Trainer Niko Kovac reicht es jetzt! 

FC Bayern schludrig: Kosten die zweiten Halbzeiten die Meisterschaft?

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Niko Kovac kennt den grund für den 7-Punkte-Rückstand des FC Bayern München auf Borussia Dortmund. 

12 Punkte hat der FC Bayern in der zweiten Halbzeit bereits liegen lassen. „Zu viel“, kritisiert Niko Kovac. Ist die Mannschaft nach der Pause einfach zu achtlos?

München -  Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten. So weit, so klar. Dem FC Bayern München bereitet aber genau das in dieser Saison Probleme. Denn: 15 ihrer 23 Gegentore kassierten die Münchner nach der Pause. Schleicht sich bei den Münchnern in der zweiten Halbzeit etwa die Achtlosigkeit ein? Fakt ist: Drei Mal gaben die Münchner in dieser Saison das Spiel nach einer Führung vor der Pause in der zweiten Halbzeit noch aus der Hand. 

Das hat auch FCB-Trainer Niko Kovac erkannt: „Wir entwickeln nach einer Führung das Gefühl, heute reicht das so, wir müssen vielleicht einen Tick weniger machen. Das funktioniert aber nicht, wir müssen egal gegen wen und wo 90 Minuten defensiv arbeiten.“ Vor allem das Umschaltspiel nach hinten sei verbesserungswürdig. 

FC Bayern München in den ersten 45 Minuten klar auf Titelkurs

Ein Blick in die Statistik gibt Kovac recht. Betrachtet man nur die ersten 45 Minuten plus Nachspielzeit befände sich der FC Bayern klar auf Titelkurs mit acht Punkten Vorsprung auf Dortmund und Leipzig. In der Tabelle der zweiten 45 Minuten sieht das aber schon ganz anders aus. Dort holte der FCB nämlich sechs Punkte weniger als der BVB und drei Punkte weniger als Mönchengladbach. Unterm Strich stehen die Bayern auf Platz drei mit sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Dortmund.

Der FCB kassierte schon fünf Mal drei Gegentore in der laufenden Saison 

Ein rotes Tuch ist für Kovac auch, dass die Münchner – inklusive des 3:3 in der Champions League gegen Ajax Amsterdam – in dieser Saison bereits fünf Mal drei Gegentreffer kassierten. „Das ist definitiv zu viel, das darf in dieser Form nicht passieren“, sagt der Bayern-Coach. In Dortmund verspielte der FCB die 1:0-Pausenführung und verlor 2:3, gegen Düsseldorf wurde aus einer 3:1-Führung in der zweiten Halbzeit noch ein 3:3 und auch gegen Leverkusen am vergangenen Wochenende stand es zur Halbzeit 1:0 für den FC Bayern – am Schluss gewann Leverkusen mit 3:1. Für Kovac ist das eine Frage der Einstellung und der absoluten Bereitschaft. "Wir müssen alle gemeinsam angreifen und gemeinsam verteidigen, das ist der springende Punkt. Und vor allem müssen wir in der zweiten Halbzeit genauso gut verteidigen wie in der ersten."

Kovacs Truppe hat in dieser Saison bereits zwölf Punkte nach einer Führung verspielt. „Das darf nicht passieren“, sagt der Trainer. Der FC Bayern muss für die restliche Saison also wieder lernen, dass das Spiel 90 Minuten dauert und zwar so schnell wie möglich. Denn bereits in zwei Wochen wartet Liverpool in der Champions League. Und gegen den englischen Tabellenführer ist volle Konzentration gefragt. 

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msb

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