Nach der Leverkusen-Pleite

„Vernichtendes Urteil“: „11 Freunde“-Chef zerlegt Kovac - und degradiert FCB im Meisterkampf

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Bayern-Coach Niko Kovac steht in der Kritik.

Es war nur eine Niederlage - aber ein Experte sieht den FC Bayern schon jetzt (fast) chancenlos im Kampf um einen Titel. Und gibt die Schuld Niko Kovac.

München/Hamburg - Groß war die Kritik am FC Bayern nach der 1:3-Niederlage bei Bayer Leverkusen am Samstag. Von einem Mangel an Führungsspielern war die Rede, auch Trainer Niko Kovac selbst ging mit seiner Truppe hart ins Gericht. Das i-Tüpfelchen setzte am Montag aber der Chefredakteur des Magazins „11 Freunde“, Philipp Köster - mit einem gewissermaßen doppelt und dreifach „vernichtenden Urteil“.

In seiner aktuellen Kolumne für das Nachrichtenmagazin Stern bezeichnete Köster das Leverkusen-Spiel als eben das: Als ein „vernichtendes Urteil“ über die Arbeit von Coach Niko Kovac. „Immer dann, wenn es dem Gegner gelingt, im Mittelfeld die Münchner Kombinationsmaschinerie still zu legen, erweist sich die Mannschaft von Niko Kovac als erstaunlich unflexibel“, konstatiert der Journalist. Unter Pep Guardiola und auch Jupp Heynckes sei das noch anders gewesen.

Klappt nur gegen „unsortierte Freischärler“? Journalist stellt Kovac „vernichtendes Zeugnis“ aus

Hauptgrund für Köster: Während Guardiola und Heynckes mit Taktikwechsel auf solche Schwierigkeiten reagiert hätten, werde bei Kovac in einen „oft uneffektiven Modus“ umgeschaltet, „in dem es dann Willenskraft und individuelle Stärke entscheiden soll“. Das möge gegen „eine unsortierte Freischärlertruppe wie den VfB Stuttgart“ klappen. Das gerade erst wieder erstarkende Bayer Leverkusen habe dem Kovac-Notfallmodus aber deutlich die Grenzen aufgezeigt.

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Auch Kösters Prognose für die nahe Zukunft des FCB fällt vernichtend aus: Auch nach mehr als einem halben Jahr habe die Mannschaft noch immer nicht „jene spieltaktische Flexibilität und Reife erlangt hat, die notwendig sein wird, um Saisonziele wie Meisterschaft, Pokalsieg und die Vorschlussrunde in der Champions League zu erreichen“, schreibt er.

Harter Schlag in kurzem Satz: Ist Borussia Mönchengladbach der wichtigere BVB-Rivale?

Vielleicht reiche es gegen Hertha BSC im DFB-Pokal-Achtelfinale für ein Weiterkommen, vielleicht lasse sich der FC Liverpool mit einem Kraftakt in der Champions League bezwingen - „aber ewig geht das nicht gut“, unkt Köster. Dass der FC Bayern zu ausrechenbar sei, sei dabei letztlich Kovacs Schuld. Trotz aller Kritik an der Personalpolitik der Bayern-Bosse.

Den letzten und wohl schärfsten Hieb gibt das „11 Freunde“-Oberhaupt dem FCB aber in einem unscheinbaren Satz in der Textmitte mit. „Die Dortmunder sollten tatsächlich eher auf die Borussia als Konkurrenten schauen als auf die Bayern“, schreibt Köster. 

Zumindest die aktuelle Bundesliga-Tabelle scheint diese These zu untermauern: Mit dem Sieg gegen Schalke am Samstagabend zogen die Mönchengladbacher tatsächlich am FC Bayern vorbei.

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fn

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