Kovac baut auf die Doppelsechs

Goretzka und Kimmich sind Bayerns neues Spaßduo

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Gut drauf: Kimmich und Goretzka.

Aktuell sorgen Joshua Kimmich und Leon Goretzka beim FC Bayern für viel Freude. „Das ist eine Achse, die im Moment richtig Spaß macht“, lobt Trainer Niko Kovac. Auch abseits des Platzes kommt das Duo prima klar.

München - Unter Druck arbeitet es sich immer noch am besten. Im Fall von Niko Kovac dürfte der nach dem 3:3 gegen Düsseldorf, als ihn Uli Hoeneß erstmals in der Öffentlichkeit anzählte, am größten gewesen sein. Warum sein FC Bayern seitdem drei Dreier in Folge eingefahren hat? Weil sein Trainer drei Hebel betätigt hat, die seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur geführt und gleichzeitig seinen Posten gerettet haben: Das Einstellen der Rotation, härterer Umgang mit den Stars sowie ein taktischer Kniff, mit dem die Roten unter Jupp Heynckes vor fünf Jahren bereits das Triple geholt hatten.

Die Rede ist von der Doppelsechs. Zu Beginn seiner Zeit in München setzte der Kroate wie Pep Guardiola auf einen einzigen Aufbauspieler vor der Abwehr. Da der Rekordmeister jedoch immer wieder in Konter lief, baute Kovac wieder auf die Doppelsechs – und das mit Erfolg! Wie bereits unter Heynckes ist das Zentrum dichter besetzt, bei Gegenstößen besser abgesichert und seine Mannschaft somit sattelfester. Einzig Javi Martínez, der unter Don Jupp an der Seite von Bastian Schweinsteiger die Doppelsechs bildete, ist der Leidtragende – denn Kovac setzt auf zwei Junge.

„Wir kennen uns lange, es macht Spaß mit ihm“

Joshua Kimmich und Leon Goretzka heißt die Zentrale der Zukunft – ein Duo, das aktuell auch Niko Kovac große Freude bereitet. Kovac: „Beide haben sehr gutes Fußballverständnis und sehen gewisse Situationen. Sie verstehen sich auch abseits des Platzes, das ist auch sehr wichtig. Und sie sind auch in der Nationalmannschaft zusammen. Das ist eine Achse, die im Moment richtig Spaß macht.“ Sieht auch Kimmich selbst so: „Wir ergänzen uns da ganz gut auf der Position. Wir haben auch schon in der Jugend in der U 21 zusammengespielt. Wir kennen uns lange, es macht Spaß mit ihm.“

Und da es aktuell nicht nur großen Spaß macht, sondern auch die Resultate stimmen, dürfen es sich Kicker wie Javi Martínez, Renato Sanches oder Thiago erst mal auf der Ersatzbank bequem machen. „Das ist das, wo wir hinwollen. Das ist das, wo wir hin müssen“, meinte Kovac zu den jüngsten Siegen mit dem neuen System. Und weiter: „Bei Weihnachtsfeiern macht es keinen Spaß, wenn die Ergebnisse nicht stimmen.“

„Der Rhythmus ist da, die Jungs im Flow“

Mit einem 4-2-3-1 und ohne Rotation zum Erfolg, so sieht der Plan des Kroaten aus. Hinten sind Niklas Süle und Jerome Boateng in der Abwehrzentrale gesetzt, davor baut Kovac auf Kimmich und Goretzka, vorne darf Thomas Müller im Schatten von Robert Lewandowski wirbeln – und daran wird sich in nächster Zeit auch nur wenig ändern. Warum? „Weil wir die letzten Spiele gewonnen und gut gespielt haben“, so der 47 Jahre alte Cheftrainer klipp und klar. „Und zwar nicht nur nach vorne. Wir haben da etwas im System geändert, schon in Dortmund, was da gerade in der zweiten Halbzeit nicht ganz gegriffen hat. In den letzten Spielen aber schon. Der Rhythmus ist da, die Jungs im Flow.“ Und wie!

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Und: Nach Rotations-Stopp von Kovac - Bayern-Star schließt Wechsel nicht

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