Franz „Bulle“ Roth zum Ausraster von Robben

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Franz „Bulle“ Roth.

München - In der tz-Expertenkolumne erkärt der ehemalige Bayern-Spieler Franz „Bulle“ Roth seine Sicht auf das Gerangel zwischen Arjen Robben und Thomas Müller und warum man den Vorfall vergessen sollte.

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Robben: "Muss noch mal mit Müller reden"

Die kleine Attacke von Arjen Robben auf ­Thomas Müller sollte man am besten ganz schnell vergessen! Der FC Bayern hat im ­Moment andere Sorgen, die Mannschaft muss sich aufs Sportliche konzentrieren. Natürlich ist dann so ein Zwischenfall nicht gerade förderlich. Man weiß ja vieles nicht, was da so passiert. Und zu so einer Aktion gehören schließlich immer zwei Parteien, dazu gehören Worte und eine gewisse Spannung, die dann das Fass zum Überlaufen bringen. Ich kann nur hoffen, dass letztlich keine Gräben in der Mannschaft entstehen.

Hier geht Arjen Robben Thomas Müller an die Gurgel

Während des Spiels der Bayern bei Werder Bremen (3:1) kam es auf dem Platz zu einer Handgreiflichkeit zwischen Arjen Robben und Thomas Müller. © ap
Der deutsche Nationalspieler hatte Robben im Laufe des Spiels mehrfach Egoismus vorgeworfen ... © dapd
... und dies mit despektierlichen Gesten in Richtung des Niederländers untermalt. Dem Ausgleichstorschützen Robben ging das mächtig gegen den Strich. © ap
 Noch während des Spiels zog sich Robben die Handschuhe aus, schnappte sich den Youngster und ging ihm an die Gurgel. © Getty
Teamkollege Anatoli Timoschtschuk ging sofort dazwischen und "Opfer" Thomas Müller .... © Getty
... machte das einzig Richtige. Er ließ sich auf keine weiteren Sperenzchen ein ... © dapd
... und kehrte seinem Mitspieler den Rücken. © Getty
Nach dem Spiel versuchten alle Beteiligten, den Vorfall zu relativieren. Auch wenn Robben sagte: "Das Reden auf dem Platz ist immer gut, aber man sollte nicht mit den Händen reden." © dpa
Allerdings tat ja Robben genau das in der Aktion gegen Müller. © ap
Immerhin bewies der Niederländer, dass es auch anders geht: Verteidiger Holger Badstuber bekam nach dem Spiel einen aufmunternden Klapps. So richtig schien das dem 20-Jährigen aber auch nicht gefallen zu haben. © dapd

Und genau dafür sind die Spieler und der Trainer jetzt verantwortlich! Sie müssen sich aussprechen und vertragen! Eine Geldstrafe von Seiten des Vereins braucht es aber nicht. Wie ich hörte, wird es diese auch nicht geben. Und das liegt auch nicht an einem angeblichen Bonus für Robben, der ja nun mal so herausragend spielt und dem der FC Bayern viel zu verdanken hat. Er wird behandelt wie alle anderen auch. Sonst hätten sich ein Beckenbauer oder ein Gerd Müller früher ja jede Woche so etwas erlauben können. Dennoch möchte ich noch einmal klarstellen: Das war ein absolutes Fehlverhalten von Robben, der auch schon einmal im Training mit Philipp Lahm aneinandergeriet. So etwas darf ihm nicht passieren – nicht noch einmal! Auf der anderen Seite sollten sich seine Kameraden vielleicht auch etwas ruhiger verhalten auf dem Platz und ihm ein verlorenes Dribbling einfach mal verzeihen. Denn schließlich hat Robben diesen besonderen Instinkt, er ist ein Ausnahmefußballer. Er hat gezeigt, dass durch seine Fähigkeiten viel mehr möglich ist im Spiel der Bayern!

Quelle: tz

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