Oberbürgermeister Ude redet Klartext / Nächste Runde im Meisterfeier-Zoff

FCB: Nie mehr Rathausbalkon?

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Noch nicht mal eine Woche ist dieses Bild alt: Die Bayern feiern über dem Marienplatz. Zum letzten Mal?

Die Rede war von „Hand reichen“. Von „Verständnis“.

Es sah so aus, als ob der FC Bayern und Oberbürgermeister Christian Ude ihren Meisterfeier-Zoff bald beilegen würden. Sah. Bis gestern. Da äußerte sich Ude nochmal zu dem Thema. Seine Worte zeigen: Die Fronten sind noch härter geworden. Jetzt steht sogar die Frage im Raum, ob die Bayern möglicherweise nie mehr eine Meister-Party auf dem Rathausbalkon feiern dürfen! Ude wollte sich gestern jedenfalls nicht klar zu weiteren dortigen FCB-Feiern bekennen. Er sagte der tz: „Die Entscheidung darüber hat ja keine Eile, sie würde frühestens in neun Monaten stattfinden. Ich muss natürlich den Stadtrat beziehungsweise den Ältestenrat mit der Frage befassen, wie wir damit umgehen, dass eine städtische Ehrung zurückgewiesen und der amtierende OB Hep Monatzeder beleidigt und gleichsam zu Luft erklärt wurde.“

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte in einer Wutrede seinem Ärger Luft gemacht, weil Ude seinen Urlaub für die Bayern-Meisterfeier nicht unterbrochen hatte. Der OB konterte, sprach von einem „seltsamen Verständnis von Taktgefühl“ seitens der Bayern. Irritierend für Ude war zum Beispiel: Die Bayern nahmen die traditionelle Ehrung der Stadt nicht an. Der Oberbürgermeister: „Man kann sich ja über Sinn und Notwendigkeit des Pokals streiten, der nach jahrzehntelangem Brauch von der Stadt an die Meistermannschaft überreicht wird. Bislang wurde er immer entgegengenommen, heuer nicht. Mir ist immer noch nicht klar, was mir vorgeworfen wird. Nie hätte ich gedacht, dass eine Meisterfeier ohne mich so trostlos sein könnte, dass die Führungsriege des Vereins ausflippt und aus der Rolle fällt.“

Eine Möglichkeit zur öffentlichen Wiederannäherung gäbe es am 2. September. Dann steigt in der Allianz Arena das Abschiedsspiel von Oliver Kahn – und Rummenigge hat Ude dazu eingeladen. Aber wird der OB annehmen? Er selber sagte gestern: „Wenn ich in mein Büro zurückkehre, werden wie immer viele hundert Einladungen auf mich warten. Erst dann kann ich prüfen, welche ich annehmen kann.“ Nach den Erfahrungen der letzten Tage hätten die FCB-Bosse aber offenbar andere Probleme als ein gutes Verhältnis zur Stadt.

bw

Quelle: tz

Quelle: tz

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