Angreifer angeschlagen vom Feld

„Scheißspiel“ statt Schlager: Fehlt Liverpool gegen Bayern einer der Starstürmer?

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Roberto Firmino musste beim Schlager zwischen Manchester und Liverpool angeschlagen vom Feld.

In den Topspielen gegen Bayern München und Manchester United geriet die Angriffsmaschinerie des FC Liverpool ins Stocken. Nun bangt das Team von Jürgen Klopp auch noch um Roberto Firmino.

Update vom 25. Februar 2019: Wenn es nach den Lippenlesern geht, war die Botschaft eindeutig: "Verdammt", hatte Jürgen Klopp beim Händedruck seinem Gegenüber Ole Gunnar Solskjaer zugeraunt, "war das ein Scheißspiel." Die Teammanager des FC Liverpool und von Manchester United waren nach dem 0:0 im Knallerspiel der englischen Premier League in Gegrummel vereint. Jeweils ein Punkt, insgesamt vier verletzte Spieler - das half niemandem wirklich weiter.

Klopp allerdings ist mit dem Champions-League-Gegner von Bayern München zumindest wieder zurück an der Tabellenspitze. "Die meiste Zeit in meinem Leben hätte ich vor so einer Woche gesagt: Du spielst nun gegen Bayern und United, zweimal 0:0, das klingt doch ganz okay. Aber wir waren in beiden Spielen dominant und kamen nicht zum Zuge, das kreiden wir uns an", sagte Klopp.

In der ersten Halbzeit hatte sich zunächst Manchesters Ander Herrera verletzt. Es folgten noch vor der Pause Juan Mata und der für Mata eingewechselte Jesse Lingard. Schließlich erwischte es Liverpools Roberto Firmino, der umknickte und möglicherweise im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals am 13. März fehlen wird. Die Traum-Offensive mit Mohamed Salah und Sadio Mane wäre gesprengt.

Mehr: Auch bei CL-Gegner FC Bayern gibt es einen erneuten Verletzungsschock, wie tz.de* berichtet

"Es war ein ganz verrückter Tag", sagte Klopp bei DAZN. "Das war nicht cool, aber es ist passiert." Eine Diagnose steht noch aus: "Ich weiß nicht, was er hat. Es ist auf jeden Fall etwas mit dem Sprunggelenk." Firmino verließ das Stadion Old Trafford auf Krücken. Der Vorsprung der „Reds“ auf Manchester City an der Tabellenspitze beträgt nach 27 Spieltagen einen Punkt. Zum Jahreswechsel waren es noch deren sieben.

FC Bayern hat einen Torjäger des Liverpooler Sturm-Trios 2014 kontaktiert 

Update vom 13. Februar 2019: Sadio Mané, einer der drei Liverpooler Offensiv-Raketen, hat in einem Doppel-Interview zusammen mit Naby Keita über das anstehende Spiel gegen den FC Bayern gesprochen. Keita, der schon bekanntlich mal beim FC Bayern im Gespräch war (siehe unten), freut sich auf die Partie wie sein Kollege Mané. 

Sadio Mané zusammen mit Mo Salah und Roberto Firmino.

Nun verrät Mané, dass auch er das kurze Interesse des FC Bayern geweckt hatte. Alledings liegt das schon über vier Jahre zurück. „Wir hatten im Januar 2014 mit Salzburg ein Testspiel gegen Bayern, Trainer war damals noch Pep Guardiola. Wir überraschten sie mit unserer Spielweise. Ich schoss das erste Tor, und am Ende gewannen wir 3:0. Mein Berater Björn Bezemer informierte mich später, dass es nach diesem Spiel Kontakt zu Bayern gab. So richtig interessiert waren sie aber glaube ich nicht“, erzählt der Offensivmann der Sport Bild. 

Sieht man die Entwicklung des Stürmers, hätte Bayern mit einer Verpflichtung sicherlich nichts falsch gemacht. Allerdings brauchte Mané auch in der Premier League von 2014 bis 2016 die Zwischenstation FC Southampton, bevor er für 23 Millionen an die Anfield Road wechselte. 

Naby Keita enthüllt: Deshalb wollte ich nicht zum FC Bayern

Meldung vom 22. Juli 2018: Im Interview mit der englischen Zeitung The Guardian hat sich der ehemalige Leipziger Mittelfeldspieler Naby Keita zu den Hintergründen seines Wechsels zum FC Liverpool geäußert - und ganz nebenbei publik gemacht, dass er dem FC Bayern München zuvor eine Abfuhr erteilt hatte. „Es ist wahr, dass die beiden Vereine (FC Barcelona und Bayern München, Anm. d. Red.) interessiert waren“, so der 23-Jährige, der ab diesem Sommer das Trikot der Reds trägt. „Eine wichtige Rolle spielte aber der Trainer. Wir hatten gute Gespräche. Was er über das Projekt hier gesagt hat, hat mich wirklich überzeugt", hebt der Nationalspieler Guineas die Rolle Jürgen Klopps heraus. 

Keita ist seit jeher Liverpool-Fan

Doch auch weichere Faktoren spielten bei seiner Entscheidung für Liverpool eine gewichtige Rolle. Zu Sadio Mané habe er seit ihrer gemeinsamen Zeit in Salzburg ein enges Verhältnis, der Flügelspieler sei für Keita inzwischen „fast wie ein Bruder“. Zudem sei ihm die Begeisterung für die Roten von der Merseyside quasi in die Wiege gelegt worden. „Seitdem ich bei Liverpool unterschrieben habe, hat mir mein Vater viel über seine Liebe zu Liverpool erzählt. Schon als Kind habe ich das Liverpool-Trikot getragen, wenn wir auf den Straßen Fußball gespielt haben.

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Nicht nur die Bayern bekommen einen Korb

In Anbetracht dieser Umstände, die auch den FC Barcelona aus dem Rennen um Keitas Dienste warfen, ist der verpasste Wechsel für die Bayern sicherlich keine Schande. Ohnehin bleibt fraglich, ob der FC Bayern für den dynamischen Achter die Mindestsumme von 60 Millionen Euro geboten und RB Leipzig an einen direkten Konkurrenten verkauft hätte.

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dk

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