Hitzfeld: Unterschätzt Anti-Neuer-Fans nicht

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Ottmar Hitzfeld traut Kraft dauerhaft den Platz im Bayern-Tor zu

München - Ein meinungsstarker Teil der Bayern-Fans macht mobil - gegen Manuel Neuer und für Thomas Kraft. Die tz fragte Ottmar Hitzfeld nach seiner Einschätzung in der Torwart-Frage.

Ottmar Hitzfelds Trainerkarriere in Bildern

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Sehen Sie hier die besten Bilder aus der Trainerkarriere des Weltpokalsiegers 2001 - Champions-League-Siegers 1997, 2001 - Deutschen Meister von 1995, 1996, 1999, 2000, 2001, 2003, 2008 - DFB-Pokalsieger 2000, 2003, 2008 - Ligapokalsieger 1998, 1999, 2000, 2007 - Schweizer Meisters 1990, 1991 - Schweizer Pokalsieger 1985, 1989, 1990 - DFB-Supercupsieger 1995, 1996 und Schweizer Supercupsieger 1989. © dpa
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Nachdem er für den VfB Stuttgart in den 70er Jahren 22 Bundesliga-Spiele absolviert hatte, übte sich Hitzeld zunächst in der Schweiz als Trainer, um dann 1991 in die Bundesliga zu Borussia Dortmund zu wechseln. © dpa
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Bei der Borussia prägte er eine Ära. Bis 1997 verwandelte er die Schwarz-Gelben von einer mittelmäßigen Bundesliga-Mannschaft in ein europäisches Top-Team. Nach den beiden Deutschen Meisterschaften 1995 und 1996 folgte 1997 der ganz große Streich: Der Gewinn der Champions League (3:1 gegen Juventus Turin), und das ausgerechnet im Münchner Olympiastadion. © dpa
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Dort sollte Hitzfeld in den kommenden Jahren noch viele weitere Erfolge feiern. Doch zunächst zog er sich bei Borussia Dortmund in die zweite Reihe zurück und fungierte ein Jahr lang als Berater. © dpa
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1998 war Hitzfelds Zeit bei Borussia Dortmund abgelaufen. Die Bayern sicherten sich die Dienste des Erfolgstrainers - wohl eine der besten Entscheidungen der Vereinsgeschichte. © dpa
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Hitzfeld brauchte weder lange, um sich vom Dortmunder DAB-Pils auf Münchner Weißbier umzustellen, noch um die erfolgsorientierte Vereinsphilosophie der Bayern zu verinnerlichen. © dpa
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Dazu gab's noch ein paar ins Ohr geflüsterte Tipps von Kaiser Franz - da konnte ja gar nichts schiefegehen. © dpa
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Aus Dortmund brachte Hitzfeld auch seinen treuen Assistenten Michael Henke mit, der ihm in den folgenden Jahren zuverlässig zur Seite stehen sollte. © dpa
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Hitzfelds natürliche Autorität vereinfachte ihm auch die Arbeit mit Charakterköpfen wie Lothar Matthäus oder auch Stefan Effenberg und Oliver Kahn. © dpa
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Bereits im ersten Jahr begann Hitzfeld mit seiner beeindruckenden Titelsammlung bei den Bayern: Die Deutsche Meisterschaft wurde souverän mit 15 Punkten Vorsprung gewonnen. © dpa
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Doch bereits in seiner ersten Saison gab es auch einen absoluten Tiefschlag: Die legendäre 1:2-Niederlage im Champions-League-Finale 1999 gegen Manchester United. Doch der Frust ging vorüber - und der Bayern-Coach gestärkt aus der Pleite hervor. © dpa
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Was man am besten tut, um schmerzliche Niederlagen zu vergessen? Genau, einfach weitere Titel gewinnen. So geschehen im Jahr 2000 mit dem dramatischen Schlussspurt im Kampf umd ie Deutsche Meisterschaft, als Bayer Leverkusen am letzten Spieltag noch abgefangen wurde. © dpa
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Hitzfeld beim Abschiedsspiel von Lothar Matthäus im Jahr 2000. © dpa
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Auf die faule Haut legen, das gibt es bei Ottmar Hitzfeld nicht. Der Asket gibt für den Erfolg Alles. Wenn es bei den Bayern mal nicht so gut lief, war das Hitzfeld immer sofort anzusehen. Doch dieses graue, fahle Gesicht trat insgesamt nur selten zum Vorschein. Vor allem nicht... © dpa
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In diesem wunderbaren Jahr 2001, als die Bayern nahezu alles gewannen, was es zu gewinnen gab. Zunächst diese verrückte Deutsche Meisterschaft, als Patrick Anderssons 1:1-Ausgleichstreffer gegen den HSV in der Nachspielzeit den an Schalke verloren geglaubten Titel doch noch möglich machte. Wer erinnert sich dabei nicht an Hitzfelds ausgelassenen Jubel an der Seitenlinie? © dpa
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Vier Tage später dann der ganz große Coup: Der Champions-League-Sieg in Mailand gegen den FC Valencia. © dpa
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Hitzfeld gewann zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren die Champions League - und wurde bei der Rückkehr nach München von den Fans minutenlang mit Sprechchören gefeiert. © dpa
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Das Jahr 2001 endete, wie sollte es anders sein, ebenfalls mit einem Titelgewinn: In Tokio sicherten sich Hitzfelds Bayern zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Weltpokal. © dpa
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Im Jahr drauf gab's für einen sich im Umbruch befindenden FC Bayern dann nicht viel mehr als ein Glas Weißbier beim offiziellen Presse-Termin. Der erfolgsverwöhnte Ottmar Hitzfeld musste am Saisonende mit Platz 3 Vorlieb nehmen. © dpa
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Das Ende einer Ära war aber noch immer nicht erreicht. Hitzfeld schaffte es, die Kräfte zu bündeln und führte einen runderneuerten FC Bayern 2003 zum Gewinn der 18. Deutschen Meisterschaft. Hitzfeld hatte seine Arbeit getan und das sportliche Feld bereitet, er selbst war aber 2004 nach sechs Jahren FC Bayern auf absolutem Top-Niveau ausgelaugt. © dpa
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Den Bayern-Fans fiel der Abschied ihres Helden im Sommer 2004 ebensowenig leicht... © dpa
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... wie Hitzfeld selbst. Gemeinsam mit Co-Trainer Michael Henke sagte Hitzfeld "Servus", und kaum ein Fan hielt es für möglich, dass es je ein Wiedersehen mit ihm auf der Trainerbank der Bayern geben würde. © dpa
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"Ich möchte gesund aufhören", sagte Hitzfeld damals, als ihm die Strapazen des Jobs deutlich ins Gesicht geschrieben standen. © dpa
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Hitzfeld tauschte die Trainingsplatz mit dem Fernsehstudio und arbeitete fortan für "Premiere" als ausgezeichneter Analytiker und Experte. © dpa
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Im Februar 2007 dann das sensationelle Comeback: Nach Felix Magaths Entlassung zauberte Uli Hoeneß plötzlich den Magath-Vorgänger als dessen Nachfolger aus dem Hut. © dpa
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Der Überraschungseffekt verpuffte jedoch gleich im ersten Spiel, als die Bayern beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 untergingen. © dpa
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Hitzfeld konnte das Ruder in der kurzen Zeit bis Saisonende nicht mehr umreißen, und so landeten die Bayern fernab der Champions-League-Qualifikation auf einem enttäuschenden 4. Platz. © dpa
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Im Winter 2007 gab Hitzfeld dann seinen endgültigen Abschied von den Bayern und vom Vereinsfußball bekannt. © dpa
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Hitzfeld unterzeichnete einen ab Sommer 2008 gültigen Vertrag als Schweizer Nationaltrainer. Ziel: Die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. © dpa
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Es folgte ein halbes Jahr voller Glanz und Gloria, in dem Hitzfeld seine famos aufspielenden Bayern noch einmal zum Double-Gewinn führte. Es folgte der 17. Mai 2008, 34. Spieltag der 45. Bundesliga-Saison und wohl einer der emotionalsten Momente, den die Allianz Arena in ihrer jungen Geschichte erlebte hat: Hitzfelds zweiter und endgültiger Abschied vom FC Bayern. © dpa
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Ergreifende Szenen spielten sich ab. Hitzfeld konnte seine Tränen unter minutenlangen Standing-Ovations nicht zurückhalten und berührte damit sogar Nicht-Bayern-Fans. "Das waren Tränen des Glücks" kommentierte der Umjubelte damals. © dpa
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“Fußball ist mein Leben, meine Leidenschaft, ich habe ihm viel zu verdanken“, sagt Hitzfeld. Ruhm, Ansehen, Freundschaften und sagenhafte 25 Titel als Trainer. © dpa
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Ein letzter Gruß in die Bayern-Kurve... © dpa
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... ein letzter Handschlag mit Keeper Oliver Kahn... © dpa
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... ein letztes Mal posieren mit den Pokalen... © dpa
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... ein letztes Mal mit dem Autokorso durch München, dann war Hitzfelds Trainer-Karriere bei den Bayern endgültig zu Ende. Seine Bilanz: fünf Meisterschaften, drei DFB-Pokalsiege sowie 2001 der Gewinn von Champions League und Weltpokal. © dpa
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Seit Sommer 2008 lebt Hitzfeld wieder in seiner Heimatstadt Lörrach nahe der Schweizer Grenze und steht der Schweizer "Nati" als Coach vor. Viel ruhiger ist Hitzfelds Leben aber dennoch nicht geworden: Werbepartner, Fernseh-Experte bei “Premiere“, Vorträge, sein Terminkalender ist weiterhin gut gefüllt - neben den 10 bis 15 Länderspielen im Jahr. Dieses Jahr ist Hitzfeld 60 Jahre alt geworden. Und noch immer nicht aus dem Fußballzirkus wegzudenken. © dpa

Lobende Worte, die vor allem einige der hartgesottenen Bayern-Fans sehr gern hören. Sie wollen mit aller Macht verhindern, dass der Ur-Schalker Neuer bald Lederhosen trägt. Wie die tz erfuhr, sollen auch am Mittwoch wieder Anti-Neuer-Plakate ausgerollt werden. Im Forum der Schickeria, Bayerns Ultras, war wenige Tage nach dem letzten Auftritt der Schalker in München zu lesen:

So einer im Tor des FC Bayern? Das passt nicht! Lieber ’nen x-beliebigen Söldner bzw. Nomaden aus dem Wanderzirkus Fußball, als ausgerechnet ’nen Schalker „Ultra“! Am Liebsten jedoch unsere eigene NachwuchsKRAFT. Einen mit der Vita von Neuer wollen wir nicht in unserem Kasten!

Viele Anhänger sind der Ansicht, Manuel Neuer würde die Allianz Arena bald lieber blau leuchten sehen – königsblau! Sie bezweifeln, dass er sich im Falle eines Wechsels genauso mit dem FC Bayern identifizieren könne, wie die Fans es erwarten. Ein weiterer Auszug aus dem Forum:

Manuel Neuer wuchs nicht nur in den Jugendabteilungen des FC Schalke auf, sondern auch in der Schalker Nordkurve! (…) Dorthin pflegt er noch immer beste(!) Beziehungen – nicht nur an Spieltagen! Und nicht nur zu irgendwem im Stadion oder seinen Gelsenkirchener Nachbarn – sondern besonders innig auch zur Fanszene, sowie zu ihrem organisierten Teil, den Ultras.

Die Fans machen mobil – zumindest ein meinungsstarker Teil. Die Frage ist, ob trotz des Gegenwinds von der eigenen Tribüne ein Transfer dennoch problemlos möglich wäre? Ottmar Hitzfeld meint: „Die Stimmung der Fans sollte man nicht unterschätzen. Aber der Verein muss dennoch selbstständig handeln können. Er ist verantwortlich dafür, dass es in Zukunft läuft!“

mic

Exklusive Einblicke : tz-Besuch bei Bayern-Zeugwart Sepp Schmid

Besuch beim Zeugwart des FC Bayern
In diese Räumlichkeiten dürfen eigentlich nur die Bayern-Angestellten rein. © sampics
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Doch für die tz wurde eine Ausnahme gemacht. © sampics
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Josef „Sepp“ Schmid ist der Hüter dieser Hallen. © sampics
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Er ist morgens der Erste hier. © sampics
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Sein Arbeitstag beginnt um 4:30 Uhr. © sampics
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Für tz-Reporter Jan Janssen war also frühes Aufstehen angesagt. © sampics
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Aber derart intime Einblicke ... © sampics
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... in den Kabinentrakt des Rekordmeisters ... © sampics
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... erhält man nun mal selten. © sampics
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Die tz freut sich, dass eine Ausnahme gemacht wurde. © sampics
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Der 85-Jährige ist für die Ausrüstung des FC Bayern zuständig. © sampics
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Er ist für auch die Schuhe zuständig. © sampics
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Auch wenn er das Putzen inzwischen aufgegeben hat. © sampics
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Durch diesen Schuhschacht kommen nach dem Training die schmutzigen Treter geflogen. © sampics
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Schmids wichtigste Aufgabe: Das Beflocken der Trikots. © sampics
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Da muss jeder Handgriff sitzen. © sampics
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Nicht dass womöglich ein falscher oder ein falsch geschriebener Name auf den Jerseys steht. © sampics
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Aber Sepp Schmid versteht seinen Job. © sampics
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Er ist nicht irgendein Zeugwart. © sampics
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Sondern ein echtes Bayern-Urgestein. © sampics
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„Sepp“ macht den Job seit fast 40 Jahren © sampics
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Schuheputzen ist keine leichte Aufgabe. © sampics
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Die Feinheiten lernt auch tz-Reporter Jan Janssen bei seinem Besuch kennen. © sampics
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Die Stars wollen‘s sauber haben. © sampics
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Reichlich Kleidung für viele Spiele. Wenn es bei einem Zweikampf zu ruppig zugeht und ein Trikot zerreißt, ist zum Glück Ersatz parat. © sampics
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Das gilt natürlich auch für die Schuhe. © sampics
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Beim tz-Besuch kommt Josef Schmid ins Erzählen. © sampics
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„Als ich am 20. Dezember 1970 als Hausmeister beim FC Bayern anfing, sagte man mir, ich solle um halb fünf in der Früh anfangen.“ © sampics
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„Seitdem mache ich das so.“ © sampics
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Jung-Profis wundern sich vielleicht, wie ihre Trikots und Schuhe jeden Tag frisch geputzt in der Kabine warten. © sampics
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Doch dann lernen sie „Sepp“ kennen. © sampics
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Und wissen, dass nicht nur harte Arbeit ... © sampics
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... hinter der Spielkleidung steckt. © sampics
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Sondern auch ein äußerst sympathisches „Bayern-Original“ © sampics
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Anfangs als Hausmeister für das gesamte Gelände eingestellt, wandelte sich sein Job im Laufe der Jahre in Richtung Zeugwart. © sampics
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Schmid reiste mit der Mannschaft durch Europa, war bei vielen Titelfeiern dabei. © sampics
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„Einmal hat die Mannschaft den DFB-Pokal auf dem Rathaus-Balkon vergessen.“ © sampics
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„Da hab ich mir den unter den Arm geklemmt und ihn in Sicherheit gebracht.“ © sampics
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Sepps Arbeitsgerät © sampics
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Jeden Tag kommt viel Arbeit auf die fleißigen Bayern-Angestellten zu - auch wenn Schmid nicht mehr selbst alles putzt © sampics
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Und natürlich trägt er die großen und schweren Kisten auch nicht mehr allein. © sampics
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Das würde von einem 85-Jährigen auch keiner erwarten. © sampics
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Und es sind wirklich VIELE Kisten. © sampics
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„Sepp“ ist die gute Seele des FC Bayern. © sampics
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Die Spieler scherzen gerne mit ihm. © sampics
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Das ist bei vielen Vereinen zwischen Zeugwart und Stars üblich. © sampics
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Bei einem Urgestein wie Sepp macht es den Spielern aber natürlich besonders Spaß. © sampics
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Es ist warm in den drei kleinen Räumen im Bayern-Keller. © sampics
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Ganz besonders im Sommer. © sampics
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Drei Waschmaschinen stehen dort, etliche Trockner. © sampics
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„Man kommt hier ganz schön ins Schwitzen, aber ich habe mich daran gewöhnt“ © sampics
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Im Laufe der Jahre ist sein Job zu einer Lebensaufgabe geworden. © sampics
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Schmid ohne Bayern – das geht nicht. © sampics
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Genauso wie umgekehrt. © sampics
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Drei Tage, nachdem er im Dezember 1970 seinen Dienst antrat, zog er mit seiner Frau in die Hausmeisterwohnung auf dem Gelände, wohnte dort fast 25 Jahre. © sampics
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Um 17 Uhr, wenn die Geschäftsstelle schloss, wurde der Bayern-Telefonanschluss in seine Wohnung umgeleitet. „Da riefen dann Manager aus ganz Europa an. Da habe ich natürlich den einen oder anderen Transfer mitbekommen – aber sofort wieder vergessen“, lacht Schmid. © sampics
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Den Namen „Badstuber“ (Trikot mit der 28) beflockt Sepp noch nicht allzu lange. Doch auch die jungen Spieler lernen ihn schnell kennen und schätzen. © sampics
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Hier gibt es immer was zu tun. © sampics
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Und täglich kommt neue Arbeit hinzu. © sampics
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Wo Fußball gespielt wird, da fallen dreckige Trikots an. © sampics
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Hier wird die schmutzige Wäsche gewaschen. © sampics
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Dank dem 85-Jährigen und seinen Kollegen haben die Spieler auch morgen noch saubere Schuhe und Trikots. © sampics
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Die tz freut sich, diese Einblicke hinter die Kulissen exklusiv bekommen zu haben. © sampics
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Vielen Dank und alles Gute, Sepp Schmid! © sampics

Quelle: tz

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