"Kicker"-Rangliste im Sommer

Sechs Bayern-Stars in "Weltklasse"-Kategorie

Neuer, Lahm, Kroos, Schweinsteiger, Müller
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Mit Manuel Neuer, Philipp Lahm, Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller sind hier fünf der sechs "Weltklasse"-Bayernspieler zu sehen.

München - Das Fachmagazin "Kicker" überprüft halbjährlich die Leistung der Bundesliga-Spieler. Im Sommer schafften sechs Bayern-Spieler das Prädikat "Weltklasse".

Sieben Spieler des FC Bayern wurden in Brasilien Weltmeister und, sechs Bayern-Stars haben es auch bei der halbjährlichen "Kicker"-Rangliste in die Weltklasse geschafft. Das Fachmagazin kürt alle sechs Monate die besten Spieler der Bundesliga. Mit Kapitän Philipp Lahm und Arjen Robben waren schon im Januar zwei der diesmaligen Bayern-Vertreter dabei. Franck Ribéry konnte seine starken Leistungen aus dem Vorjahr nicht konservieren und rangiert für den Kicker "nur" noch unter internationaler Klasse.

Aufgestiegen ist dagegen Manuel Neuer. Nicht unerwartet, schließlich war er auch für die Fifa der beste Torhüter der WM. "Der Ausputzer in höchster Not, der stets Anspielbare, der Initiator neuer Angriffe - so agierte er zumeist. Gegen Frankreich und Argentinien war seine Präsenz auf der Linie ebenso überragend", wird Neuer vom "Kicker" überschwänglich gelobt.

Auch Bastian Schweinsteiger hat es in die Kategorie "Weltklasse" geschafft. Zwar wurde der in der Rückrunde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, doch "bei der WM ging der 29-Jährige in den K.o.-Spielen mit unbändigem Willen und körperlicher Präsenz voran", schreibt das Magazin. Sinnbildlich dafür: Sein Weiterspielen im Finale trotz Cuts unter dem Auge und harten Einsteigens der Argentinier.

Ebenfalls neu im Kreis der "Kicker-Weltklasse": Thomas Müller. Wie schon bei der WM 2010 in Südafrika traf er fünf Mal und war für die gegnerischen Teams kaum zu stoppen. "Er hat gestochert, geschuftet und geschlenzt. Er ist gerannt, geschlittert und geschlichen", beschreibt der "Kicker" die Müller'schen Eigenschaften.

Und da wäre noch last but not least: Toni Kroos. Der jetzige Ex-Bayer stand während des Turniers in Brasilien ja noch bei den Roten unter Vertrag. "Bei der WM schlüpfte der Mittelfeldspieler in die erhoffte Rolle als Taktgeber und Führungsfigur", lobt der "Kicker". Kroos war einer DER Garanten für die Stabilität des Bayern- und auch des Deutschland-Spiels.

Rückblick: Die Double-Saison der Bayern

Nach der Triple-Saison unter Jupp Heynckes tritt Pep Guardiola das schwere Erbe beim FC Bayern an. Von dem spanischen Star-Trainer wird nichts Geringeres als die Verteidigung aller Titel erwartet. Keine leichte Aufgabe. © picture alliance / dpa
Damit dieses Vorhaben gelingt, braucht Guardiola Spieler, die seine Vorstellung von Fußball teilen. Mit dem Satz "Thiago oder nix" bewegt er die Bayern-Verantworlichen dazu, den 23-Jährigen Spanier vom FC Barcelona zu verpflichten. Ein gelungener Transfer, wie sich im Laufe der Saison herausstellt. © picture alliance / dpa
Und auch der erste Titel lässt nicht lange auf sich warten. Die Bayern starten mit einer Revanche für das verlorene "Finale dahoam" gegen den FC Chelsea in die Saison. Beim Supercup in Prag schlägt man die "Blues" nach Elfmeterschießen 5:4. © picture alliance / dpa
In der Bundesliga spielen die Bayern eine überragende Hinrunde. Ein Highlight war unter anderem der 3:0-Sieg in Dortmund, bei dem ausgerechnet Ex-Borusse Mario Götze das 1:0 erzielte. Insgesamt sicherte sich der FC Bayern mit sechzehn Siegen und einem Remis die Herbstmeisterschaft. © picture alliance / dpa
Auch die Champions-League-Gruppenphase bereitet den Münchnern keine großen Schwierigkeiten. Der 3:1-Auswärtssieg bei Manchester City ist der Beleg für das funktionierende Guardiola-System. Die Citizens haben dem Tiki-Taka der Bayern nichts entgegenzusetzen. Als Gruppensieger zieht der FCB souverän ins Achtelfinale ein. © picture alliance / dpa
Bevor sich die Guardiola-Elf in die Winterpause verabschiedet, steht die Club-WM in Marokko an. Mit Siegen über Guangzhou Evergrande FC und Raja Casablanca sichert sich der FC Bayern den Weltpokal. © picture alliance / dpa
Gut erholt präsentieren sich die Bayern in der Bundesliga-Rückrunde. Die Münchner eilen von Sieg zu Sieg und von Rekord zu Rekord. Das 3:1 gegen Hertha BSC Berlin am 27. Spieltag sichert dem FC Bayern die früheste Meisterschaft aller Zeiten. Bereits im März sind die Münchner für die Konkurrenz aus Dortmund und Gelsenkirchen nicht mehr einholbar. Das gab es noch nie in der Geschichte der Bundesliga. © picture alliance / dpa
Ein paar Wochen später unterliegen die Bayern mit einer B-Elf 0:1 gegen den FC Augsburg. Die erste Pleite nach 53 Spielen ohne Niederlage. Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder ein Spiel in der bundesliga verloren. Doch Rekorde spielen für Pep keine Rolle, die Meisterschaft ist für ihn entschieden. Deswegen schont er seine Stars und rotiert die Startelf regelmäßig durcheinander. © picture alliance / dpa
Zwei Wochen nach der gewonnenen Meisterschaft schaltet der FC Bayern im Viertelfinale der Champions League Manchester United aus. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt haben die Münchner den Rhythmus in der Bundesliga verloren. Auch gegen ManU liegt man 0:1 hinten, dreht die Partie aber durch das schnelle Ausgleichstor. © picture alliance / dpa
Der fehlende Rhythmus macht sich vor allem im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid bemerkbar. Die 0:4-Pleite vor heimischen Publikum ist der bitterste Moment der Saison. Der Traum als erste Mannschaft den Titel in der Königsklassezu verteidigen ist geplatzt. Und plötzlich steht Pep Guardiola und sein Spiel-System in der Kritik. © picture alliance / dpa
Doch die Bayern erholen sich von dem Schock, schlagen nach dem CL-Aus den HSV mit 4:1 und bringen die Bundesliga-Saison zu einem versöhnlichen Ende.  © picture alliance / dpa
Nach dem letzten Spiel (ein 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart) nimmt Bayern-Kapitän Philip Lahm die Meisterschale in Empfang. Die Freude über den "wichtigsten Titel" der Saison ist natürlich riesig. © picture alliance / dpa
Die traditionelle Bierdusche darf bei den Meisterfeierlichkeiten natürlich nicht fehlen. Daniel van Buyten weiht Pep Guardiola in diese Bayern-Tradition ein. © picture alliance / dpa
Eine Niederlage im Pokalfinale gegen den großen Konkurrenten Borussia Dortmund hätte den Bayern die Saison trotz des Meistertitels verdorben. Aber nicht mit Arjen Robben. Der Holländer erzielt in der Verlängerung das wichtige 1:0 für den FCB. Thomas Müller legt kurz vor Schluss das 2:0 nach. Dadurch feiern die Münchner das 10. Double der Vereinsgeschichte!  © picture alliance / dpa
Und Pep Guardiola krönt seine erste Spielzeit als Bayern-Coach mit dem vierten Titel. Kein Wunder, dass er von der kompletten Mannschaft ausgelassen gefeiert wird. © picture alliance / dpa

bix

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