"Höchstwahrscheinlich wird er dabei sein"

40-Millionen-Mann Martinez vor Liga-Debüt

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Javi Martinez steht vor seinem Debüt im Trikot des FC Bayern.

München - Trainer Jupp Heynckes plant, den 40 Millionen Euro teuren Neuzugang Javier Martínez beim Heimspiel des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart zumindest auf die Ersatzbank zu setzen.

Jupp Heynckes wird Bayern Münchens neuem Millionen-Mann Javier Martínez zum 24. Geburtstag womöglich einen ersten Kurzeinsatz in der Fußball-Bundesliga schenken. Der spanische Nationalspieler soll an diesem Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel des deutschen Rekordmeisters gegen den VfB Stuttgart zumindest auf der Bank sitzen. „Höchstwahrscheinlich wird er dabei sein“, kündigte Heynckes vor dem nicht-öffentlichen Abschlusstraining am Samstag an.

Um den Integrationsprozess zu beschleunigen, soll Martínez möglichst von Anfang an nah an der Mannschaft sein. „Er muss sich akklimatisieren, die Abläufe kennenlernen“, betonte der Coach, der aber in der Startformation auf bewährtes Personal setzen will. „Ich möchte in erster Linie das Spiel gewinnen. Deswegen bin ich so fokussiert, die Mannschaft zu stellen, die mir im Moment die Garantien gibt, dass wir unser Spiel gewinnen können“, sagte Heynckes in einem Interview auf der Internetseite des FC Bayern.

Javi Martinez' erstes Training mit der Mannschaft

Javi Martinez trainierte am Freitag zum ersten Mal mit der Mannschaft © 
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Im Gegensatz zum 3:0-Auftaktsieg in Fürth dürfte damit wohl nur der wiedergenesene Franck Ribéry neu in die Startelf kommen. „Er hat die ganze Woche sehr gut trainiert“, äußerte Heynckes über den französischen Nationalspieler. Martínez hat dagegen erst zweimal mit seinen neuen Teamkollegen trainiert. Außerdem sei er in dieser Woche „sehr mit dem Transfer eingespannt“ gewesen, bemerkte Heynckes. Der neue Bundesliga-Star selbst brennt auf sein Bundesliga-Debüt: „Ich kann es kaum abwarten, sobald wie möglich auflaufen zu können“, hatte Martínez nach seinem schwierigen Wechsel von Athletic Bilbao erklärt.

Martinez mit Familie in München: Bilder von Pressekonferenz und Arena-Besichtigung

Nach zähem Ringen konnte der FC Bayern am Donnerstag, 30. August endlich seinen Wunschspieler Javi Martinez vorstellen. Nach der Pressekonferenz ging es für den Spanier in die Allianz Arena, wo er sich mit seinem neuen Heimstadion vertraut machte © M.I.S.
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Nach zähem Ringen konnte der FC Bayern am Donnerstag, 30. August endlich seinen Wunschspieler Javi Martinez vorstellen. Nach der Pressekonferenz ging es für den Spanier in die Allianz Arena, wo er sich mit seinem neuen Heimstadion vertraut machte © dpa
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Nach zähem Ringen konnte der FC Bayern am Donnerstag, 30. August endlich seinen Wunschspieler Javi Martinez vorstellen. Nach der Pressekonferenz ging es für den Spanier in die Allianz Arena, wo er sich mit seinem neuen Heimstadion vertraut machte © Getty
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Nach zähem Ringen konnte der FC Bayern am Donnerstag, 30. August endlich seinen Wunschspieler Javi Martinez vorstellen. Nach der Pressekonferenz ging es für den Spanier in die Allianz Arena, wo er sich mit seinem neuen Heimstadion vertraut machte © Getty
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Nach zähem Ringen konnte der FC Bayern am Donnerstag, 30. August endlich seinen Wunschspieler Javi Martinez vorstellen. Nach der Pressekonferenz ging es für den Spanier in die Allianz Arena, wo er sich mit seinem neuen Heimstadion vertraut machte © Getty
Nach zähem Ringen konnte der FC Bayern am Donnerstag, 30. August endlich seinen Wunschspieler Javi Martinez vorstellen. Nach der Pressekonferenz ging es für den Spanier in die Allianz Arena, wo er sich mit seinem neuen Heimstadion vertraut machte © Getty
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Auch Martinez' Familie war zugegen © M.I.S.
Auch Martinez' Familie war zugegen © M.I.S.
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Auch Martinez' Familie war zugegen © M.I.S.
Auch Martinez' Familie war zugegen © M.I.S.
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Die Bayern möchten gegen Stuttgart da anknüpfen, wo sie in Fürth aufgehört haben. „Wir wollen die nächsten drei Punkte einfahren, dann haben wir einen guten Start gehabt“, erklärte Kapitän Philipp Lahm, warnte aber auch: „Die Stuttgarter haben das erste Punktspiel unglücklich verloren. Sie haben gerade vorne gefährliche Spieler.“

Statt der Wunsch-Kombination Schweinsteiger/Martínez dürfte im defensiven Mittelfeld wiederum das Duo Toni Kroos und Luiz Gustavo beginnen. Einen Selbstläufer erwartet Nationaltorwart Manuel Neuer nicht: „Stuttgart ist eine gefährliche Mannschaft. Sie können jeden in der Bundesliga schlagen, wenn sie einen guten Tag haben.“

Martinez-Transfer: Das sagen Kroos, Lahm & Co.

Martin Bader (Sportvorstand 1. FC Nürnberg): „Das ist doppelt so viel Geld wie der Profi-Etat des 1. FC Nürnberg. Aber Bayern München hat sich das erarbeitet, da kann man nur gratulieren.“ © dpa/sid
Oliver Bierhoff (Teammanager der Nationalmannschaft): „Man hört nur Gutes über ihn. Ich finde es klasse, dass die Bayern mal nicht einen Ausläufer kaufen - was ja häufiger vorkam -, einen 30-Jährigen oder 32-Jährigen, der bei anderen Topvereinen nicht mehr gebraucht wird, sondern einen Spieler, der noch eine große Zukunft vor sich hat.“ © dpa/sid
Paul Breitner (Berater des FC Bayern): „Für mich ist mit Ausnahme von Messi, Xavi und Iniesta kein Spieler 40 Millionen wert. Aber: Er ist ein Spieler, den ich seit drei, vier Jahren sehr intensiv kenne. Und wenn ich hinter Xavi und Iniesta den Besten haben will, und der spielt eben in Bilbao, dann musst du zugreifen.“ © dpa/sid
Vicente del Bosque (spanischer Nationaltrainer): „Bayern wird viel Freude an ihm haben. Er ist ein Super-Spieler und großartiger Mensch. Er ist der geborene Anführer, ein kompletter Spieler. Er hat quasi das komplette Spielfeld im Auge. Da kann man Bayern nur gratulieren.“ © getty/sid
Wolfgang Holzhäuser (Geschäftsführer Bayer Leverkusen): „Ich habe das Gefühl, dass bei den Bayern die Nerven blank liegen. Sie versuchen, sich die Siegermentalität zurückzukaufen.“ © getty/sid
Oliver Kahn (Ehemaliger Bayern-Kapitän): „Er ist ein sehr variabler Spieler, der mir bislang aber nicht groß aufgefallen ist. Ich habe das Gefühl, dass Bayern sich besonders unter Druck gesetzt fühlt, groß anzugreifen, um die Jahre der zweiten Plätze vergessen zu machen.“ © getty/sid
Martin Kind (Präsident Hannover 96): „Bayern München ist die einzige internationale Marke der Bundesliga, und da müssen sie sich mit dem internationalen Transfermarkt messen. Da scheinen solche Preise normal zu sein.“ © getty/sid
Toni Kroos (Bayern-Profi): „Wenn man 40 Millionen Euro ausgibt, heißt das, dass das ein Top-Spieler sein soll. Und Top-Spieler können wir immer gut gebrauchen.“ © dpa/sid
Philipp Lahm (Bayern-Kapitän): „Er ist ein exzellenter Fußballer. Gute Spieler sind bei uns immer willkommen.“ © getty/sid
Udo Lattek (Früherer Bayern-Trainer): „Er weiß nicht, was auf ihn zukommt. Das ist ein großes Risiko. Man muss abwarten, wie die Mannschaft ihn annimmt, ob sie ihn akzeptiert. Der wird erst getestet, ob er wirklich was kann.“ © dpa/sid
Bernd Schuster (Früherer Trainer von Real Madrid): „Er ist ein Spieler, der bei Bayern ohne Probleme reinpasst und seinen Weg machen kann, aber mit der Last der 40 Millionen Euro muss man zurechtkommen. Diese Summe ist gnadenlos.“ © dpa/sid
Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): „Ich finde es gut, dass ein spanischer Nationalspieler in die Bundesliga kommt, das tut der Liga gut. 40 Millionen ist ein stolzer Preis, es gibt nicht viele Vereine, die sich das leisten können, aber die Bayern haben sich das hart erarbeitet.“ © dpa/sid
Michael Zorc (Manager Borussia Dortmund): „Mir steht es nicht zu, die Personalpolitik von Bayern München zu kommentieren. Es ist natürlich sehr viel Geld. Einen Transfer von 40 Millionen Euro zu Borussia Dortmund sehe ich nicht heute - und auch nicht in den nächsten Jahren.“ © dpa/sid
Fredi Bobic (Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart): "Für die Liga ist dieser Transfer sehr gut", sagte Bobic im Interview mit Sky Sport News HD: "Er ist ein sehr guter Spieler. Man wird sehen, was er in der Bundesliga reißen kann. Aber das ist ein Problem des FC Bayern und nicht des VfB Stuttgart" © dpa

VfB-Trainer Bruno Labbadia hatte gelassen auf die Verpflichtung von Martínez und dessen mögliches Mitwirken reagiert. „Es ist fast egal, wer bei Bayern aufläuft, die haben eine riesen Qualität“, sagte der Coach am Freitag. Sein Team werde sich nicht verstecken. „Wir werden uns sicherlich nicht hinten reinstellen“, kündigte Labbadia an. Personell ist der VfB gut aufgestellt, nur Ersatzmann Zdravko Kuzmanovic steht nach einem Muskelfaserriss nicht zur Verfügung.

Alle Infos zum Transfer von Javi Martinez erhalten Sie hier.

dpa

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