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Benfica-Experte: Es geht für Lissabon um die Ehre – und ums Geld…

Kolumnist Sergio Krithinas.
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Kolumnist Sergio Krithinas.

Benifca Lissabon hat nach der letzten Horror-Saison in der Champions League etwas gutzumachen. Ein Beitrag von Kolumnist Sergio Krithinas.

München - Zum neunten Mal startet Benfica Lissabon in die Gruppenphase der Champions League, diesmal geht es aber um die Ehre: Das Team will die Katastrophenleistung der vergangenen Saison vergessen machen, die man mit null Punkten und einem Tor abschloss.

Die letzte Spielzeit war aus mehreren Gründen besonders schmerzhaft für die Fans. Abgesehen von der vergebenen Chance, als erste Mannschaft in der Geschichte fünfmal in Folge den Meistertitel zu gewinnen, sah sich der Klub in eine Vielzahl von Skandalen verwickelt, die von den Autoritäten nach wie vor untersucht werden.

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Trainer von den eigenen Fans angefeindet

Trainer Rui Vitoria, bisweilen von den Fans angefeindet, durfte am Ende seinen Job behalten. Zudem sind sämtliche Stammspieler in Lissabon geblieben, die die Mannschaft zusammen mit den Transfers zu einer der besten der vergangenen Jahre machen. Zu den Neuzugängen gehören der deutsche Torwart Odysseas Vlachodimos, Innenverteidiger Germán Conti, Mittelfeldakteur Gabriel sowie die Stürmer Facundo Ferreyra und Nicolás Castillo. Ein besonderes Auge sollte jedoch auf die Youngster Gedson Fernandes und João Félix geworfen werden, die das nächste große Ding im portugiesischen Fußball sein werden.

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Der Schlüssel, der Benfica wieder in die Erfolgsspur geführt hat, war jedoch ein Systemwechsel von 4-4-2 auf 4-3-3. Es ist wie zugeschnitten auf die Regisseure Gedson und Pizzi, der in neun Partien bereits sechs Tore erzielt und drei aufgelegt hat und mit Eduardo Salvio (vier Tore und vier Assists) der beste Spieler Benficas in der laufenden Saison ist.

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40 Millionen sind sicher

Mit dem neuen Verteilungsschlüssel der UEFA sind Benfica wie Porto über 40 Millionen Euro allein für das Erreichen der Gruppenphase sicher. Für einen Klub wie Bayern München mag das vielleicht nicht viel Geld sein. Für den reichsten Klub Portugals dagegen stellen 40 Millionen Euro ziemlich genau 25 Prozent der Einnahmen aus der Saison 16/17 dar. Addiert man noch 900 000 Euro pro Punkt sowie 9,5 Millionen für das Erreichen des Achtelfinales, wird einem schnell klar, dass es für Benfica vielleicht doch um etwas mehr als die Ehre gehen sollte.

Sergio Krithinas

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