Er übt aber auch Selbstkritik

BVB-Boss Watzke mit Prophezeiung, die FCB-Fans nicht gefallen wird

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Hans-Joachim Watzke.

Der FC Bayern München ist Meister, in der Champions League und im DFB-Pokal läuft alles nach Plan. Doch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke glaubt nicht an eine ewige Dominanz des Rekordmeisters.

München - Es ist mittlerweile die sechste Meisterschaft in Folge, der FC Bayern enteilte der Konkurrenz ein weiteres Mal - die Liga stolperte mehr schlecht als recht hinterher. Doch schenkt man BVB-Boss Hans-Joachim Watzke Glauben, dann sind die Verhältnisse in Deutschlands höchster Spielklasse keinesfalls in Stein gemeißelt.

Der Geschäftsführer der Schwarz-Gelben sieht auch in Zukunft weiter Chancen auf die Meisterschaft: „Auch die Bayern werden nicht immer alles richtig machen. Im Fußball gibt es immer mal wieder Umbrüche: Es wird nie so sein, dass ein Klub alles gewinnt“, so Watzke zum kicker. Die Meisterserie der Roten wird also nach „Aki“ früher oder später enden - eine Prophezeiung, die die Anhänger der Roten nicht freuen wird.

Watzke über TV-Geld: „Kann Bayern nicht bestrafen“

Dem Titel in der Bundesliga sprach er außerdem ein wenig die Bedeutung ab - zumindest als Fan gehe es nicht um das Titelrennen: „Wir wollen, dass die Leute gerne zum Fußball gehen. Als Fan ist mein Gefühl dem eigenen Verein gegenüber prägend - und das entsteht nicht durch die Teilnahme am Meisterschaftsrennen.“

Da der FC Bayern eben jenes Rennen wieder einmal für sich entschieden hat, geht damit auch eine stärkere Umverteilung der TV-Gelder zu Gunsten des Branchen-Primus‘ einher. Dafür hat der BVB-Boss aber Verständnis: „Man kann Bayern München nicht dafür bestrafen, dass sie seit 40, 50 Jahren erstklassige Arbeit leisten. Wir haben die sozialverträglichste Verteilung überhaupt in Europa.“

„Wenn wir es nicht versaut hätten ...“

Selbstkritik übt der BVB-Boss dann schlussendlich auch noch. Bezüglich des Abschneidens deutscher Klubs im Europapokal macht sich Watzke damit einhergehend weniger Sorgen, als so mancher Experte: „Wenn wir es nicht versaut hätten, wäre international gesehen alles in Ordnung.“ 

Ungewohnt deutliche Worte des Geschäftsführers - so auch zur Regelung von 50+1: „Wo die Liga 2025 steht, das hängt nicht von 50+1 ab. Es gibt Klubs wie Real Madrid, Barcelona oder Bayern München, die funktionieren mit 50+1. Wer sich mal an einen Oligarchen verkauft hat, bleibt in dessen Hand.“

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sdm

Bayern-Fans träumen vom Triple:

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