Es gibt ein großes Problem

Rummenigge: Würde Dybala gern beim FC Bayern sehen, aber...

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Karl-Heinz Rummenigge kann sich Paulo Dybala gut beim FC Bayern vorstellen.

München - Paulo Dybala zählt aktuell zu den begehrtesten Spielern des Kontinents. Auch der FC Bayern würde den Argentinier von Juventus Turin gerne verpflichten. Doch Karl-Heinz Rummenigge verrät, wo das Problem liegt.

Es sind nicht nur die Topklubs aus Spanien oder England, die großen Gefallen finden an Paulo Dybala. Auch der FC Bayern würde den Offensivmann von Juventus Turin liebend gerne, besser heute als morgen, verpflichten. das hat der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in einem aktuellen Interview mit dem Corriere dello Sport bestätigt.

Rummenigge: „Gute Spieler stehen nicht zum Verkauf“

„Es gibt derzeit einige hervorragende Spieler auf dem Markt. Wenn ich an einen denke, den ich gerne zum FC Bayern bringen würde, fällt mir einer wie Dybala ein“, verrät Rummenigge, ohne zu vergessen zu erwähnen: „Es gibt aber auch noch andere.“ Der Juve-Stürmer wird allerdings nicht nur von den Bayern mit großem Interesse beobachtet, vor allem Barca wird immer wieder als möglicher neuer Arbeitgeber Dybalas genannt.

Der torgefährliche Angreifer steht bei der „Alten Dame“ in Turin noch bis 2020 unter Vertrag. Und genau da kommt das „Problem“ ins Spiel, das laut Rummenigge einem Wechsel Dybalas zum Beispiel nach München im Wege steht. „Das Problem ist, dass so gute Spieler nicht zum Verkauf stehen. Weder wir noch Juve, Real Madrid oder Barcelona verkaufen solche Spieler, wenn die Angebote nicht außergewöhnlich hoch sind. Entweder wird eine völlig verrückte Ablöse bezahlt, oder der Spieler wird eben nicht verkauft. Das ist der große Unterschied zu meiner Zeit als Fußballer. Damals gab es immer einen bezahlbaren Preis“, konstatiert Rummenigge.

„Butt Verladerampen und Industrietore“: Ex-Bayern-Spieler und ihre neuen Jobs

Daniel van Buyten legte schon immer Wert auf gepflegte Kleidung. Nach der WM 2014 beendete der Innenverteidiger seine Karriere und gründete eine eigene Modemarke. Sie heißt "Stars Made" und agiert vor allem in van Buytens Heimatland Belgien. Für rund 100 Euro gibt‘s Sweatshirts mit der Aufschrift „The Kaiser“ oder „The Lucky Number 5“. Bis Februar 2016 war van Buyten außerdem als Berater bei Standard Lüttich angestellt.      © imago/Belga
Heute Unternehmer: Jörg Butt, der 63 Mal das Bayern-Tor in der Bundesliga hütete und für Hamburg und Leverkusen 26 Elfmeter verwandelte. „Butt Verladerampen und Industrietore“ heißt der Familienbetrieb. Der Ex-Keeper kümmert sich um Vertrieb und Marketing.  © imago/DeFodi
Weltmeister 1994, Champions-League-Sieger 2001, zweimal Deutscher Meister: Aber wichtiger als all die fußballerischen Erfolge ist für Paolo Sergio der Glaube. Deshalb hat er in São Paulo, der größten Stadt Brasiliens, eine Kirche gegründet. Wie man hört, soll Pastor Sergio ein guter Prediger sein.   © imago sportfotodienst
Taucht mittlerweile auf Konzertplakaten auf: Andreas Görlitz, zwischen 2004 und 2010 im FCB-Trikot, gründete schon während der aktiven Zeit die Band „Room77“ - genau gesagt nach einer schweren Verletzung in der Champions-League gegen Juve. Nach dem kurzen Schlussintermezzo seiner Karriere bei den San José Earthquakes (Kalifornien) konzentriert sich Görlitz seit 2014 voll auf die Musik.  © imago/Sven Simon
Vom Innenverteidiger zum Immobilienmakler: Sammy Kuffour trägt nach der aktiven Zeit Anzug. In Accra, der Hauptstadt Ghanas, stieg er ins Immobiliengeschäft ein.    © imago sportfotodienst
Gerade 13 Bundesliga-Spiele absolvierte Tobias Rau für den FC Bayern, schaffte es aber immerhin in die Nationalelf. Schon mit 28 Jahren beendete Rau seine Karriere - um Lehrer zu werden. 2016 begann sein Referendariat in Bielefeld. Seine Fächer: Biologie und Sport. © imago/Martin Hoffmann
Mit Jürgen Klinsmann und Co. gewann Dieter Frey 1996 den Uefa-Pokal. Im Gegensatz zu seinen Ex-Kollegen Thomas Helmer, Lothar Matthäus oder Mehmet Scholl wurde er nach der aktiven Laufbahn nicht Fernsehexperte - sondern Mathelehrer. Mit 32 Jahren begann er an der Uni Erlangen zu studieren. Die Fußball-Vergangenheit nutzt Frey: Er unterrichtet an der Nürnberger Bertolt-Brecht-Schule - einer „Eliteschule des Fußballs“. Zwischenzeitlich fungierte er als Co-Trainer bei den A-Junioren des 1. FC Nürnberg. © imago/Zink
Im Profikader des FC Bayern konnte er sich nicht durchsetzen, Bundesligaminuten sammelte er beim 1. FC Nürnberg, Zweitligaeinsätze bei TuS Koblenz bis 2010. Heute ist Frank Wiblishauser Heilpraktiker mit eigener Praxis in seiner Geburtsstadt Memmingen. Interesse an der Naturheilkunde fand der heute 39-Jährige wegen vieler Verletzungen bereits während der Karriere. Dem Fußball ist er verbunden geblieben, wenn auch im Amateurbereich: Seit Jahren trainiert Wiblishauser den TV Bad Grönenbach (aktuell Bezirksliga Schwaben Süd). © imago sportfotodienst

Dybala war 2015 von US Palermo zu Juventus gewechselt, die Norditaliener blätterten vor zwei Jahren 32 Millionen Ablöse auf den Tisch. Gerne würde die Bianconeri mit dem 23-jährigen Mittelstürmer, der auch einen hängenden Rechtsaußen spielen kann, vorzeitig verlängern.

Rummenigge: Es war noch nie so schwer, die Champions League zu gewinnen

Sollte es Juve gelingen, im Viertelfinale der Champions League den FC Barcelona auszuschalten, würde das die Chancen, Dybala zu halten, um einige Prozentpunkte steigern. Rummenigge hält ein weiterkommen der Turiner für möglich. „Sie sind dieses Jahr sehr stark und ich bin nicht sicher, dass Barcelona ins Halbfinale einzieht.“ Überhaupt findet der Boss des FC Bayern, dass die diesjährige Königsklassen-Saison die bislang schwerste der Geschichte ist. „Alle acht Viertelfinalisten, vielleicht die Überraschungsmannschaft Leicester ausgenommen, haben das Potenzial, die Champions League zu gewinnen.“

Wie man den Henkelpott mit den großen Ohren gewinnt, weiß bekanntlich Carlo Ancelotti ganz genau. Schon drei Mal holte der Italiener als Trainer den begehrten Pokal. Und auch Rummenigge vertraut auf das Können des aktuellen Bayern-Trainers, zu dem er ein ganz besonderes Verhältnis pflegt.

Mit Carlo Ancelotti (l.) verbindet Rummenigge ein freundschaftliches Verhältnis.

„Ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Er ist mein Freund geworden. Denn mir gefällt, wie er mit der Mannschaft umgeht und mir gefällt auch sein Lebensstil. Er ist immer ruhig, auch als die Mannschaft nicht so gut gespielt hat und die Ergebnisse nicht ganz so gepasst haben“, schwärmt Rummenigge und erkennt darin seine eigene Betrachtungsweise des Fußballs und des Lebens wieder: „Man muss Geduld haben. Und Carlo ist immer geduldig.“

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