Klinsmann: „Des isch mir au wurscht"

+
Klinsmann interessiert sich wenig für seine Mimik und Test-Niederlagen.

München - Jürgen Klinsmann interessiert sich wenig für seine Mimik und Test-Niederlagen.

Am Mittwochabend hat der FC Bayern 1:2 in Dortmund verloren. Und immer dann, wenn das deutsche Aushängeschild nicht als Sieger vom Platz geht, wird diskutiert, kritisiert und spekuliert. So ergeht es Bayern, Real, Milan und allen anderen Großen. Fakt ist: Es war ein Testspiel und sonst nichts. Ein bisschen Prestige, okay, aber was soll’s? Und genau das sah auch Jürgen Klinsmann so am Tag danach: „Es war ein unterhaltsames Spiel, aber für abschließende Erkenntnisse ist es viel zu früh. In drei bis vier Wochen, sieht die Leistung schon ganz anders aus.“

Und auch deshalb darf man dem Neu-Trainer des Rekordmeisters glauben, dass es „innen drin ruhig und gelassen“ in ihm aussieht.

Die Star-Truppe von der Säbener Straße ist erst seit einer Woche komplett im Training. Der eine ist vielleicht noch mit dem Kopf am Mittelmeer, der andere hat noch den Transfer-Wirrwarr im Kopf. Und wieder andere spüren das Training in den Knochen.

„Für uns ist reine Priorität, zu sehen, wie jeder Spieler funktioniert in der Vorbereitung. Für uns ist wichtig, zu sehen, wie die Spieler für ihre Positionen ein Gefühl bekommen“, erklärt Klinsmann. „Die Frage ist: Wo wollen wir Mitte August stehen oder zu Beginn der Champions League im September“, sagt Klinsmann. Für ihn zählen folgerichtig weder die Testspiel-Ergebnisse noch die Art und Weise wie ihn der eine oder andere wahrnimmt, der nicht zu seinem familliären, beruflichen oder freundschaftlichen Umfeld zählt. Zuschauer mögen sich fragen, wieso Klinsmann selbst bei Gegentoren sein Lächeln zeigt. Aber Klinsmann beschäftigt sich damit nicht: „Ich hab keine Ahnung wie das rüberkommt oder aussieht. Und ich muss ehrlich sagen, des isch mir au wurscht“, sagt Klinsmann mit jenem Dialekt, den man in Göppingen und Umgebung pflegt. Der Geburtsort des Schwaben, zwischen Stuttgart und Ulm gelegen.

Wurscht ist dem Trainer allerdings nicht, wie sein Team in ein paar Wochen zu spielen und zu glänzen hat. „Der Kader ist so besetzt, dass wir mindestens mit zwei Spitzen spielen, weil es schon schwer ist, einen der tollen Stürmer auf die Bank zu setzen.“

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern © sampics
Franck Ribéry kickt mit Krücken, Poldi treibt Telefonscherze, und Klose hadert mit seiner Garderobe: Sehen Sie hier die besten Fotos vom Fototermin. © sampics
Der Fotografenandrang ist riesig. © dpa
Der alljährliche Fototermin des Rekordmeisters mit den neuen Trikots fand in einer Turnhalle auf dem Vereinsgelände an der Säbener Strasse statt. © dpa
"Moni? Ja, hier ist der Lukas. Wollt nur sagen: Dauert noch etwas. Und der Franck macht schon wieder Blödsinn" - Ob Poldi hier nach Haus' telefoniert? © dpa
Jürgen Klinsmann posiert mit dem Ball. © dpa
"Högschde Eisabahn, mir habat bald Training!" - Jürgen Klinsmann schaut auf die Uhr. © dpa
Die Mannschaft posiert bereitwillig für die Teamfotos - in allen drei Trikots. © dpa
Das Bayern-Team im Heimtrikot © sampics
Das Bayern-Team im Auswärtstrikot © sampics
Das Bayern-Team im umstrittenen Champions-League-Trikot, das in der "Löwen-Farbe" Blau gehalten ist. © sampics
Abseits der Kameras: Hans Jörg Butt, Thomas Kraft und Willy Sagnol (v.l.) legen ein Päuschen ein. © sampics
Poldi hingegen findet die Kameras äußerst interessant - und schaut bei einem Experten durch die Linse. © dpa
Seine Beine machen nach seinem Syndesmoseriss noch nicht so richtig mit, aber Franck Ribéry kann's auch mit der Krücke. © sampics
Jürgen Klinsmann sitzt für die Fotografen auf der Bank. © sampics
Franck Ribéry humpelt vor seinen Teamkollegen davon. © dpa
Turnhalle rauf, Turnhalle runter: Franck Ribéry übt sich im Krücken-Dauerlauf. © dpa
Spaß mit Fans: Tim Borowski, Miroslav Klose, Mark van Bommel, Daniel van Buyten und Franck Ribéry (v.l.) haben sich als Anhänger ihres eigenen Clubs verkleidet. © sampics
"Ey, Trainer!" - Franck Ribéry treibt Schabernack mit seinem neuen Chef. © dpa
"Bitte lächeln!" Das fiel Jürgen Klinsmann noch nie schwer. © dpa
Miroslav Kloses Blick sagt alles: So ganz ist er nicht überzeugt von seinem Outfit. © dpa
Ein gelangweilter Jürgen Klinsmann und sein gelangweilter Trainerstab © dpa
Poldi hebt ab! Und testet mal einen anderen Ball. © dpa
Ein Suchbild! Auf diesem Foto haben wir einen Franck Ribéry versteckt. Sie erkennen ihn an den weißen Zähnen. © dpa
Franck Ribéry vergeht das Lachen einfach nicht. © dpa
Sind das Manieren? Lukas Podolski zeigt seinem Stürmerkollegen den Stinkefinger - hoffentlich nur aus Versehen. © dpa

Lesen Sie auch:

Ekici: „Van Bommel ist ein geiler Spieler“

Nicht so schwer, aber immer noch geheim ist der Kapitän der kommenden Saison. Aber: „Für die Vorbereitungsspiele ist van Bommel der Kapitän. Die Art und Weise wie Mark die Gruppe als Kommunikator angeführt hat, ist toll und darum darf er das machen“, sagt der 43-jährige Klinsmann, der im Kicker eine klare Vorstellung von seiner Zukunft äußerte: „Wie viele Jahre es bei Bayern werden, hängt vom Erfolg ab, von der Führung, von den Fans. Ich hoffe, es werden viele.“

Manches ist eben wichtig und anderes einfach wurscht.

Quelle: tz

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Havertz-Hammer! Korb für den FC Bayern? Es liegt offenbar an den Spielern
Havertz-Hammer! Korb für den FC Bayern? Es liegt offenbar an den Spielern
Allianz Arena in München: Das ist das Fußball-Stadion des FC Bayern
Allianz Arena in München: Das ist das Fußball-Stadion des FC Bayern
Uli Hoeneß platzt beim Thema Coronavirus der Kragen: Twitter-Gemeinde feiert ihn dafür
Uli Hoeneß platzt beim Thema Coronavirus der Kragen: Twitter-Gemeinde feiert ihn dafür
Nach Hopp-Eklat: Ultras feuern Corona-Helfer an - „Was vor zwei Wochen noch das Wichtigste war ...“
Nach Hopp-Eklat: Ultras feuern Corona-Helfer an - „Was vor zwei Wochen noch das Wichtigste war ...“

Kommentare