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Hamann kritisiert DFB-Elf: „Thomas Müller fehlt der passende Anspielpartner“

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Von: Carolin Metz

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Thomas Müller beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn in der UEFA Nations League am 23.9. 2022
Fehlt Thomas Müller der passende Mitspieler bei der Nationalmannschaft? © IMAGO/Laci Perenyi

Die beiden letzten Länderspiele der Nationalmannschaft rufen die Zweifler auf den Plan. Experte Dietmar Hamann sieht die DFB-Elf schlecht aufgestellt – unter anderem fehle ein passender Mitspieler für Thomas Müller.

München – Es ist ungewohnt, dass im Herbst WM-Vorfreude aufkommt. Aber tatsächlich ist es bald soweit: Am 20. November startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Die Generalprobe für das Turnier ist bereits vorbei – leider liefen die beiden letzten Länderspiele für Thomas Müller und seine Team-Kollegen nicht gerade wie gewünscht. Mehr als eine 0:1 gegen Ungarn und ein 3:3 gegen England war nicht drin. Die schwankende Form der DFB-Elf ist das Thema der Stunde.

Auch Dietmar Hamann hat sich zu Wort gemeldet. Erfahrung bringt der ehemalige Profi mit: Er hat 59 Länderspiele für Deutschland absolviert und ist aktuell Experte bei Sky. Nach den letzten Auftritten der DFB-Elf zweifelt Hamann an deren Chancen: „Mit Blick auf die WM habe ich große Bedenken. Ich weiß nicht, ob unsere Spieler gut genug sind, um sich Chancen auf den Titel ausrechnen zu dürfen“, sagte er gegenüber dem Kicker.

Fehlt Thomas Müller ein Spieler wie Klose?

Hamann erkennt derzeit viele Probleme in der Nationalmannschaft. Vor allem für Bayern-Star Thomas Müller fehle ein passender Mitspieler: „Müller verstand sich gut mit einem Partner wie Klose oder Lewandowski, der ihm jetzt beim DFB fehlt. Mit Havertz ist er nicht abgestimmt, und Werner hat auf der großen Bühne das geforderte Niveau noch nicht nachgewiesen.“

Auch auf die derzeitige Pechsträhne des Bayern-Kaders geht der Fußball-Experte ein: „Aktuell habe ich nicht den Eindruck, dass da eine gefestigte Mannschaft auf dem Platz steht. Es fehlt die Führungsfigur, die schwächelnden Bayern können diese Rolle derzeit nicht übernehmen. Und ich glaube nicht, dass eine Hierarchie besteht.“

Müller orientiert sich an Real Madrid

Müller selbst kennt natürlich die Diskussionen, die gerade aufflammen. Anders als seine Mitspieler stellte er sich nach dem Spiel gegen England den Reportern am Spielfeldrand und versuchte, Gelassenheit auszustrahlen. Er empfahl als Vorbild für die Nationalmannschaft Real Madrid – denn die Spanier würden auch in Krisenzeiten den Glauben an sich selbst nicht verlieren. Der Weilheimer gestand aber vor einigen Tagen auch, dass er momentan eine schwierige Phase durchläuft. Nun stehen für ihn die nächsten Bundesliga-Spiele mit dem FC Bayern an. Ein Erfolg wäre bitter nötig und würde sowohl dem FC Bayern als auch der Nationalmannschaft wieder etwas Ruhe verschaffen.

Viel Zeit zur Neuorientierung bleibt nicht: Schon am 23. November findet das erste WM-Match gegen Japan statt. Die weiteren Spiele der DFB-Elf in der Vorrunden-Gruppe E gehen gegen Spanien (27. November) und Costa Rica (1. Dezember).  (cm)

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