Lucio nach Eigentor frustriert: „Mir geht’s besch…“

„Ich mache es wieder gut“

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Am Boden zerstört: In St. Petersburg will sich Lucio revanchieren.

Ach Lucio, war das bitter. Es lief die 60. Minute im Uefa-Cup-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg. Bayern führte 1:0, hatte alles einigermaßen im Griff.

Und dann das: Lucio hält den Kopf in eine scharfe Flanke von Fayzulin – und köpft am staunenden und machtlosen Kahn vorbei ins lange Eck. Eigentor, Ausgleich, Totenstille.

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sagt schützend: „Er ist angeschossen worden, da kann er nichts dafür, das ist Pech.“ Doch der Unglücksrabe ist untröstlich und gesteht nach dem Spiel der tz: „Es war ein unheimlich schneller Ball. Als ich ihn entschärfen wollte, habe ich ihn schlecht getroffen und konnte nichts mehr machen. Mir geht’s jetzt natürlich beschissen. Das Eigentor macht mich sehr traurig.“

Ein 1:0 wäre ein richtig gutes Ergebnis gewesen. So müssen die Bayern in St. Petersburg eine Top-Leistung bringen, gewinnen oder ein hohes Unentschieden erreichen. Und dabei will Lucio helfen. Jetzt mehr denn je.

„Ich will es im Rückspiel wieder gutmachen. Wenn es geht, mit einem Tor. Wichtig ist das Weiterkommen und dafür haben wir genug Qualität“, sagt der Brasilianer. Schon direkt nach seinem Fauxpas versuchte Lucio alles, um seinen Fehler direkt wieder gutzumachen. Hinten war er nicht mehr zu halten. Jede Ecke, jeden Freistoß nutzte er, um ein Tor zu schießen. Und fast wäre es ihm gelungen.

In der 79. Minute legt Ribéry zurück und Lucio holt aus 16 Metern den Hammer raus, drischt den Ball auf’s Tor. Doch Malafeev kann seinen Gewalt-Schuss parieren (79.) „Dass sein Ball nicht reingegangen ist, das war Oberpech. Besser kann man ihn nicht schießen, aber besser halten auch nicht,“ stand Rummenigge weiter an Lucios Seite: „Ich hätte Lucio das Tor gewünscht. Er sitzt jetzt ganz traurig in der Kabine. Aber er ist alt genug, wird sich einmal schütteln, und dann weitermachen. Keiner hat ihm einen Vorwurf gemacht.“

Unmittelbar nachdem der Ball in Kahns Kasten einschlug, klatschte Mark van Bommel sekundenlang Beifall. Er ging sofort zum Abwehrchef und richtete ihn auf. Eine tolle Geste des Holländers. „Ich wollte ihn aufbauen. Das kann jedem passieren. Er hat bis dahin ein super Spiel gemacht. Es gibt keinen Grund zur Trauer.“

Auch wenn Lucio das anders sieht…

Quelle: tz

Quelle: tz

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