Guardiola stellt ihn über Messi

Pep: Lahm ist der "intelligenteste Spieler"

München - Nach dem Supercup-Sieg der Bayern hat Trainer Pep Guardiola eine Lobeshymne auf Kapitän Philipp Lahm angestimmt. Darin stellte er ihn sogar über Fußball-Genie Lionel Messi.

Trainer Pep Guardiola von Rekordmeister Bayern München hat seinen Kapitän Philipp Lahm geadelt und sogar über Fußball-Genie Lionel Messi gestellt. „Philipp Lahm ist für mich der intelligenteste Spieler, den ich je in meiner Karriere trainiert habe. Ich bin froh, hier zu sein, nur weil ich ihn trainieren darf“, sagte Guardiola nach dem Sieg im europäischen Supercup-Spiel gegen den FC Chelsea. Sein Team habe viele wunderbare Spieler, meinte er, aber Lahm sei „auf einem anderen Niveau“. Den viermaligen Weltfußballer Messi hatte er beim FC Barcelona (2008-12) gecoacht.

So tickt Neu-Bayer Pep Guardiola

Josep Guardiola ging im Fußball bei Johan Cruyff und Louis van Gaal in die Lehre. Beim FC Barcelona trieb er das Kurzpassspiel zur Perfektion. Nun will der 41-Jährige auch die Bundesliga erobern. © dpa
Josep Guardiola wird zuweilen als der Vater des Kurzpassspiels des FC Barcelona bezeichnet. Aber dies stimmt nur zum Teil. Die Spielweise Barças, die die Fußballwelt zuweilen in Verzückung versetzt und Spanien zum Gewinn der Welt- und Europameisterschaft verhalf, hat ihre Ursprünge in der Zeit, als Johan Cruyff der Trainer der Katalanen war. © dpa
Guardiola gehörte damals Anfang der 90er Jahre als Regisseur dem „Dream Team“ des Niederländers an. © dpa
„Pep“, wie er in Spanien genannt wird, war ein Fußballer mit einer auffallend eleganten Ballbehandlung und einem Auge für frei stehende Mitspieler. Als Trainer trieb der Schüler von Cruyff und Louis van Gaal das Kurzpassspiel zur Perfektion. Dabei kam sein Erfolg eigentlich ziemlich überraschend. © dpa
Als er 2008 bei Barça die Nachfolge von Frank Rijkaard antrat, war er als Trainer fast ohne Erfahrung; denn er hatte bis dahin nur die B-Elf betreut und dieser zum Aufstieg in die 3. Liga verholfen. © dpa
Dafür kannte er seinen Heimatclub wie kein Zweiter. Der Maurersohn hatte dereinst bei Barça als Balljunge angefangen und wusste um die Qualitäten des Nachwuchses. Binnen vier Jahren sammelte er mit dem FC Barcelona als Trainer 14 Titel, darunter zwei Champions-League-Siege und drei spanische Meisterschaften. © dpa
Ende der vorigen Saison verzichtete er auf eine Verlängerung seines Vertrags und ließ sich mit seiner Familie zu einem „Sabbat-Jahr“ in New York nieder. © dpa
Als Trainer war Guardiola in Spanien zwei Jahre lang nicht nur der Rivale von José Mourinho gewesen, sondern auch in menschlicher Hinsicht ein Gegenspieler des Portugiesen. Während der Coach von Real Madrid sich in der Rolle des Provokateurs und Rüpels zu gefallen scheint, tritt Guardiola eher zurückhaltend und bescheiden auf. © dpa
Er beherrscht die Kunst der feinen Ironie und gilt als ein Feingeist, der abseits des Fußballplatzes den Kontakt zu Kulturschaffenden sucht. © dpa
Er gibt grundsätzlich keine Interviews. © dpa
Der Grund: Guardiola will Journalisten kleinerer Medien nicht benachteiligen. © dpa

SID

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