Klinsi: Philosophie wichtiger als Transfers

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Jürgen Klinsmann vertraut seiner Mannschaft, auch ohne teure Neuzugänge.

Jürgen Klinsmann sieht im Gegensatz zur Clubführung des FC Bayern München keinen Wettbewerbsnachteil des deutschen Rekordmeisters im internationalen Vergleich durch geringere TV-Einnahmen.

“Ich akzeptiere das Argument der finanziellen Diskrepanz zu den Großen nicht“, sagte Klinsmann in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe). “Die Top-15-Vereine in Europa sind alle mit lauter Nationalspielern bestückt. Und letztlich ist die Atmosphäre, ist die Arbeitsphilosophie, die ein Verein entwickelt, wichtiger als ein Hundert-Millionen-Transfer. Inter Mailand hat in den letzten zehn Jahren immer fünfzig bis hundert Millionen in neue Spieler investiert - trotzdem hat die Chemie nie richtig gepasst.“

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern © sampics
Franck Ribéry kickt mit Krücken, Poldi treibt Telefonscherze, und Klose hadert mit seiner Garderobe: Sehen Sie hier die besten Fotos vom Fototermin. © sampics
Der Fotografenandrang ist riesig. © dpa
Der alljährliche Fototermin des Rekordmeisters mit den neuen Trikots fand in einer Turnhalle auf dem Vereinsgelände an der Säbener Strasse statt. © dpa
"Moni? Ja, hier ist der Lukas. Wollt nur sagen: Dauert noch etwas. Und der Franck macht schon wieder Blödsinn" - Ob Poldi hier nach Haus' telefoniert? © dpa
Jürgen Klinsmann posiert mit dem Ball. © dpa
"Högschde Eisabahn, mir habat bald Training!" - Jürgen Klinsmann schaut auf die Uhr. © dpa
Die Mannschaft posiert bereitwillig für die Teamfotos - in allen drei Trikots. © dpa
Das Bayern-Team im Heimtrikot © sampics
Das Bayern-Team im Auswärtstrikot © sampics
Das Bayern-Team im umstrittenen Champions-League-Trikot, das in der "Löwen-Farbe" Blau gehalten ist. © sampics
Abseits der Kameras: Hans Jörg Butt, Thomas Kraft und Willy Sagnol (v.l.) legen ein Päuschen ein. © sampics
Poldi hingegen findet die Kameras äußerst interessant - und schaut bei einem Experten durch die Linse. © dpa
Seine Beine machen nach seinem Syndesmoseriss noch nicht so richtig mit, aber Franck Ribéry kann's auch mit der Krücke. © sampics
Jürgen Klinsmann sitzt für die Fotografen auf der Bank. © sampics
Franck Ribéry humpelt vor seinen Teamkollegen davon. © dpa
Turnhalle rauf, Turnhalle runter: Franck Ribéry übt sich im Krücken-Dauerlauf. © dpa
Spaß mit Fans: Tim Borowski, Miroslav Klose, Mark van Bommel, Daniel van Buyten und Franck Ribéry (v.l.) haben sich als Anhänger ihres eigenen Clubs verkleidet. © sampics
"Ey, Trainer!" - Franck Ribéry treibt Schabernack mit seinem neuen Chef. © dpa
"Bitte lächeln!" Das fiel Jürgen Klinsmann noch nie schwer. © dpa
Miroslav Kloses Blick sagt alles: So ganz ist er nicht überzeugt von seinem Outfit. © dpa
Ein gelangweilter Jürgen Klinsmann und sein gelangweilter Trainerstab © dpa
Poldi hebt ab! Und testet mal einen anderen Ball. © dpa
Ein Suchbild! Auf diesem Foto haben wir einen Franck Ribéry versteckt. Sie erkennen ihn an den weißen Zähnen. © dpa
Franck Ribéry vergeht das Lachen einfach nicht. © dpa
Sind das Manieren? Lukas Podolski zeigt seinem Stürmerkollegen den Stinkefinger - hoffentlich nur aus Versehen. © dpa

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Das große FC-Bayern-Quiz

Nach der Ablehnung der geplanten Vermarktung der Fußball- Bundesliga durch das Bundeskartellamt hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zum wiederholten Male auf den Wettbewerbsnachteil deutscher Teams in der Champions League wegen geringerer Fernsehgelder hingewiesen. Trainer Klinsmann sieht den FC Bayern München dagegen “keineswegs in einer zweiten Kategorie. Es können noch so viele Milliardäre kommen, ob aus Russland oder Amerika - egal! Wenn ich mit einem Topkader arbeiten kann - und das können wir bei den Bayern auch ohne 50-Millionen-Einkäufe -, dann gibt es genug Chancen, diesen Kader kontinuierlich zu entwickeln“, betonte der neue Bayern-Coach.

In einem neuen Leistungszentrum arbeitet Klinsmann an der Weiterentwicklung des Kaders, der vor der neuen Saison nur mit dem Bremer Tim Borowski und Ersatztorwart Jörg Butt verstärkt wurde. “Mein Job ist es, meine Leute so zu verbessern, dass wir auch mit finanzstarken Clubs wie Chelsea oder Milan konkurrieren können. Im WM-Halbfinale gegen Italien hatten wir in der 89. Minute einen Freistoß in der Nähe des Sechzehners. Hätte da einer gesagt: Den lupfe ich über die Mauer - bumm, wären wir im Endspiel gewesen. In solchen Momenten spielen Budgets keine Rolle, sonst hätte Chelsea seit Jahren alle Titel abgeräumt“, erklärte der 43-Jährige.

Wie zu seinen Zeiten als Bundestrainer will Klinsmann für die Persönlichkeitsentwicklung seiner Bayern-Profis auch “externe Leute hinzuholen, die über Spielerberatung reden, über Finanzfragen und vieles mehr. Das Resultat vieler kleiner Maßnahmen wird erfolgreicher Fußball sein. Davon bin ich überzeugt“, sagte der 108-malige Nationalspieler.

Dem verlorenen EM-Finale der DFB-Elf gegen Spanien konnte Klinsmann etwas Positives für die Entwicklung seiner Nationalspieler abgewinnen. “Wären wir Europameister geworden, wäre es noch schwieriger geworden, die Spieler einzufangen, weil ihr Umfeld mittlerweile oft so komplex und so irreal ist, dass nur noch die Außenwelt den Spieler beeinflusst“, schilderte der Bayern-Coach. “Das Fatale am Fußballerberuf ist: Es gibt keine Ausbildung dafür. Ein Spieler wird mit 18 Profi, aber keiner erklärt ihm : Wie gehe ich mit Medien um, mit Sponsoren? Wie lege ich Geld auf die Seite? Wie beurteile ich falsche Freunde und Schulterklopfer?“

Quelle: DPA

Quelle: tz

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