Heldt stichelt gegen Luca Toni

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Ein robuster Spieler, der aber ziemlich schnell am Boden liegt. Das denkt VfB-Sportdirektor Horst Heldt über Luca Toni.

Stuttgart - Trainer Armin Veh hat dem zuletzt verletzten Nationalstürmer Mario Gomez noch keine Einsatzgarantie für das Spitzenspiel des VfB Stuttgart beim FC Bayern München und das Duell gegen Top-Torjäger Luca Toni gegeben.

“Es steht noch nicht fest, ob er von Anfang an spielt. Er ist aber auf jeden Fall dabei“, sagte der Coach des schwäbischen Fußball-Bundesligisten vor der Partie am Sonntag (17.00 Uhr). “Mario hat zwar keine Beschwerden mehr, er war aber bei nur zwei Trainingseinheiten dabei.“ Die Meisterschale kann der noch aktuelle Titelträger dem Tabellenführer nicht gleich mitbringen. “Die ist schon bei der DFL“, sagte Sportdirektor Horst Heldt am Freitag.

Gomez hatte sich am 30. März beim 0:0 in Hannover einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Ob er ein ganzes Spiel durchsteht, kann er selbst noch nicht einschätzen. “Wenn ich gleich das 1:0 schieße, dann reicht die Kraft“, meinte er in den “Stuttgarter Nachrichten“. Der Angreifer habe im Training einen sehr guten Eindruck gemacht, so Veh, “aber ein Spieler, der fast vier Wochen weg ist, kann trotz seiner Wichtigkeit auch mal draußen sitzen.“

Heldt warnte zudem davor, zu große Erwartungen an den erfolgreichsten VfB-Torschützen zu stellen. “Man sollte nicht zu viel von ihm verlangen, er hat dreieinhalb Wochen nicht trainiert“, sagte er. “Es ist aber eine Wohltat, dass wir wieder einen gesunden Mario Gomez haben.“ Ein gesundheitliches Risiko ist nach Angaben Vehs der Einsatz von Gomez nicht.

In München steht auch das Duell zwischen den beiden bisher erfolgreichsten Bundesliga-Torjägern an: Der Italiener Luca Toni hat in 27 Spielen 20 Tore erzielt, der Deutsch-Spanier Gomez in 20 Begegnungen 15 Treffer. “Er ist zwar ziemlich groß und hat einen robusten Körper. Aber komischerweise fällt er auch ziemlich schnell“, sagte Heldt über den 30 Jahre alten Toni. Auf die Frage, ob es ihn wundere, dass der FC Bayern kein taktisches Störmanöver gestartet habe, indem er sein Interesse an Gomez angemeldet habe, meinte der Ex-Profi grinsend: “Heute ist das Fax reingekommen.“

Gomez und Toni kann man nach Ansicht Vehs “überhaupt nicht miteinander vergleichen - weil es von der Spielweise her und vom Alter Unterschiede gibt“. Vergleichbar sei bei den beiden allerdings ihre Bedeutung für die Mannschaft. Der VfB-Trainer räumte ein, dass er Toni diese Leistungsexplosion bei den Bayern nicht zugetraut habe: “Ich hab' ihn vor der Saison nicht so stark eingeschätzt. Ich bin schon etwas überrascht, dass er so gut ist.“

Die Bewachung des Starstürmers wird nach dem Ausfall von Abwehrchef Fernando Meira (Schultereckgelenksprengung) in erster Linie Serdar Tasci übernehmen, der sich diese Woche allerdings mit einer Erkältung herumplagte: “Er wird nicht 100 Prozent fit sein. Aber er hat schon öfter gezeigt, dass er mit wenig Training gut spielen kann“, erklärte Veh. Der 47-Jährige muss sich nicht nur auf Kapitän Meira, sondern auch auf die Mittelfeldspieler Thomas Hitzlsperger (Fleischwunde) und Sami Khedira verzichten.

Unterdessen wurde bekannt, dass der FC Bayern im Falle eines vorzeitigen Titelgewinns die Meisterschale noch nicht überreicht bekommen. Christian Pfennig, Sprecher der Deutschen Fußball-Liga (DFL), erklärte am Freitag auf Nachfrage der dpa: “Die Schale wird am Wochenende definitiv nicht übergeben werden.“ Bei einer Niederlage von Werder Bremen in Karlsruhe sowie einem Punktverlust des FC Schalke 04 beim Hamburger SV könnte sich der FC Bayern mit einem Sieg über Stuttgart vorzeitig den Titel sichern.

Quelle: DPA

Quelle: tz

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