Französische Liga hilft Bayern-Gegner OM

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Mathieu Valbuena von Olympique Marseille

Paris - Die französische Fußball-Liga lässt offenbar nichts unversucht, um FC-Bayern-Gegner Olympique Marseille beim Versuch, ins Champions-League-Halbfinale einzuziehen, zu unterstützen.

Die Ligue 1 verlegte am Donnerstag das Punktspiel von Olympique gegen den SC Montpellier vom 31. März auf den 11. April, sodass sich der neunmalige französische Meister in Ruhe auf das Viertelfinal-Rückspiel am 3. April in München vorbereiten kann. Das Hinspiel findet am 28. März in Marseille statt.

Ein Ex-Roter im Team: Bayern-Gegner Olympique im Porträt

Ein Ex-Roter im Team: Bayern-Gegner Olympique im Porträt

Für Franck Ribéry kommt es im Champions-League-Viertelfinale zu einem wohl emotionalen Duell mit seinem Ex-Club, für den er vor dem Wechsel zum FC Bayern von 2005 bis 2007 spielte. © dapd
Olympique Marseille hat die Champions League schon einmal gewonnen, 1993 - in München (1:0 gegen den AC Mailand). Bei OM spielte damals Rudi Völler. © dapd
An diesem Sieg haftet allerdings ein Makel: Im Jahre 2006 gestand der ehemalige Spieler Jean-Jacques Eydelie (Foto) der französischen Sportzeitung L'Equipe, dass mit Ausnahme von Völler alle Spieler für das Endspiel eine Injektion erhielten, deren Zusammensetzung nicht bekannt war. © dapd
Wegen des Skandals um den ehemaligen OM-Präsidenten Bernard Tapie (Foto), der vor einem Liga-Spiel gegen US Valenciennes Bestechungsgelder gezahlt hatte, wurde Marseille die französische Meisterschaft 1993 nachträglich aberkannt, darüber hinaus wurde der Verein 1994 in die 2. Liga zurückgestuft. Tapie wurde 1997 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. OM war fast am Ende, wegen hoher Schulden stand der Klub Mitte der 90er Jahre am Rande der finanziellen Pleite. © dapd
2010 gewann OM erstmals nach 17 Jahren wieder den Meistertitel (und durfte ihn auch behalten), in der vergangenen Saison gewann die Mannschaft, die seit 2009 vom französischen Weltmeister Didier Deschamps (Foto) trainiert wird, den Pokal, in der Meisterschaft reichte es immerhin zu Rang zwei. Derzeit steht OM in der Liga (Ligue 1) nur auf Rang acht. © dapd
Für das Viertelfinale qualifizierte sich der Klub, in der Vorrunde Gegner von Borussia Dortmund, durch ein 1:2 im Rückspiel bei Inter Mailand (Hinspiel 1:0). © dapd
Stars von Olympique sind der zwischenzeitlich verletzte Angreifer Loic Remy ... © dapd
... sowie die Brüder Jordan und Andre (unten) Ayew - sie sind die Söhne von Abedi Pele, der einst für 1860 München spielte. An Andre zeigte auch der FC Bayern schon Interesse. © dapd
Neben Völler trugen früher auch die Deutschen Karl-Heinz Förster, Klaus Allofs und Andreas Köpke (Foto) das Trikot von Marseille. © dapd
Franz Beckenbauer war dort nach dem Weltmeister-Titel mit Deutschland vorübergehend sportlicher und technischer Leiter (1990/91). Ihm zur Seite stand Holger Osieck als Trainer. © sampics
Seine Spiele trägt OM im Stade Velodrome (hier im Vorfeld eines Rugby-Matchs) aus, das allerdings seit dem Umbau zur WM 1998 keine Radrennbahn mehr hat. Wegen des neuerlichen Umbaus ist die Arena, größtes Stadion für Vereinsfußball in Frankreich, derzeit erneut eine Baustelle. © dapd
Zum Team von Trainer Didier Deschamps gehört auch der frühere Bayern-Amateur Alou Diarra. © dapd
Stenogramm: Olympique de Marseille (OM). - gegründet: 1899. - Vereinsfarben: Weiß-Blau. - Präsident: Vincent Labrune. - Trainer: Didier Deschamps (seit 2009). - Erfolge: Champions-League-Sieger 1993, Champions-League-Finalist 1991 (0:0, 3:5 i.E. gegen Roter Stern Belgrad), 9-mal französischer Meister (zuletzt 2010, Titel 1993 nachträglich aberkannt), 10-mal Vizemeister (zuletzt 2011), 10-mal französischer Pokalsieger (zuletzt 1989). © dapd

Die Entscheidung erfolgte auf Antrag von Olympique, ließ die LFP in einem Kommuniqué wissen. Ziel sei es, “dem Club von Marseille die besten Bedingungen für das doppelte Duell am Mittwoch, dem 28. März, sowie am Dienstag, dem 3. April gegen Bayern München zu ermöglichen“, so die Profiliga. Marseille vertrete die Interessen des französischen Fußballs, wurde betont. Das Hinspiel gegen die Bayern findet nächste Woche im Stade Vélodrome von Marseille statt.

Nach fünf Pleiten in Folge ist OM in der Ligue 1 auf Platz neun zurückgefallen. Die Krise der “Hellblauen“ wurde am Dienstag durch das Aus im französischen Pokal weiter verschärft. Die Profis von Trainer Didier Deschamps blamierten sich gegen den Drittligisten US Quevilly und verloren nach Verlängerung mit 2:3.

sid / dpa

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