Nach seiner Ehrung

Ribéry-Prozess: Wiederaufnahme naht

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Franck Ribéry mit der Trophäe für Europas Fußballer des Jahres.

Monaco - Nach seinem persönlich wohl größten Moment als Fußballer verschwand König Franck durch den Hinterausgang. Schon einen Tag später dürfte seine Stimmung gesunken sein.

Nach seinem persönlich wohl größten Moment als Fußballer verschwand König Franck durch den Hinterausgang. Die wartende Weltpresse im Kellergang des Forum Grimaldi von Monaco ließ Ribéry verdutzt stehen wie sonst seine Gegenspieler nach einem famosen Dribbling. Europas Fußballer des Jahres 2013 hatte es eilig. Es wartete der Flieger nach Prag zum Supercup seines FC Bayern gegen den FC Chelsea. Wer etwas über den Gemütszustand des Franzosen wissen wollte, hatte vorher einfach nur genau hinschauen müssen. Zärtlich hatte Ribéry die Trophäe für den Besten des Kontinents im Arm gehalten. „Das ist ein großartiger Moment für mich“, sagte der Franzose.

Aber schon einen Tag später dürfte seine Stimmung gesunken sein. Der Prozess gegen ihn und seinen Nationalmannschaftskollegen Karim Benzema (Real Madrid) steht vor der Wiederaufnahme. Einer Meldung der Sportzeitung L’Equipe zufolge wurde der Einspruch von Ribérys Anwalt gegen die Verfassungsmäßigkeit des Verfahrens abgelehnt. Die Verhandlung soll wie geplant am 20. Januar 2014 in Paris fortgesetzt werden. Ribéry und Benzema wird Sex mit einer minderjährigen Prostituierten vorgeworfen.

Rybérys fußballerische Darbietungen in diesem Jahr waren allerdings ohne Fehl und Tadel. Das hob auch UEFA-Präsident Michel Platini hervor. Und dass die Wahl auf seinen Landsmann fiel, hat Platini überhaupt nicht überrascht. „Ich denke, es ist logisch, dass ein Spieler der Bayern ausgezeichnet wurde“, sagte der Franzose am Freitag. „Sie haben eine großartige Saison gespielt. Das Abstimmungsergebnis war ja auch deutlich.“ Ribéry hatte sich mit 36 Stimmen vor Lionel Messi Cristiano Ronaldo durchgesetzt.

Am besten charakterisierte die Lobeshymne von Extrainer Jupp Heynckes die Entwicklung Ribérys in der vergangenen Saison. „In dieser Zeit hast du dich als Mensch und vor allem als Berufsfußballer enorm weiterentwickelt. Du hast dich wahnsinnig professionell verhalten“, schrieb Heynckes in einem Beitrag für kicker.de an den Franzosen. „Über den Erfolg des Kollektivs hast du diesen persönlichen Triumph erreicht, für deine uneigennützige Einstellung bist du belohnt worden.“

tz

Quelle: tz

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