Motivationstrainer erklärt den FC Bayern

"Wenn ein Hoeneß mal wieder herumpoltert ..."

+
Triumvirat Hoeneß, Sammer, Rummenigge: "Triangulierung vermeiden"

München - Im tz-Interview analysiert der Diplom-Psychologe Louis Lewitan die Machtverhältnisse beim FC Bayern und erklärt, was die CSU von den Roten lernen kann.

Louis Lewitan

Der in Lyon geborene und in München ansässige Diplom-Psychologe Louis Lewitan ist deutschlandweit einer der renommiertesten Unternehmensberater und Motivationstrainer. Der 57-jährige Stress-Experte ist Spezialist auf dem Gebiet der Krisenbewältigung, der Stärkung von Führungskompetenzen und der Steigerung der Team-Produktivität. Lewitan ist regelmäßiger Kolumnist im ZEIT-Magazin und Autor des Buchs Die Kunst, gelassen zu bleiben. Das tz-Interview:

Herr Lewitan, haben Sie kürzlich Horst Seehofers Lästerei gegen die eigenen Parteifreunde mitbekommen?

Lewitan: Sie meinen, dass er über Finanzminister Söder sagte, er sei vom Ehrgeiz zerfressen, und der Guttenberg sei ein Glühwürmchen? Ja, ich habe es gelesen.

Was haben Sie sich als Unternehmensberater und Motivationstrainer dabei gedacht?

Lewitan: Ich habe das nicht verstanden. Wie ein Ministerpräsident seine eigenen Leute vor Journalisten attackieren und derart bloßstellen kann, ist mir unbegreiflich. Das ist eine Demontage, ein Faustschlag ins Gesicht der Betroffenen. Eine Personalführung, die nicht sonderlich klug ist.

Wie bewerten Sie dann die Personalführung in einer anderen Münchner Schaltzentrale der Macht? Geht der FC Bayern besser mit seinen Mitarbeitern um?

Lewitan: Ja. Eindeutig. In diesem Punkt kann die CSU vom FC Bayern nur lernen. Es kommt ja immer darauf an, wie man Kritik übt. Wenn sie wie in diesem Fall bei Seehofer so aggressiv geäußert wird, dann ist sie demotivierend. Wo soll ich auch bitte meine Motivation herholen, wenn mich der Chef so anzählt. Der FC Bayern macht das richtig.

Richtig harmonisch ging es an der Säbener Straße in den vergangenen Monaten aber auch nicht immer zu. Es schien, als gehöre Kritik an der Mannschaft zum guten Ton.

Lewitan: Gut, aber hier gibt es doch einen ganz eindeutigen Unterschied. Bei Seehofer war die Kritik eine Abwertung der eigenen Mitarbeiter, eine Herabwürdigung. Wenn aber ein Uli Hoeneß mal wieder herumpoltert, dann ist das eine Kritik, die mit ihren Worten nicht verletzt, sondern herausfordert. Hoeneß geht es eben nicht darum, seine Mannschaft ins Abseits zu stellen, im Gegenteil. Er will sie aufbauen, ermutigen. Es geht ihm darum, dass der FC Bayern besser wird.

Es fällt aber auf, dass die Mannschaft noch so gut spielen kann, und trotzdem gibt es von oben immer wieder Rüffel.

Lewitan: Erfolg ist nun einmal ein süßes Gift, gerade im Fußball. Das hat die Führung nach den Erfahrungen der letzten Jahre gut erkannt. Ist in jedem Beruf so. Wenn man sich zu sicher fühlt, wirst du selbstgefällig und arrogant. Du überhöhst dich selbst, fühlst dich stärker als du bist und lässt in deiner Leistung nach. Im Fußball führt das dazu, dass man den Gegner unterschätzt, plötzlich verlierst du zwei, drei Spiele und schon ist der Wurm drin. Das geht ganz schnell.

Also war die plötzliche Schelte von Matthias Sammer nach dem Sieg in Bremen genau richtig?

Lewitan: Absolut. Natürlich hat sich jeder gewundert. Die Bayern holten den sechsten Sieg im sechsten Spiel und plötzlich schimpft der eigene Sportdirektor. Letztendlich wollte Sammer nur die Spieler vom Glauben fern halten, dass das Schweben ganz oben selbstverständlich ist. Dass sie sich nicht ausruhen dürfen auf ihren Lorbeeren. Das ist ja das Schwere, wenn du Erster bist. Als Zweiter hast du ein Ziel vor Augen, nämlich den Ersten zu überholen.

Und den eigenen Status zu erhalten, treibt nicht so an?

Lewitan: Nein. Das haben wir doch in der Geschichte gesehen. Denken Sie nur an das Römische Reich. Die haben sich auch zu selbstgefällig auf ihrer Jahrhunderte dauernden Macht ausgeruht und sind dann untergegangen. Wenn ich den Stachel nicht mehr spüre, weiterzuarbeiten, um sich zu vervollkommnen, wenn ich genügsam werde, dann wird es gefährlich. Das ist in der Politik so wie beim Fußball.

Uli Hoeneß: Seine Meinung zu Merkel, Papst, Obama und Co.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß schaut gerne über den Tellerrand hinaus und äußert sich immer öfters zu Bereichen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Wir haben die Themen, die nichts mit dem FC Bayern oder dem Fußballgeschehen zu tun haben, zu denen Hoeneß aber eine öffentliche Meinung vertritt, für Sie zusammengestellt: © Sampics
... über die Transaktionssteuer: "Ich bin für die Transaktionssteuer. Es kann einfach nicht sein, dass mit Spekulationen auf Öl und Lebensmittel Geld verdient wird und jede Krankenschwester mehr tut für die Volkswirtschaft als unsere Banker." © Sampics
... über Christian Udes Kandidatur als bayerischer Ministerpräsident: "Ich bin mir sicher, dass Christian Ude es als Seehofer-Herausforderer schafft, die SPD in Bayern unter 20 Prozent zu bekommen.“ © Sampics
... über Kanzler-Kanidat Peer Steinbrück: "Wer gegen Angela Merkel verliert, ist mir ziemlich egal." © Sampics
... über sein soziales Engagement: "Wenn du in der Sonne stehst, so wie ich, dann musst du der Gesellschaft etwas zurückgeben. Wenn jemand um Hilfe ruft, muss jemand wie ich, der es sich leisten kann, da sein." © Sampics
... über die Bezahlung von Politikern: „Frau Merkel ist Chefin von einem 80-Millionen-Mitarbeiter-Unternehmen und bekommt 300 000 Euro. Das ist ein Bruchteil dessen, was ein 18-jähriger Fußball-Fuzzi verdient. Das ist doch ein Witz." © Sampics
... über das Krisengerede: „Es gibt in Deutschland keine Krise. In sechs Monaten (also etwa im April 2013) wird die Weltwirtschaft boomen wie noch nie. Merkel und Schäuble sind die Garanten für das, was da kommen wird." © Sampics
... über den Papst: "Ich sehe den Papst nicht als Popstar. Ich sehe ihn als relativ weltfremd. Er ist ein Problem für die Kirche. Vielleicht sollte man mal über eine Altersbegrenzung nachdenken." © Sampics
... über US-Präsident Barack Obama (im April 2012): "Ursprünglich war er natürlich der große Hoffnungsträger der Amerikaner, weil er heiße Eisen angepackt hat. Inzwischen ist es so, dass die ganzen Republikaner ihn weghaben wollen. Wider besseren Wissens das Land lieber in die ´Scheiße´ fahren wollen, damit sie ihn weghaben, obwohl viele Ideen, die er hat – Gesundheitsreform zu machen, die Amerikaner alle gut zu versichern – das sind viele gute Ansätze." © Sampics
... über Sigmar Gabriel: "Mit dem Verlierer kann ich nicht viel anfangen." © Sampics
... über Wirtschaftsminister Philipp Rösler: "Der kann im nächsten Jahr (2013) höchstens beim FC Bayern als Arzt in der Presseabteilung anfangen, weil er dann nicht mehr Bundes-Wirtschaftsminister sein wird." © Sampics
... über Oskar Lafontaine: "Der Lafontaine hat ein Schloss im Saarland stehen, dagegen ist mein Haus am Tegernsee sozialer Wohnungsbau." © Sampics
... über Bänker: „Ich würde mich freuen, wenn diese Leute endlich mal wieder schlaflose Nächte wegen ihrer Kunden und nicht wegen ihrer Boni haben.“ © Sampics
... über die Vermögenssteuer: "Wir haben eine prosperierende Wirtschaft wie noch nie. Aber der Staat und die Wirtschaft müssen endlich lernen, wie Unternehmen zu arbeiten – und die Ausgaben zu reduzieren. Es kann nicht sein, dass wir immer noch und immer mehr Schulden machen. Die Ausgaben müssen gekürzt werden. Am Ende nutzt die Vermögensteuer doch gar nichts, dann gehen die Unternehmer nach Österreich oder in die Schweiz. Wir müssen die Unternehmer hier halten.“ © Sampics
... über eine Reichensteuer: "Über eine Reichensteuer, beispielsweise für Fußball-Millionäre: „Unsere Spieler spielen eine Halbzeit fürs Finanzamt. Deshalb spielen sie manchmal auch eine Halbzeit schlecht. Unsere Spieler zahlen 50 Prozent Steuer. Aber wir kommen nicht weiter, wenn wir 60 oder 70 Prozent verlangen. Unsere Spieler, aber auch ein Dr. Winterkorn von Audi tragen viel mehr für das Bruttosozialprodukt bei.“ © Sampics
... über die nächsten Bundestagswahlen: „Wenn eine Große Koalition nicht zu verhindern wäre, wäre mir eine Kombination Angela Merkel/Hannelore Kraft ganz recht.“ © M.I.S.
... über das Verhalten der Münchner Staatsanwaltschaft, kurz nachdem Breno wegen Verdachts der Brandstiftung festgenommen wurde: „Was die Münchener Staatsanwaltschaft macht, ist eine absolute Katastrophe! Einen Haftbefehl zu erlassen gegen einen jungen Mann, der am Boden ist, der völlig fertig ist! Mit der albernen Begründung einer Verdunklungsgefahr – der kann gar kein Deutsch! Gute Nacht, Deutschland, wenn das unser Land ist.“ © M.I.S.
... über das Breno-Urteil: „Ich weiß nicht, ob man hier differenzieren muss zwischen einem Maurer, der seinen Beruf weiter ausüben kann, wenn er wieder rauskommt, und einem jungen Fußballspieler – der absolut nichts anderes kann als Fußball spielen. Wenn man dem damit seinen Beruf für alle Zeiten wegnimmt, dann ist das aus meiner Sicht für dieses Vergehen, sollte es stattgefunden haben, was für mich überhaupt nicht bewiesen ist, absolut nicht nachvollziehbar.“ © M.I.S.
... über Lebensmittel: "Ich kann das nicht verstehen, wenn gewisse Menschen immer behaupten, das mit den Lebensmitteln sei so schlimm wie noch nie. Ich behaupte, dass die Lebensmittel früher meist schlechter waren als heute. Ich stamme aus einer Metzgerei. Ich weiß, wie früher Wurst gemacht wurde und wie wir sie heute in Nürnberg machen. Wir sind ständig unter Kontrolle. Und das ist ja auch gut so. Die Leute, die tatsächlich schlechtes Fleisch verkaufen, müssen an den Pranger gestellt und bestraft werden. Das steht außer Frage. Aber eins ist klar: Wenn Sie ein Kilo Käse für drei Euro kaufen wollen, dann können Sie nicht die Qualität erwarten, die ein Kilo Käse für 9,80 Euro hat." © M.I.S.
... über das Rauchverbot: "Was wir in Bayern damit wieder angestellt haben, das darf doch nicht wahr sein. Das sage ich, obwohl ich selbst nur alle vier bis sechs Wochen mal eine Zigarre rauche. Diese Intoleranz, dieses Entweder-ganz-oder gar-nicht – das gefällt mir gar nicht. Franz Josef Strauß würde sagen: Ihr habt sie doch nicht mehr alle." © M.I.S.
... über das Buch von Thilo Sarrazin: "Ich halte es für ein Unding, dass ein Vorstand der Bundesbank so ein Buch schreibt und damit Geld verdient. Ich unterstelle ihm nämlich, dass es ihm gar nicht darum ging, die Welt zu verbessern, nein, er wollte damit Geld verdienen. Wenn dieses Buch ihm so wichtig war, hätte er zuvor als Bundesbankvorstand zurücktreten müssen. Oder er hätte von vornherein sagen müssen: Alles, was ich damit verdiene, spende ich für einen guten Zweck." © M.I.S.
... über Franck Ribéry, der in Verdacht stand, mit einer minderjährigen Prostituierten Sex gehabt zu haben: "Ribéry hat nichts, nichts gemacht, was verboten ist, absolut. Oder hätte er die Dame fragen sollen, wie alt sie ist?" © M.I.S.

Trotzdem, als Spieler muss es doch nerven, wenn ich Erfolg habe und doch dauernd ermahnt werde. Braucht es nicht auch Lob?

Lewitan: Ja, aber nicht zu viel. Dauernd alles hinterfragen, kann natürlich auch nicht gut sein. Wenn ich an Christoph Daum denke, der seine Spieler geschliffen hat, dem es nie gut genug sein konnte: Irgendwann schlägt so etwas um, irgendwann ist die Kritik nicht mehr hilfreich, sondern nur noch demotivierend.

Weil Sie gerade von Schleifern sprechen, wie haben Sie denn vom Führungsstil von Louis van Gaal gesehen?

Lewitan: Was ich gelesen und gehört habe, muss er wohl seine Lieblinge gehabt haben. Wie in einer Familie, wo es eine auserkorene Lieblingstochter gibt und die anderen Schwestern tun können, was sie wollen, aber sie erreichen nicht die gleiche Gunst, werden vernachlässigt und isoliert. Es steht nicht mehr die Leistung im Vordergrund. Wenn es nicht mehr nach Leistung geht, dann wird es schnell Willkür. Und Willkür motiviert keinen Mitarbeiter.

Was halten Sie denn von der Auslobung von Prämien?

Lewitan: Das sehe ich eher als kleinen Anreiz, ein Sahnehäubchen.

Blicken wir auf 2013, wo der FC Bayern große Ziele vor sich hat. Befürchten Sie, dass drei Machtmenschen wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Matthias Sammer irgendwann doch nicht mehr miteinander können?

Lewitan: Wichtig ist, dass es keine Machtspiele und Eitelkeiten gibt, sondern nur ein gemeinsames Ziel. Die erfolgreiche Führung eines Konzerns geht nur, wenn sich in der Führungsetage jeder auf sein Kompetenzfeld berufen und unterschiedliche Akzente setzen kann, ohne dass der eine den anderen ständig misstrauisch kontrolliert. Dann haben sie als Triumvirat ein stabiles Gefüge. Was nicht passieren darf, ist das, was wir in der Psychologie als Triangulierung bezeichnen.

Das bedeutet?

Lewitan: Dass sich in einem Dreiergespann zwei durchsetzen und ihre Bande festigen, auf Kosten des Dritten, der dann ausgeschlossen wird. Gerade bei einem FC Bayern, der auf so vielen Hochzeiten tanzt, ist die Gefahr groß, dass irgendwann die Puste ausgeht. Da ist es umso wichtiger, dass das Gespann an der Spitze funktioniert. Wenn es ihnen gelingt, persönliche Machtgelüste in den Hintergrund zu schieben, ist der Erfolg nah.

Interview: Florian Kinast

Immer wieder aktuell: Uli Hoeneß' explosivste Attacken

Ob in knapp 30-jähriger Tätigkeit als Bayern-Manager oder heuer als Präsident: Uli Hoeneß trägt das Herz auf der Zunge und spricht Missstände offen an, wenn es um das Wohl seines FC Bayern geht. Hoeneß' jüngster Angriff auf Trainer Louis van Gaal steht in einer Reihe anderer Kommentare aus der selbsternannten "Abteilung Attacke". Wir zeigen Ihnen hier einige der besten Hoeneß-Sprüche. © Getty
Der 15. Mai war die Geburtsstunde der Abteilung Attacke. Im "Aktuellen Sportstudio" schimpfte Hoeneß in Richtung Christoph Daum: "Du überschätzt Dich maßlos". Der konterte: "Um das Maß an Überschätzung zu erreichen wie Du, muss ich hundert Jahre alt werden." Hoeneß konterte damals üble verbale Attacken von Daum in Richtung Bayern-Trainer Jupp Heynckes. © Getty
Ein langjähriges Feindbild war auch der damalige Werder-Manager Willi Lemke. Als Lemke 1999 seinen Posten bei Werder verließ, um Bildungssenator in Bremen zu werden, sagte Hoeneß: "Erstaunlich, dass ein Mann mit einem solchen Charakter Minister eines Bundeslandes werden kann." © Getty
1997 stellte Schiri Hellmut Krug in Karlsruhe Bayern-Verteidiger Sammy Kuffour vom Platz. Uli Hoeneß war damit überhaupt nicht einverstanden und schimpfte nach dem Spiel hemmungslos über den Referee. Dem DFB war das zuviel, er verurteilte Hoeneß zu 7500 Mark Strafe. Zunächst weigerte sich Hoeneß zu zahlen, und wollte den Verband zivilrechtlich verklagen. Am Ende beruhigten sich die Gemüter und Hoeneß zahlte. Selbst Krug durfte hinterher wieder Bayern-Spiele leiten, obwohl Hoeneß das Gegenteil angekündigt hatte. © Getty
OB Christian Ude bekam als 1860-Fan immer wieder den Unmut von Uli Hoeneß zu spüren. Beispielsweise beschwerte sich der damalige Bayern-Manager darüber, dass Ude lieber in seinem Urlaub auf Mykonos weile, als mit den Bayern die Meisterschaft auf dem Marienplatz Meisterschaften zu feiern. © Getty
1998 wurde wieder Daum die Zielscheibe von Hoeneß: "Der kann noch 100 Jahre spielen, der wird uns nie überholen." Zwei Jahre später luchsten die Bayern den von Daum trainierten Leverkusenern in letzter Sekunde noch die Meisterschaft ab. © Getty
Die "Toten Hosen" veröffentlichten einst den Anti-Bayern-Song "Bayern" und brachten Hoeneß damit zur Weißglut. Sein Kommentar: "Das ist der Dreck, an dem unsere Gesellschaft irgendwann ersticken wird." © Getty
Die Trainingsspiele des FC Bayern hätten eine bessere Qualität als so manches Bundesliga-Spiel, wetterte Hoeneß 1999. Andreas Rettig, damals Manager des SC Freiburg, erwiderte cool: "Ich kaufe mir demnächst eine Karte fürs Bayern-Training." © Getty
Die "Affäre Daum" wurde von Hoeneß losgetreten mit den Worten: „Wenn das alles Fakt ist, worüber geschrieben wurde, auch unwidersprochen über den verschnupften Daum, dann kann er nicht Bundestrainer werden", so Hoeneß im Jahr 2000. © Sampics
Legendär wurde Uli Hoeneß' Aussage zu Lothar Matthäus. Wegen eines Streits bezüglich ausstehender Gagen bei Matthäus' Abschiedsspiel expoldierte Hoeneß und sagte: "Solange ich und der Kalle Rummenigge etwas zu sagen haben, wird der nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion." © Getty
Die erfolgsverwöhnten Champions-League-Sieger von 2001 brachten Hoeneß auch mal zur Weißglut: "Sie essen Scampi und ich habe eine schlaflose Nacht", schimpfte der damalige Manager nach einer Niederlage beim FC St. Pauli. © Getty
2004 moserte Schalke-Manager Rudi Assauer über die hohe TV-Präsenz des FC Bayern. Hoeneß baffte zurück: "Wir wussten gar nicht, was der von uns will. Was der da für einen Schmarrn erzählt." © Getty
Jürgen Klinsmanns Entscheidung als Bundestrainer, Oliver Kahn und Jens Lehmann ein offenes Rennen um die Nummer 1 austragen zu lassen, kommentierte Kahn-Verfechter Hoeneß mit den Worten: "Psychoterror" ist Klinsmanns Verhalten, "absoluter Psychoterror". © Getty
Und noch ein Giftpfeil in Richtung Bundestrainer Klinsmann: „Der soll herkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den ganzen Scheiß allein machen lassen", sagte Hoeneß 2006. © dpa
„Zu Weihnachten mag Bremen vorne sein, aber der Nikolaus war noch nie ein Osterhase", beliebte Hoeneß Ende 2006 zu Scherzen. Meister wurde in jener Saison der VfB Stuttgart. © ap
Ebenfalls legendär Hoeneß' Ausrater 2007 auf der Hauptversammlung, als sich einige Fans über die schlechte Stimmung in der Allianz Arena beschwert hatten. "Für eure Scheißstimmung seid ihr doch verantwortlich und nicht wir. Das ist doch unglaublich. Was glaubt ihr denn, wer ihr seid", waren da nur einige der empörten Zitate von Hoeneß. © AP
"Schweini wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Den klopf ich wieder raus", maßregelte Hoeneß im Jahr 2007 den damals noch etwas unreifen Bastian Schweinsteiger. © getty
„Wir müssen dafür sorgen, dass wieder ein Wehklagen einsetzt, wenn die anderen uns in der Tabelle mit dem Fernglas anschauen", kündigte Hoeneß 2007 nach den Einkäufen von Franck Ribéry und Luca Toni 2007 an. Am Ende wurden die Bayern mit Abstand Meister. © dpa
Im Stadionstreit mit den Löwen schickte Hoeneß auch mal gerne Grüße an die Grünwalder Straße: "Lieber gar keinen Partner als so einen Partner", sagte Hoeneß einmal. © Getty
Nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann legte Hoeneß nach: „Wenn der Jürgen Klinsmann Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa.“ © Getty
Als die Bayern im Herbst 2009 kriselten, attackierte Hoeneß Louis van Gaal schon einmal. Damals war der Niederländer nicht weit von einer Entlassung entfernt. Die in Turin (4.1) gestartete Super-Serie der Bayern ließ dann aber alle Kritiker verstummen. © Getty
Oktober 2010: Damals nahm sich Uli Hoeneß seinen Trainer wieder zur Brust und kritisierte dessen mangelnde Kommunikationsfähigkeit sowie seinen Personalstil . Es war das erste Mal, dass Hoeneß als Präsident so laut und offensiv wurde. © Getty
September 2011: Nach dem Brand in der Villa von Bayern-Star Breno wird der Brasilianer festgenommen. Die Staatsanwaltschaft begründet dies mit der Gefahr der Verdunkelung. Hoeneß rastet aus: "Das ist lächerlich. Breno hat ja nicht mal mehr einen Pass. Da versucht sich jemand zu profilieren", so Hoeneß. © dpa
September 2011: Der Papst wird von Hoeneß abgewatscht! „Ich sehe den Papst nicht als Popstar. Ich sehe ihn als relativ weltfremd. Er ist ein Problem für die Kirche. Vielleicht sollte man mal über eine Altersbegrenzung nachdenken.“ © 
November 2011: Beim Bundesliga-Spiel in Mainz lässt sich Hoeneß in der Halbzeitpause im Vorraum der Bayern-Kabine blicken und tobt in Richtung Co-Trainer Peter Hermann: "Das ist Altherren-Fußball. So kann es nicht weitergehen. Hoffentlich gibt es da Feuer." Die Bayern können aber das 0:1 nicht drehen und verlieren mit 2:3. © M.I.S.
Februar 2012: Bei der Champions-League-Niederlage der Bayern in Basel verweigert Franck Ribéry nach seiner Auswechslung den Handschlag mit Trainer Jupp Heynckes. Darauf nach dem Spiel angesprochen poltert Hoeneß: "Ihr immer mit eurem scheiß Handschlag, sind wir denn hier im Mädchenpensionat?". © getty
Februar 2012: Wenige Tage später beklagt Hoeneß eine angebliche Hetzjagd gegen Arjen Robben. Nach dem Spiel gegen Schalke schießt Hoeneß wieder gegen die Medien: Die Journalisten sollten aufhören mit “dieser Hetzjagd auf den einen oder anderen“ Spieler, erklärte Hoeneß: “Wenn wir die nicht gehabt hätten die letzten Wochen, dann hätte Arjen Robben heute sicherlich zwei, drei Tore gemacht.“ © getty
Als Gast im Polit-Talk von Günther Jauch gerät Hoeneß mehrfach mit der Linken-Chefin Katja Kipping aneinander. "Sie haben keinen Bezug zur Praxis. Sie kommen vom Hundertsen aufs Tausendste, aber sie kommen zu keinem Punkt. Das ist das Schlimme an Ihrer Argumentation", stichelte der Bayern-Präsident. © ARD

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Beförderung von Salihamidzic beim FC Bayern? Rummenigge hat eine klare Meinung
Beförderung von Salihamidzic beim FC Bayern? Rummenigge hat eine klare Meinung
Die Bayern nach der Niederlage auf der Wiesn
Die Bayern nach der Niederlage auf der Wiesn
FC Bayern vor Transfer-Hammer? Britische Medien bestätigen mögliches Interesse an Spurs-Star
FC Bayern vor Transfer-Hammer? Britische Medien bestätigen mögliches Interesse an Spurs-Star
Salihamidzics „Zukunfts-Elf“ - so plant der FC Bayern die Mannschaft von morgen   
Salihamidzics „Zukunfts-Elf“ - so plant der FC Bayern die Mannschaft von morgen   

Kommentare