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Hoeneß: Parallelen zwischen RB Leipzig und FC Bayern

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß. © mis

Dresden - Bayern-Präsident Uli Hoeneß sieht Ähnlichkeiten zwischen dem "Projekt" RB Leipzig des österreichischen Milliardärs Mateschitz und dem eigenen Klub. Worauf der Vereinsboss abzielt:

Nach Meinung von Uli Hoeneß spielen die Fans beim ehrgeizigen Projekt des aufstrebenden Fußball-Viertligisten RB Leipzig die tragende Rolle. „Entscheidend ist, ob es der Investor schafft, neben seinen wirtschaftlichen Interessen den Fans guten Fußball zu bieten. Der Zuschauer entscheidet letztendlich über Erfolg und Misserfolg“, sagte der Präsident des Rekordmeisters Bayern München der Sächsischen Zeitung.

Hoeneß zog Parallelen zum eigenen Klub. „Das ist wie beim Basketball-Projekt des FC Bayern: Wenn unsere Mitglieder eines Tages sagen, das interessiert uns nicht mehr, da gehen wir nicht hin, dann können wir einpacken“, sagte der Weltmeister von 1974 und meinte zu dem ehrgeizigen Zielen in Leipzig: „Das Modell RB Leipzig kann gutgehen, muss aber nicht. Wenn es funktioniert, ist es gut für den ganzen Fußball, nicht nur für den Osten.“

Uli Hoeneß: Seine explosivsten Attacken

Leipzigs milliardenschwerer Klubchef Dietrich Mateschitz will in der Messestadt mit aller Macht Bundesliga-Fußball etablieren und strebt mit RB Leipzig in die höchste Spielklasse. Zurzeit jedoch muss sich der Red-Bull-Chef noch mit der Regionalliga begnügen.

Hoeneß bedauerte, dass derzeit kein Verein aus den neuen Bundesländern in der Bundesliga vertreten ist. „Der Fußball ist ein durch und durch professionelles Geschäft, in der DDR war er sehr stark reglementiert“, sagte der 59-Jährige. Der FC Bayern habe immer versucht, den Ostklubs zu helfen und Benefizspiele bestritten, oder habe den Dresdener Alexander Zickler „für eine Wahnsinnssumme geholt“.

Als junger Spieler des FC Bayern stand Hoeneß der DDR skeptisch gegenüber. Auffällig sei gewesen, dass westeuropäische Mannschaften, egal ob sie aus England, Frankreich oder Italien kamen, in der DDR immer besonders schlecht spielten. „Deshalb gab es da die Vermutung, irgendetwas geht nicht mit rechten Dingen zu“, sagte Hoeneß. Die DDR sei ein Land gewesen, dass „wir nur schwer verstanden haben, weil wir nicht wussten, wie es funktioniert.“

sid

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