Saisonziele nicht nach unten korrigieren

Rummenigge beschwört das Mia-san-mia-Gefühl - und schweigt über eine Sache

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Karl-Heinz Rummenigge.

Ausgerechnet der BVB ist trotz Trainerwechsels beim FC Bayern aktuell das Maß der Dinge in der Liga. Die tz fragte bei Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge nach: Wie wollen Sie den BVB stoppen?

Mia san mia: Die Maxime des FC Bayern hat in den vergangenen Wochen gelitten wie selten zuvor: 0:3-Pleite gegen Paris, frühester Trainer-Rauswurf aller Zeiten – und in der Bundesliga blickt Borussia Dortmund mit fünf Punkten Vorsprung auf die Roten herab. Wie will der Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge den BVB stoppen? „Dortmund macht es bisher gut. Aber: Wir haben sieben Spieltage gespielt, 27 sind noch zu spielen. Da liegen noch viele Punkte im Topf. Für uns ist jetzt wichtig, dass wir positiv in die Spur zurückkommen – wenn wir das schaffen, dann ist alles möglich“, erklärt der Vorstandsvorsitzende im Gespräch mit der tz. 

Rummenigge will Saisonziele des FC Bayern nicht nach unten korrigieren

Kalle beschwört das Mia-san-mia-Gefühl! Für den 62-Jährigen kommt es daher nicht infrage, die Ziele des FC Bayern zu korrigieren – nur weil Carlo Ancelotti früh entlassen wurde und Dortmund gut in die Saison gestartet ist. „Ich habe vor der Saison gesagt, dass die Meisterschaft der ehrlichste Titel ist. Die streben wir am Ende des Tages an. In den beiden anderen Wettbewerben wollen wir eine gute Rolle spielen“, stellt Rummenigge gegenüber der tz klar. Das Team sei in den nächsten Wochen in der Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal gefordert: „Wir müssen es jetzt gut machen und ich bin überzeugt, dass wir es gut machen werden.“ 

Das Selbstbewusstsein des Vorstandsvorsitzenden hat unter anderem mit dem erfahrenen Jupp Heynckes zu tun. Der 72-Jährige soll den Spielern das so wichtige Selbstvertrauen wieder eintrichtern. „Es haben zwar erst ein paar Trainingseinheiten stattgefunden, aber man merkt, dass die Mannschaft jetzt sehr konzentriert und diszipliniert zu Werke geht. Wir haben eine gute Basis“, analysiert Rummenigge die ersten Tage unter Heynckes.

Was den Roten künftig ebenfalls in die Karten spielt, ist die Karriereplanung von Arjen Robben. Der Linksfuß ist aus der holländischen Nationalmannschaft zurückgetreten und will sich nur noch auf den FCB konzentrieren.„Für Arjen und Arturo Vidal tut es mir leid, dass sie sich nicht für die WM nächstes Jahr qualifiziert haben. Arjen wird sich jetzt exklusiv auf den FC Bayern konzentrieren. Das ist natürlich für uns von Vorteil. Ich kann seine Entscheidung nachvollziehen und halte sie für klug“, verrät Rummenigge. Trotz aller guten Vorzeichen warnt er davor, zu euphorisch an die Geschichte heranzugehen: „Wir müssen die Dinge, die leider verbesserungswürdig sind, peu à peu verbessern.“ Welche Baustellen Ancelotti seinem Nachfolger hinterlassen hat, verrät Kalle nicht. „Keiner wird in Richtung Carlo Ancelotti nachtreten. Das ist nicht der Stil des FC Bayern. Wir haben intern festgelegt, nicht nach hinten zu schauen – sondern nach vorne.“ 

Die erste Möglichkeit, das Mia san mia nun wieder auf dem Platz vorzuleben, haben die Münchner am Samstag im Liga-Spiel gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr, Sky).

Video: Glomex

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