Weltmeister an 0:1 beteiligt

„Das war Kreisklasse“ - Bayern-Star nach Gegentor gegen Bremen in der Kritik

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Vorbei an Boateng und dann ins Tor - Milot Rashica brachte Werder Bremen in München in Führung.

Jerome Boateng stand nach seiner Rotsperre gegen Werder Bremen wieder in der Startelf. Seine Rückkehr verlief allerdings nicht so wie vorgestellt.

  • Jérôme Boateng gibt beim FC Bayern wieder Gas.
  • Gegen Werder Bremen kehrte der 31.Jährige in die Startelf zurück.
  • Gegen die Hanseaten sah der Weltmeister allerdings nicht gut aus.

Update vom 14. Dezember: Am 15. Bundesligaspieltag steht der FC Bayern unter Druck. Nach zwei Niederlagen in Serie sind die Roten auf den siebten Platz abgerutscht. Gegen Werder Bremen wird vom amtierenden Double-Sieger daher zwingend ein Sieg erwartet. In der ersten Hälfte kassierte der FCB allerdings einen heftigen Nackenschlag - Milot Rashica zündete, mit dem Rücken zum Tor stehend, den Turbo und stürmte in Richtung Manuel Neuer. Jerome Boateng hätte den Kosovaren da noch stoppen können. 

Rashica legte sich den Ball allerdings am Weltmeister vorbei und feuerte die Kugel ins Tor zur Führung. In den sozialen Medien war der Schuldige für den Gegentreffer schnell ausgemacht - Jerome Boateng. Auf Twitter etwa kritisierten einige User das Defensivverhalten des 31-Jährigen, der bereits früh in der Partie mit der gelben Karte verwarnt wurde.

Vorbei an Boateng und dann ins Tor - Milot Rashica brachte Werder Bremen in München in Führung.

FC Bayern München - Werder Bremen: Boateng an Gegentreffer beteiligt - „Das war Kreisklasse“

Den Rashica-Schock konnte der FC Bayern in der Schlussphase der ersten Halbzeit durch einen furiosen Endspurt in ein 2:1 drehen - was nicht nur Jerome Boateng gefallen wird. Kann die Flick-Elf den Negativlauf stoppen? Der zweite Durchgang jetzt im Liveticker.

Alles in allem ein bitterer Nachmittag für Jerome Boateng. Nach der Pause ließ Hansi Flick den Innenverteidiger in der Kabine, ihn ersetzte Ivan Perisic

Jerome Boateng stellt sich komplett um - Jogi Löw reagiert sofort

München - Es sah plötzlich wieder so gut aus für Jérôme Boateng beim FC Bayern: Der Weltmeister machte fünf von sechs Spielen in Folge, spielte dreimal für den Rekordmeister in der Bundesliga durch.

FC Bayern: Jérôme Boateng ist noch gesperrt

Doch dann dieses aus Bayern-Sicht unglückliche 1:5 bei Eintracht Frankfurt. Nach nur zehn Minuten handelte sich der 31-jährige Routinier eine Rote Karte wegen einer Notbremse ein, schwächte damit sein Team. Und prompt war der Eindruck von seiner aufsteigenden Form dahin.

Bis zum 24. November ist Boateng noch gesperrt, also bis nach dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf. Während Kollegen wie Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Kingsley Coman - um nur vier zu nennen - zu den jeweiligen Nationalmannschaften gereist sind, trainiert der Abwehrmann unter Interimscoach Hansi Flick an der Säbener Straße.

FC Bayern: Stimmungsumschwung bei Jérôme Boateng

Und das, wie Fotos zeigen, bei bester Laune. Die Bild hat für den Stimmungsumschwung Gründe ausgemacht. Konkret: Der Innenverteidiger soll für einen Leistungsschub sein Leben umgekrempelt haben. 

Demnach soll sich Boateng mittlerweile glutenfrei ernähren, meist gebe es afrikanische Küche. Dazu trinke der Abwehrhüne viel Wasser und frisch gepresste Säfte, heißt es in dem Bericht weiter. 

Seine gute Stimmung dokumentierte ein Instagram-Post zu einem Treffen mit Franck Ribéry - der Ex-Bayer war zum Bundesliga-Topspiel gegen den BVB nach München gereist. Und traf einen fokussierten Boateng.

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King‘s back in his town

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Um seine Beweglichkeit zu fördern, mache er viel Yoga, berichtet die Bild, zudem trainiere er privat noch mehr im eigenen Fitnessraum. Ein Schwerpunkt: Die Schnellkraft, die bei ihm seit geraumer Zeit als vermeintliche Schwäche ausgemacht worden war. Alles für eine zweite Chance beim FC Bayern? Oder sogar einsensationelles Comeback Boatengs im DFB-Team?

Joachim Löw schwärmt wieder von Jérôme Boateng

Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich im Umfeld der EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland (Samstag, 20.45 Uhr, hier im Live-Ticker) und gegen Nordirland (Dienstag, 20.45 Uhr, hier im Live-Ticker) zumindest lobend über seinen einstigen Schützling, mit dem er 2014 in Brasilien die Weltmeisterschaft gewann.

„Jérôme ist ein großartiger Spieler, der für Deutschland immer alles gegeben und ganz viel für die Nationalmannschaft geleistet hat. Ich schätze ihn aber auch als großartigen Menschen. Wir hatten immer ein gutes Verhältnis“, sagte der Weltmeister-Coach der Bild: „Ich hoffe und wünsche ihm, dass er seine Stärken und Qualitäten für den FC Bayern einbringt. Mit Hansi hat er einen Trainer, der ihn sehr gut kennt.“ Bei der Nationalmannschaft hat Boateng aber wohl dennoch keine Chance - wie viele andere chancenlose Bundesligaspieler.

Weltmeister mit Deutschland: Jérôme Boateng (li.) und Joachim Löw.

Auch Hansi Flick macht Boateng Mut! Der Interimstrainer des Rekordmeisters wurde nach der 4:0-Gala gegen Borussia Dortmund von den Bayern-Profis unisono mit einer guten Menschenführung bedacht. 

Nationalspieler Leon Goretzka bescheinigte Flick zum Beispiel "eine hohe Empathie und ein gutes Fingerspitzengefühl, er sucht die Vier-Augen-Gespräche, die essenziell wichtig sind".

Video: Jerome Boateng kann Niklas Süle ersetzen

FC Bayern: Hansi Flick gibt Spielern viel Vertrauen

Und Thomas Müller, unter Ex-Trainer Niko Kovac nur zweite Wahl, meinte vielsagend: „Es ist natürlich immer schön, wenn ein Trainer auf einen setzt. Er hat mir das Vertrauen geschenkt.“ 

Vertrauen verspürt auch Boateng unter dem neuen alten Übungsleiter. Dass dessen ehemaliger Chef Löw ihn mit Blick auf die paneuropäische Fußball-EM 2020, bei der vier Spiele in München ausgetragen werden, wieder in der deutschen Nationalmannschaft einsetzt, gilt als unwahrscheinlich.

Jérôme Boateng: Dennoch Wechsel in die Premier League?

Gut möglich aber, dass seine Zeit beim FC Bayern in die nächste Runde geht. Zuletzt war von englischen Medien noch eifrig über einen Wechsel Boatengs im Winter in die Premier League spekuliert worden. 

Doch der Weltmeister hat den Konkurrenzkampf an der Säbener Straße offensichtlich wieder aufgenommen.

Unterdessen muss der FC Bayern einen Schreckmoment verkraften. Bei der Nationalmannschaft verletzte sich ein Bayern-Profi.

pm

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