Hoeneß: "Das ist wichtig für Fußball-Deutschland!"

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Uli Hoeneß und Jürgen Klinsmann treten die Japan-Reise mit gemischten Gefühlen an.

Am Mittwoch geht für Jürgen Klinsmann die Sonne auf: Um 10.15 Uhr Ortszeit ist der Lufthansa-Sonderflug LH 714 in Tokio gelandet.

Am Donnerstag steht im Vorort Saitama, der jüngsten Millionenstadt Japans, gegen den aktuellen Klub von Gert Engels der Test gegen die Urawa Red Diamonds (12.15 Uhr, MESZ, N24 live) auf dem Programm. 10 000 Kilometer entfernt von der Heimat.

Nicht unbedingt das, was Klinsmann Spaß macht. „Dieses Spiel wurde ausgemacht, da war ich noch nicht da“, lächelt er süßsauer. „Das wird ein kleiner Schlauch, aber wir ziehen das durch.“ Immerhin stecken handfeste Interessen hinter dem 75-Stunden-Trip der 39-köpfigen Delegation. Der Name und die Marke FC Bayern wird in die Welt getragen – aber Manager Uli Hoeneß blickt auch über den bayrischen Tellerrand: „Das ist auch wichtig für Fußball-Deutschland – und wir sind nun mal das Flaggschiff. Wenn ein Aufsteiger oder ein Team aus dem Mittelfeld käme, könnte das auch kontraproduktiv sein.“

Auch fürs große Ganze nimmt der FCB also die Reise auf sich – und die wird auch sportlich anspruchsvoll. „Die Japaner sind mitten in der Saison und gut drauf. Der Termin so kurz vor Saisonstart ist vom Zeitpunkt her nicht ideal, aber er steht und wir stehen dazu“, sagt Klinsmann, der auf dem Hinflug 44 Jahre alt wurde.

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern © sampics
Franck Ribéry kickt mit Krücken, Poldi treibt Telefonscherze, und Klose hadert mit seiner Garderobe: Sehen Sie hier die besten Fotos vom Fototermin. © sampics
Der Fotografenandrang ist riesig. © dpa
Der alljährliche Fototermin des Rekordmeisters mit den neuen Trikots fand in einer Turnhalle auf dem Vereinsgelände an der Säbener Strasse statt. © dpa
"Moni? Ja, hier ist der Lukas. Wollt nur sagen: Dauert noch etwas. Und der Franck macht schon wieder Blödsinn" - Ob Poldi hier nach Haus' telefoniert? © dpa
Jürgen Klinsmann posiert mit dem Ball. © dpa
"Högschde Eisabahn, mir habat bald Training!" - Jürgen Klinsmann schaut auf die Uhr. © dpa
Die Mannschaft posiert bereitwillig für die Teamfotos - in allen drei Trikots. © dpa
Das Bayern-Team im Heimtrikot © sampics
Das Bayern-Team im Auswärtstrikot © sampics
Das Bayern-Team im umstrittenen Champions-League-Trikot, das in der "Löwen-Farbe" Blau gehalten ist. © sampics
Abseits der Kameras: Hans Jörg Butt, Thomas Kraft und Willy Sagnol (v.l.) legen ein Päuschen ein. © sampics
Poldi hingegen findet die Kameras äußerst interessant - und schaut bei einem Experten durch die Linse. © dpa
Seine Beine machen nach seinem Syndesmoseriss noch nicht so richtig mit, aber Franck Ribéry kann's auch mit der Krücke. © sampics
Jürgen Klinsmann sitzt für die Fotografen auf der Bank. © sampics
Franck Ribéry humpelt vor seinen Teamkollegen davon. © dpa
Turnhalle rauf, Turnhalle runter: Franck Ribéry übt sich im Krücken-Dauerlauf. © dpa
Spaß mit Fans: Tim Borowski, Miroslav Klose, Mark van Bommel, Daniel van Buyten und Franck Ribéry (v.l.) haben sich als Anhänger ihres eigenen Clubs verkleidet. © sampics
"Ey, Trainer!" - Franck Ribéry treibt Schabernack mit seinem neuen Chef. © dpa
"Bitte lächeln!" Das fiel Jürgen Klinsmann noch nie schwer. © dpa
Miroslav Kloses Blick sagt alles: So ganz ist er nicht überzeugt von seinem Outfit. © dpa
Ein gelangweilter Jürgen Klinsmann und sein gelangweilter Trainerstab © dpa
Poldi hebt ab! Und testet mal einen anderen Ball. © dpa
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Uli Hoeneß hat durchaus Verständnis, dass die strapaziöse Reise ohne die verletzten Toni, Ribéry, Borowski, Demichelis und Butt 18 Tage vor dem Bundesligastart nicht optimal in die Vorbereitung passt. „Das ist natürlich immer ein Spagat, aber deshalb haben wir es bewusst so kurz gemacht, dass wir hinfliegen, spielen und wieder zurückfliegen. Dann gibt es keinen großen Jetlag“, meinte der Manager, wies aber auch auf die Notwendigkeit hin: „Wenn wir die Reise nicht machen, wird es schwer, die Lücke zu internationalen Klubs aus Italien, Spanien und England zu schließen.“

Die Vereinbarung mit dem japanischen Spitzenclub sieht vor, dass die Bayern alle zwei Jahre dort antreten. Abgesehen vom finanziellen Wert dieser Reise und dem Merchandising-Effekt dient der Trip der Imagepflege. Selbst die Internetseite der Deutschen Botschaft in Japan macht mit den Bayern auf… „Nicht nur die Menschen in und um Tokio, sondern ganz Japan freut sich auf den Besuch des FC Bayern. Man hat dort denselben Stellenwert wie Milan oder Manchester United. Die Fans lieben den FC Bayern und freuen sich unglaublich auf dieses Spiel“, sagt der Kulturreferent im Japanischen Generalkonsulat von München, Suzuki, der tz. „Die Begeisterung ist ähnlich wie in den Achzigerjahren. Auch ich freue mich sehr auf dieses Spiel.“

Quelle: tz

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