TV-Kritik: Lisa & der Hotzenplotz

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Johannes B. Kerner und Franz Beckenbauer moderierten für Sat.1.

München - Lesen Sie hier die TV-Kritik von tz-Kolumnist Jörg Heinrich zum grandiosen Champions-League-Abend.

 Willkommen, Bienvenue, Welcome aus dem Hermann-Gerland-Stadion in Lyon! Weil’s am Dienstag Abend gleich zwei frohe Ereignisse zu feiern gab – Bayern im Champions-League-Finale, ein Jahr „Klinsmann raus“ – lieferte der Erfolgssender Sat.1 eine vielstündige Jubelsendung im XXL-Format ab, eine Art Otti Fischer unter den Fußballübertragungen.

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Es war nämlich so: Viele Zuschauer hatten sich zuletzt telefonisch per E-Mail beschwert, dass das Analysieren vom Kerner und vom Franz vor dem Spiel bisher deutlich zu kurz war, deshalb legten die beiden schon um 19.30 Uhr los, und das hat sich brutal gelohnt. Zuletzt waren bei der Sat.1-Vorberichterstattung nämlich einfach zu viele Fragen offen geblieben: Wie lang dauert das Spiel voraussichtlich? Welche geometrische Form hat diesmal das Spielgerät? Warum ist der übernächste Gegner nur der zweitschwerste? Am Dienstag nahmen sich K&K, Kerner & Kaiser, dafür endlich mal Zeit. „Es geht um den Einzug ins Finale“, argwöhnte der Franz. Und dann gleich die nächste Breaking News: „Beide wollen ins Finale.“

Durch die Bank gute Noten! Bilder und Einzelkritik aus Lyon

Olympique Lyon gegen den FC Bayern München ... © Getty
... das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League fand vor aufgeheizten französischen Fans statt. © AP
Demgegenüber stand die bayerische Gemütlichkeit. © AP
Dennoch: Knapp 3000 Bayern-Fans hatten den Weg ins Rhone-Tal mit angetreten ... © Sampics
... um ihre Mannschaft zu unterstützen. © AP
Voll konzentriert: © Getty
Bayern-Trainer Louis van Gaal. © Getty
Und los ging's. © AP
Beide Mannschaften machten in den ersten Minuten mächtig Tempo. © AP
Forchecking im Mittelfeld war angesagt. © AP
Kein Spieler ging einem Zweikampf aus dem Weg. © AP
Und auch "Künstler" Arjen Robben fightete. Mit zunehmender Spieldauer aber wurden die Bayern immer besser und dominanter. © AP
In der 26. Minute schließlich ... © AP
... knipste Ivica Olic ... © AP
in bester Gerd-Müller-Manier ... © Sampics
... zur Führung für die Bayern ein. © AP
Jetzt musste Lyon schon drei Tore erzielen. © AP
Thomas Müller lieferte bei diesem Tor eine überragende Vorarbeit. © AP
Zum Gratulieren kam fast die komplette Mannschaft. © AP
Nur Jörg Butt blieb in seinem Tor. © AP
Kein Wunder, es galt ja noch 60 Minuten ... © AP
... zu überstehen. © AP
Doch so sehr sich Lyon auch mühte ... © AP
Bayern war schlicht und ergeifend ... © Getty
... um zwei Klassen besser an diesem Abend. © dpa
Und das, ohne dass dieses Mal Arjen Robben ein besonderes Highlight setzen musste. © dpa
Durch phantastisches Teamwork ... © dpa
... und eine grandiose taktische Einstellung ... © dpa
... gerieten die Bayern nie in Gefahr. © dpa
Stattdessen ging man mit der 1:0-Führung in die Pause. © dpa
Die Bayern-Fans wähnten sich zu diesem Zeitpunkt schon in Madrid. © Getty
Aber noch galt es 45 Minuten zu überstehen. © dpa
Bastian Schweinsteiger leistete im Mittelfeld wieder wertvolle Arbeit. © AP
Und auch Hamit Altintop machte auf der Ribéry-Position ein nahezu perfektes Spiel. © dpa
Machtlos: Lyons Trainer Claude Puel. © AP
Perfektionist: Louis van Gaal. © AP
Dribbler: Arjen Robben. © AP
Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann die Vorentscheidung: Cris sah die Gelb-Rote Karte. © AP
Die Bayern von da an mit elf gegen zehn. © AP
Und so machte sich Ivica Olic in der 67. Minute auf ... © AP
... zu seinem zweiten Treffer an diesem Abend ... © AP
Hier nochmal aus einer anderen Perspektive. © AP
Aus welcher Perspektive auch immer: Der Ball zappelte im Netz. © AP
Dauerläufer Olic, ein Wahnsinn! © AP
Der Kroate konnte sein Glück kaum fassen. © AP
Die sensationelle Vorarbeit kam von Altintop. © AP
Der hatte seinen Teamkollegen "in die Gasse" geschickt. © AP
Und auch die anderen Mitspieler freuten sich. © Getty
2:0 ... © Getty
... das Ding war gegessen. © AP
Einer, der aber auch dann 120 Prozent gibt: Louis van Gaal. © AP
Machtlos gegen diese Super-Bayern war allerdings Lyon-Keeper Hugo Lloris. © AP
Olic zum Dritten! In der 78. Minute traf der Kroate zum dritten Mal - mit dem Ohr! © AP
Mit dem Ohr, ganz genau. © AP
Eine einzige Jubelorgie. © AP
Und auch Arjen Robben war bei seiner Auswechslung ganz brav. © AP
Am Ende versuchte es noch Altintop mit einem Schlenzer - vergebens. © Getty
Den Bayern-Fans war's egal: Sie zeigen an, was am Ende herauskommen soll: Der Pott. © Getty
Sehen Sie auf den folgenden Bildern, wie die Bayern nach Spielende feierten. Ganz am Schluss gibt es dann noch die Bayern-Spieler in der Einzelkritik. Zwei Spieler verdienten sich eine glatte 1. © AP
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Jörg Butt: Ging bei Rückpässen kein Risiko, schlug die meisten sicher weg. Bekam ansonsten nicht viel zu tun. Wenn er aber gefordert war, war er sicher. Strahl absolute Ruhe aus. Note: 2 © Getty
Philipp Lahm: Hatte mit Gegenspieler Govou alle Hände voll zu tun, löste die meisten Probleme aber clever und abgeklärt. Hielt den Ball oft klug in den eigenen Reihen. Das Zusammenspiel mit Robben klappte wieder hervorragend. Auch vorne mit tollen Flanken wie vor dem 3:0. Note: 2 © Getty
Daniel van Buyten: Ging angeschlagen ins Spiel, seine Wadenverletzung schien ihn aber nicht zu beeinträchtigen. Kam zwar mal zu spät, grundsätzlich aber aufmerksam und zweikampfstark. Note: 2 © Getty
ab 46. Martin Demichelis: Ebenfalls angeschlagen. Ales er kam, war Lyons Wille schon gebrochen. Note: 3 © Getty
Holger Badstuber: Der Junge scheint überhaupt keine Nerven zu haben – im Hexenkessel von Lyon spielte er auf seiner neuen, „alten“ Position als Manndecker souverän und sicher. Kaum verlorene Zweikämpfe, in der Luft beinahe unüberwindbar. Note: 2 © Getty
Diego Contento: Wirkte zu Beginn nervös und verlor einige Zweikämpfe. Auch wenn er sich steigerte: Gestern nicht ganz so stark wie seine Abwehrkollegen, die meisten Angriffe der Franzosen liefen über seine Seite. Note: 3 © Getty
Bastian Schweinsteiger: Aggressiv und laufstark im defensiven Mittelfeld, holte so einige wichtige Bälle vom Gegner. Zudem mit vielen sicheren, klugen Bällen im Vorwärtsgang. Eine weitere Bewerbung für diese Position auch in der Nationalelf. Note: 2 © Getty
ab 80. Minute: David Alaba: Ohne Bewertung. © Getty
Mark van Bommel: Bayerns Aggressiv-Leader – er ist der neue „Bayern-Cheffe“. Eroberte unheimlich viele Bälle, verteilte sie klug weiter und war immer da, wenn es brannte. Für das Bayern-Spiel enorm wichtig. Auf dem besten Wege ein legendärer Bayern-Kapitän zu werden! Note: 2 © Getty
Hamit Altintop: Auf der ungewohnten Position im linken Mittelfeld kam er zunächst nicht zum Zuge. Dann aber immer stärker, mit guten Dribblings, Auge und starken Pässen. Note: 2 © Getty
Thomas Müller: Hätte bereits in der zweiten Minute zum Matchwinner werden können, als er frei vor Lloris auftauchte, aber neben das Tor ballerte. War an allen guten Aktionen beteiligt, wirkte viel frischer und spritziger als zuletzt. Fantastische Vorarbeit zum 1:0. Note: 1 © Getty
Arjen Robben: Wenn er auf rechts an den Ball kam, wurde es gefährlich. Bei seinen Tempodribblings konnte kein Franzose mithalten, nur der Abschluss war ein wenig glücklos. Leitete mit seinem Pass auf Müller das 1:0 ein.Note: 2 © Getty
Miroslav Klose: Ohne Bewertung. © Getty
Ivica Olic: Bayerns Mann für die wichtigen Tore! Rannte und ackerte wieder wie ein Verrückter, war nie in den Griff zu bekommen. Klasse, wie er sich vor dem 1:0 durchsetzte. Ein Bilderbuch-Stürmer mit nun sieben Champions-League-Toren in der laufenden Saison! Note: 1 © Getty

Und vor allem: „Franck Ribbbery ist auch nur ein Mensch.“ „Aber auch ein Proffffi“, fügte der Ottmar hinzu. Man hielt es kaum aus vor lauter schlauen Aussagen, haarscharf an der Grenze zur Atomphysik. Dann analysierten die drei noch ausführlich die Choreographien der Bayern-Fans, das Mona-Lisa-artige Lächeln von Arjen Robben sowie die Figur von Mona Lisa Müller, die per Satellit live aus dem Hugo’s zugeschaltet wurde. Irre. Beim Finale am 22. Mai will sich Sat.1 bereits am 18. Mai aus Madrid melden und dann 96 Stunden durchsenden.

Quelle: tz

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