Sky-Frauen im tz-Doppel-Interview

"Pep? Ein bisschen wie die Merkel des Fußballs"

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Jessica ­Kastrop (l.) mit ­„Anelka“ und Viola Weiss mit „Seppi“

München - Die tz traf die beiden ­Sky-Moderatorinnen Jessica Kastrop und Viola Weiss und ihre Lieblinge (stolze Vertreter der Rasse Kromfohrländer) zum Interview über Hunde, Fußball und Frauen.

Die beiden Sky-Moderatorinnen Jessica Kastrop u

Weiss (l.) und Kastrop im Gespräch mit tz-Redakteur Bernd Brudermanns

nd Viola Weiss stehen nicht nur für die attraktiven Seiten des Fußballs, beide haben noch eine Gemeinsamkeit: Sie sind nämlich häufig im englischen Garten unterwegs. Und das liegt daran, dass beide ganz große Hundeliebhaber sind. Und so joggt Jessica Kastrop (Buchautorin von „Liebe in Zeiten der Champions League“) dreimal die Woche zehn Kilometer mit ihrer „Anelka“. Viola Weiss (Sky Sport News HD) ist einmal die Woche als Ersatz-Hundemama unterwegs, diesmal mit „Seppi“.

Die tz traf die beiden ­Moderatorinnen und ihre Lieblinge (stolze Vertreter der Rasse Kromfohrländer) zum Fachgespräch über Hunde, Fußball und Frauen.

Frau Kastrop, Frau Weiss: Was macht das Leben mit Hund besonders?

Kastrop: Hunde sind einfach wahnsinnig sozialverträglich. Weil ich mit Anelka ja schon im Fernsehen aufgetreten bin, wird sie sogar erkannt – und sie freut sich auch.

Weiss: Hunde bereichern das Leben, sie wirken sozusagen ,entschleunigend‘. Weil ich mit Hunden aufgewachsen bin, weiß ich aber auch, dass ein Haustier unglaublich viel Verantwortung bedeutet. Aktuell kann ich aufgrund meiner beruflichen Situation leider keinen eigenen halten, deshalb betreiben wir im Freundeskreis ,Dog-­Sharing‘.

München hat eine neue Attraktion – Pep Guardiola. Wie finden Sie ihn?

Weiss: Er wirkt sympathisch und nahbar für Mannschaft und Fans. Er hat ein unglaublich souveränes Auftreten, wirkt sehr fokussiert, konzentriert sich aufs Wesentliche – ein bisschen wie die ,Angela Merkel des Fußballs‘.

Kastrop: Von der Souveränität auf jeden Fall, aber Pep Guardiola ist schon ein bisschen temperamentvoller als unsere Kanzlerin. Wir sollten ihm ein bisschen Zeit lassen. Aber Pep Guardiola weiß offenbar, was ihm guttut. Als seine Zeit in Barcelona zu Ende ging, da hat er gesagt: Ich tue mir und Euch nichts Gutes, wenn ich länger bleibe.

Netwoman, Wontorras Tochter und Frau Scharf: Heiße Sportreporterinnen

Frau Kastrop, Sie haben sich als eine der ersten Frauen im Männergeschäft Fernseh-Profifußball durchgesetzt. Werden Sie immer noch gefragt, wie Sie das geschafft haben?

Kastrop: Jede Woche, aber ich finde es nicht schlimm. Wenn ich gefragt werde: Wie sehen Sie das als Frau, dann sage ich immer: Wie soll ich es denn sonst sehen? Ich kenne doch den anderen Fall nicht. Wir sind keine Quotenfrauen, aber immer noch ein bisschen die Kanarien­vögel in einem Schwarm Spatzen. Trotzdem: Was Chancen für Frauen betrifft, hat Sky absolut eine Sonderstellung.

Und wie ist das bei Ihnen, Frau Weiss: Müssen Sie ständig beweisen, wie gut Sie sich im Fußball auskennen?

Weiss: Frauen dürfen sich in der Sportberichterstattung generell weniger Fehler erlauben und werden genauer beobachtet. Allerdings empfinde ich die Entwicklung in den letzten Jahren als überaus positiv.

Die Bundesliga-Saison steht an und an ihrem Ende als Krönung die WM. Haben Sie Tipps, wie Frauen und Männer harmonisch Fußball gucken können?

Kastrop: Frauen sollten sich ein bisschen mit der Materie beschäftigen und nicht sagen: Och, der ist aber süß. Und Männer sollten Frauen nicht ausschließen nach dem Motto: So, ab jetzt 90 Minuten Klappe halten.

Weiss: Ich empfehle die ,Kasper aus der Kiste’-Methode: Die ersten 20 Minuten schweigen, um dann im richtigen Moment mit Insider-Fachwissen zu glänzen.

Interview: Bernd Brudermanns

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