Regionalkonferenzen darüber diskutieren können.

Die Gespräche dürften hitzig werden. Denn manche Klubs finden: Die Top-Vereine dominieren die Bundesliga, ihr Abstand zum Rest wird immer größer. Und Meister werden sowieso immer die Bayern. Die neuesten Zahlen liefern diesem Meinungsstreit nun eine aktuelle Grundlage. Arminia Bielefeld wird die Bayern nicht stoppen. Der Aufsteiger soll in der kommenden Spielzeit 29,8 Millionen Euro an Fernsehgeldern aus der deutschen Vermarktung bekommen. Die Arminia ist dadurch Letzter der Fußball-Bundesliga.

TV-Gelder in der Bundesliga: Der FC Bayern München führt die Tabelle auch hier an

Die mehr als 40 Millionen Euro hohe Differenz erklärt aber noch lange nicht, warum die Bayern zuletzt zum achten Mal in Serie die Deutsche Meisterschaft gewonnen haben. Denn im Vergleich zu Dauerverfolger Borussia Dortmund (69,73 Millionen Euro) verdienen die Münchner nur unwesentlich mehr, selbst Bayer Leverkusen (67,47) und RB Leipzig (65,96) sind nicht weit weg.

Zudem profitieren Spitzenkubs wie Real Madrid, Juventus Turin oder eben der FCB von einem Bonussystem der UEFA, das die internationalen Erfolge in den vergangenen zehn Jahren honoriert. Dieses Bonussystem hat die UEFA zur Saison 2018/19 auf Druck der Topklubs eingeführt. Europas Beletage profitiert am stärksten davon. Die Königsklasse wird längst von wenigen Klubs dominiert (tz mit Material der dpa).

Ein ganz wichtiger TV-Partner der Bundesliga ist der Sender Sky. Nun wurde bekannt, dass eine Moderatoren-Legende dort nicht mehr zu sehen ist.

Unschlagbare Bayern? Hitzfeld sieht auf Jahre schwarz für die Konkurrenz.

Der FC Bayern stellte Königstransfer Leroy Sané unlängst offiziell vor. Das Gespräch mit dem Nationalspieler, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic können Sie hier im Live-Ticker nachlesen.

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