Jetzt spricht der Präsident

Wegen Alaba-Poker - Bayern-Präsident platzt der Kragen: „Das müssen auch die Berater und Spieler verstehen“

Die Bayern-Bosse applaudieren der Mannschaft.
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Die Bayern-Bosse applaudieren der Mannschaft.

Der FC Bayern und David Alaba konnten sich noch immer nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. FCB-Präsident Herbert Hainer gibt die Hoffnung nicht auf.

  • Der FC Bayern* gewann den Bundesliga*-Auftakt gegen Schalke mit 8:0.
  • David Alaba stand verletzungsbedingt nicht im Aufgebot.
  • FCB-Präsident Herbert Hainer glaubt an eine Vertragsverlängerung des Österreichers.

München - Der FC Bayern feierte mit dem 8:0 gegen Schalke zum Bundesliga-Start einen Auftakt nach Maß. Mit David Alaba fehlte aber ein Triple-Held verletzt. Der Österreicher meldete sich mit muskulären Problemen ab.

FC Bayern: Posse um David Alaba - verletzter Abwehrchef im Supercup wieder fit

Der kurzfristige Ausfall des Innenverteidigers heizte sofort die Spekulationen in der Alaba-Posse an. Gemeinhin können solche Nachrichten als Abschiedszeichen verstanden werden. Trainer Hansi Flick* bekräftigte im Vorfeld des Spiels im ZDF, dass die Verletzung der Wahrheit entspräche. „Ich hoffe, dass er bleibt“, sagte Flick.

Der Abwehrchef soll schon am Donnerstag in Budapest im Supercup-Finale gegen Sevilla wieder einsatzfähig sein. In den vergangenen Tagen meldete sich die gesamte Chef-Etage des FC Bayern zur Causa Alaba zu Wort. Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Hasan Salihamidzic und auch Oliver Kahn*. Der Ex-Keeper sagte im ZDF, dass der Vertrag des Österreichers nicht um jeden Preis verlängert werde. „Man muss auch die Situation sehen: Wir leben nicht mehr in der Fußballwelt vor Corona. Wir leben in einer ganz anderen Fußballwelt.“ Kahn sorgt sich um die Finanzen: „Da sind wir auch in der Verantwortung, immer die wirtschaftliche Seite zu bedenken.“

FC Bayern: Präsident Hainer schaltet sich in der Causa Alaba ein

Ein Bayern-Boss, der sich bislang vornehm zurücknahm, spricht jetzt Klartext: FCB-Präsident Herbert Hainer. Der Nachfolger von Uli Hoeneß macht den Fans wieder Hoffnung, was einen Verbleib der Identifikationsfigur angeht. Alaba ist seit zwölf Jahren im Verein, nur Thomas Müller trägt noch länger das Bayern-Trikot.

„Wir sprechen weiterhin mit David Alaba, keine Frage. Und ich hoffe, dass wir ihn noch überzeugen können, weil wir glauben, dass wir weiterhin viele gute Argumente haben“, sagte Hainer im Kicker. Der 66-Jährige nennt „unsere Mannschaft, das Umfeld beim FC Bayern, das Umfeld bei vielen anderen Vereinen.“ Hainer ist überzeugt: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir bei David Alaba noch erfolgreich sein können, weil wir ihm ein wirklich wettbewerbsfähiges Angebot gemacht haben.“

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FC Bayern: Alaba lehnt Angebote ab - ist aber kompromissbereit

Die Alaba-Seite hat jedoch schon zwei Angebote der Bayern abgelehnt und wartet auf eine verbesserte Vorlage. Laut Sky habe bei Alaba ein „Umdenken" stattgefunden und der 28-Jährige sei durchaus bereit Kompromisse einzugehen, um eine Lösung zu finden. Bis zum 5. Oktober ist das Transferfenster noch geöffnet, bis dahin wollen die Bayern-Bosse die Alaba-Posse abgeschlossen haben.

Hainer appelliert an die Vernunft aller Beteiligten. „Diese Zeiten sind wirklich schwierig. Das müssen auch die Berater und Spieler verstehen; nur zusammen können wir, Vereine, Spieler und Berater, ein gutes Ergebnis hinkriegen - auch perspektivisch zum Wohle des gesamten Fußballs.“ Die Bayern wollen in der Corona-Pandemie keine finanziellen Risiken eingehen und sich nicht von einer Personalie treiben lassen. (ck) tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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