Leistungszentrum dank Inspiration durch Nash & Jackson

Klinsi: Tipps von NBA-Legenden

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Steve Nash

Alle Welt staunt über die Bayern-Buddhas und das neue Leistungszentrum.

Jetzt ist klar, woher Jürgen Klinsmann die Ideen für die neue Bayern-Welt hat. Der Bayern-Trainer nutzte Kontakte in der Sportwelt – auch in Übersee.

Im tz-Gespräch verrät der Ex-Bundestrainer, wer ihn zum Bau des neuen Leistungszentrums inspirierte – zwei Basketball-Ikonen aus den USA! „Ich war jeweils einen Tag zu Gast bei den Phoenix Suns und den L.A. Lakers. Dort habe ich Steve Nash und Phil Jackson besucht und mir von ihnen die Infrastrukturen ihrer Klubs erklären lassen. Eine tolle Sache“, erinnert sich Klinsi.

Nash (34) und Jackson (62) – sie sind die Gesichter der NBA. Der eine als genialer Regisseur und mehrmaliger bester Liga-Spieler, der andere als der erfolgreichste Trainer (neun Meistertitel) aller Zeiten. Fliegen die Legenden bald zum Gegenbesuch zum FC Bayern ein? „Ja, es wäre toll, wenn sie nach Europa kommen. Ich werde beide anrufen“, kündigt Klinsi eine Einladung an.

Nash würde es freuen – der Passkönig ist begeisterter Freizeitfußballer. Trainer-Guru Jackson, ein bekennender Buddhist mit dem Spitznamen Zen-Meister, könnte sich die Buddhas zeigen lassen. Beide würden das Leistungszentrum sehen, für das sie Tipps und Hintergründe lieferten. Auch durch sie, sagt Klinsmann, „ist in der Sommerpause etwas entstanden, das im europäischen Fußball seinesgleichen sucht“.

Selbstbewusstsein, das Klinsmann auch in Sachen Kartellamts-Beschluss zeigt. Er sieht keinen Wettbewerbsnachteil im internationalen Vergleich durch geringere TV-Einnahmen. „Ich akzeptiere das Argument der finanziellen Diskrepanz zu den Großen nicht“, sagte Klinsmann der Süddeutschen Zeitung. „Die Top-15-Vereine in Europa sind alle mit Nationalspielern bestückt. Letztlich ist die Atmosphäre, ist die Arbeitsphilosophie, die ein Verein entwickelt, wichtiger als ein 100-Millionen-Transfer.“

Nach der Ablehnung der geplanten Vermarktung der Bundesliga sieht Klinsmann den FC Bayern „keineswegs in einer zweiten Kategorie. Es können noch so viele Milliardäre kommen, ob aus Russland oder Amerika – egal! Wenn ich mit einem Topkader arbeiten kann – und das können wir bei Bayern auch ohne 50-Millionen-Einkäufe – dann gibt es genug Chancen, diesen Kader kontinuierlich zu entwickeln“, betonte der Coach in der SZ.

„Mein Job ist es, meine Leute so zu verbessern, dass wir auch mit finanzstarken Klubs wie Chelsea oder Milan konkurrieren können. Im WM-Halbfinale gegen Italien hatten wir in der 89. Minute einen Freistoß in Sechzehner-Nähe. Hätte da einer gesagt: Den lupfe ich über die Mauer – bumm, wären wir im Endspiel gewesen. In solchen Momenten spielen Budgets keine Rolle, sonst hätte Chelsea seit Jahren alle Titel abgeräumt“, erklärte der 43-Jährige.

Klinsmann will für die Persönlichkeitsentwicklung seiner Profis auch „externe Leute hinzuholen, die über Spielerberatung reden, über Finanzfragen und vieles mehr. Das Resultat vieler kleiner Maßnahmen wird erfolgreicher Fußball sein. Davon bin ich überzeugt“, sagte der 108-malige Nationalspieler.

Quelle: tz

Quelle: tz

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