Neuer Berater für Weltmeister

Jetzt macht Jerome Boateng Ernst! Abschied vom FC Bayern? Pläne offenbar durchgesickert

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Wie geht es für Jerome Boateng (r.) weiter? Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2021. 

Jerome Boateng könnte schon im Winter nicht mehr für den FC Bayern spielen. Der neue Star-Berater des Abwehrspielers forciert einen Wechsel.

München - Als der Name Pini Zahavi Anfang 2018 in den heiligen Hallen des FC Bayern die Runde machte, wusste jeder, was wohl passieren sollte: Robert Lewandowski würde Ernst machen. 

Wer mit damals 29 Jahren seinen Berater wechselt und sich einem Mann wie Zahavi anschließt, hat einen Plan. Real Madrid hieß das erklärte Ziel, an dem Lewandowski nie ankam. Heute ist er bis 2023 an den FC Bayern gebunden. Ein Vertrag, den Zahavi aushandelte.

Beraterwechsel ziehen meist Schlagzeilen nach sich, denn Veränderung hat ja stets einen Grund. Im Fall Lewandowski hat sich das Blatt in den nun eineinhalb Jahren unter Zahavi geändert, er wurde nicht für teures Geld nach Madrid transferiert, hat aber dafür in München einen Kontrakt, von dem andere 31-Jährige im Weltfußball träumen. 

Jerome Boateng: Star-Berater soll Abgang vom FC Bayern forcieren

Auch dafür können Berater gut sein, wenngleich eine ähnliche Wendung bei Jerome Boateng eher nicht zu erwarten ist. Der Fall ist da anders zu betrachten.

In der Länderspielpause wurde bekannt, dass der Weltmeister von 2014 sich nach fünf Jahren Zusammenarbeit von Christian Nerlinger sowie dessen Beratungsagentur CN Sports getrennt hat und sich LIAN Sports unter Fali Ramadani anschließt. Die Agentur wirbt auf Instagram stolz mit dem neuen Klienten, Boateng ist ein großer Fang, auf und auch neben dem Platz. Er überstrahlt Spieler wie Luka Jovic, der mithilfe von LIAN Sports von Frankfurt zu Real Madrid wechselte. Und er will weg, relativ dringend.

Boateng ist einer, der an guten Tagen noch sehr gut Fußball spielen kann. Aber er ist auch einer, der polarisiert und sich nicht verbiegen lässt. Die Bayern hätten ihn daher schon vor zwei Jahren ziehen lassen. 

Jerome Boateng: Bayern-Bosse sauer über New-York-Trip

„Tapetenwechsel“, nannte Uli Hoeneß heuer seine Empfehlung, die Beziehung zu den Vereinsbossen ist seit Langem belastet. Dass Boateng in der Mannschaft nach wie vor ein gutes Standing hat und zuletzt aufgrund diverser Abwehr-Ausfälle stets in der Startelf stand, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC Bayern und der Innenverteidiger schon lange nicht mehr zusammenpassen. Der New-York-Trip in der Länderspielpause passt da bestens ins Bild.

Wenn andere Spieler sich in einer Partie gleich zwei Mal tunneln lassen – wie Boateng beim 1:2 gegen Hoffenheim –, wollen sie danach eher nicht negativ auffallen. Auch Boateng tat das in der Länderspielpause nicht, wenn er an der Säbener Straße trainierte. Er war motiviert, drehte nach dem Training noch Extra-Runden. 

Gestern fehlte er aus „privaten Gründen“, zwischendurch war er ein paar Tage nicht zugegen, weil es ihn nach New York zog. Wenn Rihanna zu einer Buchpräsentation lädt, kann man nicht absagen. Zumindest nicht, wenn man sich nicht nur als Leistungssportler, sondern auch als Marke sieht, eine Zeitschrift herausgibt und Brillen entwirft.

Jerome Boateng: Star-Berater will ihn in Spanien oder Italien unterbringen

Wäre Boateng auf dem Feld noch unantastbar, wäre die Situation eine andere. So aber ist ein Abschied spätestens im Sommer, also ein Jahr vor Vertragsende, so gut wie sicher. Es gilt auch nicht als ausgeschlossen, dass Boateng sich im Winter Interessenten anhört, Ramadani soll ihn genau damit gelockt haben. Nach gescheiterten Deals mit Paris (2018) und Juve (2019) soll der Weg nicht nach England, sondern nach Italien oder Spanien gehen.

Ramadani, gebürtiger Mazedonier, gilt als einer der einflussreichsten Berater der Branche, gut vernetzt, so wie unter anderem Nerlinger oder Toni-Kroos-Berater Volker Struth, den Boateng für den Paris-Wechsel hinzugezogen hatte. Sein Aufstieg jedoch ist nicht leicht nachzuvollziehen. Was man über ihn weiß: Dass er in Dokumenten von „Football Leaks“ auftaucht und auf Mallorca eine Villa, ein Boot und einen Aston Martin besitzt.

So etwas zieht in der Branche. Und die Bayern wissen seit dieser Woche: Boateng macht Ernst. Darf er gegen Augsburg trotzdem ran?

Sein Weltmeister-Kollege Mesut Özil sorgte währenddessen mit einem Interview für Aufsehen. In Sachen Transfers wird nicht nur über Boateng diskutiert: Auch zu Alexander Nübel gibt es neue Spekulationen. Außerdem hat ein ehemaliger Bayern-Star wohl ein exotisches Trainer-Angebot vorliegen

Hanna Raif, Manuel Bonke

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