Kein Startelf-Einsatz

DFB-Elf gegen Estland: Serge Gnabry verletzt - Fällt er auch für den FC Bayern aus?

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Im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland stand Gnabry verletzungsbedingt nicht in der Startelf.

Serge Gnabry hat sich in kurzer Zeit beim FC Bayern und in der Nationalelf in die Herzen der Fans gespielt. Bei der EM-Qualifikation fehlte er aber verletzt.

Update vom 14. Oktober 2019: Im EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft am Sonntag in Tallinn gegen Estland, das die DFB-Elf mit 3:0 für sich entscheiden konnte, musste Nationaltrainer Jogi Löw auf einige Akteure verzichten - darunter auch Serge Gnabry, dessen Ausfall schwer wog. Nachdem den Bayern-Star bereits unter der Woche muskuläre Probleme geplagt hatten, konnte er zwar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen - dann sei es aber offenbar wieder schlimmer geworden. 

Ärgerlich für Löw, dem auch schon im Testpiel gegen Argentinien eine lange Ausfallliste Sorgen bereitete. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, sagte Löw in Bezug auf den zuletzt so treffsicheren und formstarken Gnabry. Bereits vor dem Spiel hatte der DFB auf seinem offiziellen Twitter-Account von einer „Vorsichtsmaßnahme“ geschrieben. Gegen Argentinien hatte Gnabry zuletzt noch in der Startelf gestanden und in der 16. Spielminute das 1:0 erzielt.

Müssen die Bayern nun in den kommenden Wochen ebenfalls auf den flinken Flügelflitzer verzichten? Noch ist nicht klar, ob Gnabry weiter ausfällt. Ebenfalls ungeklärt ist die Zukunft von Hasan Salihamidzic. Nun bezog Karl-Heinz Rummenigge Stellung.

Gnabry beinahe Weltmeister? Löw lässt mit Aussage aufhorchen

Update vom 13. Oktober 2019: Joachim Löw hat verraten, dass er den gerade immer stärker aufspielenden Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry schon vor fünf Jahren für die Weltmeisterschaft in Brasilien nominieren wollte. „2014 im Frühjahr war ich zwei- oder dreimal in London. Er hat einige gute Spiele gemacht, und er hat mir sehr imponiert“, berichtete der Bundestrainer vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Estland am Sonntag in Tallinn.

„Ich wollte den Serge schon zur WM 2014 mitnehmen, aber er hat sich leider verletzt“, berichtete Löw. Eine Knieverletzung stoppte das Talent des FC Arsenal im Frühjahr 2014. So verpasste der damals 18-Jährige den Gewinn des WM-Titels. Sein Länderspieldebüt feierte Gnabry erst nach seinem Wechsel von den Gunners zum SV Werder Bremen am 11. November 2016 beim 8:0 der DFB-Auswahl gegen San Marino in der WM-Qualifikation. Gnabry glückten dabei in Serravalle auf Anhieb die ersten drei Tore im DFB-Trikot.

Danach stockte die Nationalmannschaftslaufbahn. Erst nach der verkorksten WM 2018 in Russland startete Gnabry im DFB-Team durch. Inzwischen hat er sich bei Löw zum gesetzten Angreifer entwickelt. „Gnabry spielt immer“, sagte der Bundestrainer im September.

„In einigen Länderspielen hat er in vergangener Zeit richtig gute Spiele gemacht. Mir gefällt seine Art, wie er sich bewegt und wie torgefährlich er ist. Er hat hervorragende Voraussetzungen, auf allerhöchstem Niveau zu spielen. Das muss man fördern und ihm den Rückhalt geben. So, wie er sich im letzten Dreivierteljahr gezeigt hat, muss er auf dem Platz stehen, wenn er fit ist“, sagte der Bundestrainer nun am Wochenende in Estland über den Angreifer. Vor dem Spiel in Tallinn wies Gnabry eine Quote von zehn Toren in elf Länderspielen auf.

„Er hat das Raum-Zeitgefühl“ - Bierhoff schwärmt über Leistungssträger Gnabry

Update vom 11. Oktober:Serge Gnabry hat sich längst zu einem enorm wichtigen Teil der deutschen Nationalmannschaft entwickelt. DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat den beschlagenen Angreifer des FC Bayern vor dem EM-Qualifikationsspiel am Sonntag (Anstoß 20.45 Uhr) in Tallinn gegen Estland in den höchsten Tönen gelobt: „Er ist nicht nur auf, sondern auch außerhalb des Platzes ein wichtiger Spieler, der sehr kommunikativ und sehr offen ist“, sagte Bierhoff am Freitag in Dortmund: „Die Entwicklung ist erfreulich positiv.“

Serge Gnabry: Bierhoff frohlockt über flinken FC-Bayern-Stürmer

Nach der enttäuschenden WM 2018 in Russland ist der FCB-Offensivmann in der deutschen Auswahl mit Abstand der torgefährlichste Spieler geworden. Seit seinem DFB-Debüt Ende 2016, als er beim 8:0 in San Marino dreimal einnetzte, kann der 24-Jährige auf die imponierende Quote von zehn Treffern in elf Ländervergleichen verweisen. „Als Stürmer freut es mich, dass er die Tore macht, auch bei der ersten Gelegenheit“, erläutert Bierhoff.

Wie die sportliche Leitung des Deutschen Fußball-Bundes verrät, geriet Serge Gnabry schon seiner Jugend als möglicher zukünftiger Akteur der Nationalmannschaft in den Fokus: „Ich erinnere mich, wie ich ihn mit Hansi Flick in London besucht habe“, führt Bierhoff aus. Damals war der heutige Münchner noch beim FC Arsenal unter Vertrag. „Dann hat er ja mal so ein bisschen einen Durchhänger gehabt. Es ist schon toll, wie er sich jetzt entwickelt hat.“

Dass Serge Gnabry in einer recht kurzen Zeit auch beim FC Bayern München zum Leistungssträger avanciert ist, imponiert Oliver Bierhoff: „Man merkt ihm an: Er hat Selbstvertrauen, er hat das Raum-Zeitgefühl, die entsprechende Schnelligkeit und ist einfach ein absolut positiver, guter Typ, der unserer Mannschaft gut tut“, schwärmt der Direktor der deutschen Mannschaft weiter.

Gnabry mit emotionalem FCB-Geständnis: „Ich war stinksauer“

Update vom 9. Oktober: Der Arsenal-Erfolgstrainer Arsene Wenger erhebt schwere Vorwürfe wegen Gnabrys Wechsel zum FC Bayern.

Update vom 4. Oktober, 9.06 Uhr: Die Vier-Tore-Gala von Serge Gnabry gegen Tottenham Hotspur ist so ein Ereignis, das dem Nationalspieler und auch einem Großteil der Bayern-Fans lange in Erinnerung bleiben wird. Die Leistung gegen die Spurs war wohl der bisherige Höhepunkt in der ohnehin sehr erfolgreichen Zeit von Gnabry bei den Bayern. Der 24-Jährige war im Sommer 2017 von der Weser an die Isar zum deutschen Rekordmeister gewechselt.

Doch Gnabry, der bei fast jedem seiner Tore einen besonderen Jubel zeigt, wäre beinahe schon einige Zeit früher beim FC Bayern gelandet, hätte sein Vater ihm einen Wechsel nicht verboten. Denn Jean-Hermann Gnabry war sehr um die fußballerische Ausbildung seines Sohnes besorgt und übernahm diese in frühen Jahren als Trainer noch selbst. Als dann 2005 die Bayern auf den damals zehnjährigen Serge aufmerksam wurden, stellte sich dessen Vater und Trainer gegen einen Wechsel in die Landeshauptstadt. Gnabry Senior wollte die Entwicklung seines Juniors weiterhin aus der Nähe betreuen. Das war in München nicht möglich gewesen.

Serge Gnabry war stinksauer auf seinen Vater.

FC Bayern: Gnabrys Vater legte bei Wechsel Veto ein: „Ich war stinksauer“

„Oh Mann, da war ich stinksauer. Ich war völlig fertig und habe geweint. Aber mein Papa blieb hart“, erinnert sich der Bayern-Spieler im Klubmagazin 51. Zwei Jahre später durfte Gnabry dann aber doch wechseln und zwar zum VfB Stuttgart. Aus der Jugendabteilung der Schwaben ging es dann auf die Insel in die Jugend des FC Arsenal. Nach ersten Erfahrungen in der Profi-Mannschaft der Gunners und einer erfolglosen Leihe zu West Bromwich, fand der mittlerweile 24-Jährige wieder den Weg in die Heimat zurück und wechselte 2016 zum SV Werder Bremen, ehe er dann doch noch den Weg zum FC Bayern fand - mit 14 Jahren Verspätung. „Und am Ende muss ich ja zugeben, dass seine Entscheidungen nicht falsch waren“, kommentiert der Nationalspieler das Wechsel-Verbot durch seinen Vater. 

Für Gnabry & Co. geht es am Samstag in der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim, wir begleiten die Partie für Sie im Live-Ticker

Gnabry stichelt gegen Tottenham - Vom Seitenhieb berichten sogar britische Medien

Update vom 2. Oktober, 12.05 Uhr: Erst deklassierte er Tottenham fast im Alleingang - jetzt streut Serge Gnabry auch noch Salz in die offene Wunde: Beim zweiten Champions-League-Spiel der Saison sorgte der FC Bayern für eine regelrechte Tor-Gala, vier der sieben Münchner Treffer gehen auf das Konto des 24-Jährigen.

Serge Gnabry: FC-Bayern-Star stichelt nach Tor-Gala gegen Tottenham

Nun stichelt er auf Twitter gegen den ohnehin schon gedemütigten Gegner. Der Grund liegt vor Gnabrys Zeit beim FC Bayern. Bereits im Jugendalter zog es ihn nach England, ab 2011 stand er beim FC Arsenal unter Vertrag - und dessen größter Rivale ist Tottenham Hotspur.

Der Grund: Beide Vereine haben ihre Heimat in Nordlondon. Mit dem Umzug des FC Arsenal 1913 begann die Rivalität, die beiden Stadien - Arsenal spielt im Emirates Stadium, die Spurs im Tottenham Hotspur Stadium - liegen gerade einmal sechs Kilometer voneinander entfernt.

Verständlich also, dass Gnabry nicht wirklich gut auf den Ex-Nachbarn zu sprechen ist. „North London is RED!!!“ (übersetzt: Nordlondon ist rot!), stichelte er auf Twitter - und bekennt sich damit zu gleich zwei Vereinen. Denn sowohl die Bayern, als auch sein ehemaliger Ausbildungsverein laufen in roten Trikots auf. Sogar die Daily Mail berichtet über Gnabrys Seitenhieb gegen die Spurs.

Serge Gnabry: FC-Bayern-Star nach Tor-Gala: „Zuletzt in der F-Jugend“

Erstmeldung vom 2. Oktober, 9.17 Uhr: London - Was für ein Abend im Norden Londons für den FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister schlägt die Tottenham Hotspur auswärts mit 7:2. Damit haben die Gäste die Heimmannschaft regelrecht aus dem eigenen Stadion gefegt. Bei den Münchnern überstrahlt ein überragender Serge Gnabry alle anderen. Vier Tore steuerte der deutsche Nationalspieler zum Kantersieg des FCB bei und auch der in großen Spielen oft gescholtene Robert Lewandowski traf doppelt. Somit stehen die Bayern nach zwei Spieltagen in der Königsklasse mit sechs Punkten da. 

Die einzigen Wermutstropfen beim Spiel in London waren die Verletzungen von Jerome Boateng und David Alaba. Boateng humpelte in der zweiten Halbzeit vom Feld und Alaba musste bereits in der Halbzeitpause ausgewechselt werden. Unterm Strich kann der FC Bayern aber auf einen überragenden Europapokalabend zurückblicken. Die wichtigsten Stimmen zum Spiel haben wir hier für Sie zusammengefasst. 

Serge Gnabry über...

...das Spiel: Wir haben heute eine super Performance abgeleistet, einfach immer Druck gemacht, nicht aufgehört und dann kommt so ein Ergebnis zustande. Es war ein super Abend für uns.

...das letzte Mal, als er vier Tore in einem Spiel geschossen hat: Vielleicht in der F-Jugend, auf jeden Fall schon lange her. Ich habe jetzt eineinhalb Saisons auf mein erstes Champions-League-Tor gewartet. Dass es dann am Ende vier werden, habe ich mir gestern natürlich auch nicht erträumt.

...vier Tore als ehemaliger Arsenal-Spieler gegen den Rivalen Tottenham: Ich will es nicht größer machen, als es ist, aber für alle Arsenal-Fans war das etwas Schönes.

...seine Familie im Stadion: Der Druck hat geholfen. Mein Papa hat gesagt, du musst gut spielen und das hab ich gemacht.

Joshua Kimmich über...

...die Leistung der Bayern: Ich würde mal sagen, wir sind glücklich in die Pause gekommen. Das hat nicht so ganz den Spielverlauf wiedergegeben. Die zweite Hälfte war dann aber phänomenal. 

...Serge Gnabry: Der Serge kriegt von mir einen Kuss auf die Stirn, bevor er ins Bett geht.

...sein Tor als Antwort auf Karl-Heinz Rummenigge: Ne, ich wollte einfach nur der Mannschaft helfen. Hatte überhaupt nichts mit ihm zu tun.

Niko Kovac über...

...den Spielverlauf: Das 7:2 sah nach 30 Minuten nicht so aus. Wir hatten schon Probleme. Da hat uns der Manuel mit klasse Aktionen im Spiel gehalten. Dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.

...Serge Gnabry: Der Serge hat schon im letzten Spiel einen aufgelegt und einen gemacht. Die Qualitäten, die er nach vorne hat, sind sensationell. Was ich von ihm noch fordere, ist die Defensivarbeit

...die Leistung seiner Mannschaft: „Es war ein toller Abend für den FC Bayern, für den deutschen Fußball. Hier so ein Spiel abzuliefern, das ist einzigartig."

Manuel Neuer über...

...seinen Torwart-Kollegen Hugo Lloris: „Der Hugo Lloris tut mir schon ein bisschen leid.“

Nicht nur die Akteure selbst kommentierten den Gala-Auftritt, auch die internationalen Medien schrieben fleißig über das Spiel - und zerlegten die Spurs mit deutlichen Worten. 

Max Eberl wurde in der Vergangenheit immer wieder als Kanididat bei den Münchnern gehandelt. Ein Engagement des Ex-FCB-Spielers scheint auch weiterhin möglich.

Nach dem Sieg gegen Tottenham feierten die Bayern im Stadion. Eine Aktion irritierte dabei: Niklas Süle grätschte den Matchwinner Serge Gnabry ohne Not von hinten um. Jetzt erklärte Süle die Aktion.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat einen Seitenhieb gegen Pierre-Emerick Aubameyang verteilt. 

fd/trk

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