Wie schütteln Bayern-Profis die Pleiten ab?

Kroos: "Immerhin nicht Zweiter geworden"

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Toni Kroos kam ins Team - und konnte die Pleite nicht verhindern

München - Das EM-Aus passte fast ganz genau in die Tragödie, die sich in diesem Jahr für alle Bayern-Stars abspielte. Toni Kroos zwang sich zu einem Scherz. Wie schütteln die Profis die Pleite ab?

Völlig bedient auf der Bank: Thomas Müller

Am Ende musste Toni Kroos doch mal kurz schmunzeln. Lang und breit hatte er erklärt, wieso und weshalb es nichts wurde mit dem Finale, warum die Italiener als Sieger vom Platz gingen. Dann war die Analyse fast beendet, als auch noch die Lage des FC Bayern mit in die Pleiten-Thematik übernommen wurde. Alles Mist, wie daheim, oder Toni? Er überlegte. „Wir sind ja nicht Zweiter geworden…“, antwortete der Mittelfeldstar nur kurz mit einem Lächeln auf den Lippen, strich sich übers Haar und verschwand.

Das Aus der Nationalmannschaft, es passte fast ganz genau in die Tragödie, die sich in diesem Jahr für alle Bayern-Stars abspielte. Zweiter in der Liga, Zweiter im Pokal, Zweiter in der Champions League. Und jetzt das. „Es war ein furchtbares Jahr. Wir haben viermal auf die Fresse gekriegt“, war der Kommentar von Mario Gomez zum Qualen-Quattro. Er hatte beim Halbfinale mit sechs Kollegen aus München auf dem Platz gestanden, nur Thomas Müller spielte nicht von Beginn an. Gomez konnte nicht fassen, dass das Turnier beendet war. „Wir hatten alle daran geglaubt, und jetzt fahren wir mit leeren Händen nach Haus.“

Auch Bastian Schweinsteiger, aus dem Takt geratener Dirigent im Münchner Mittelfeld und auch bei Jogi als Leader gefordert, haderte. „Die Bälle, die weggesprungen sind, sind alle vor den Füßen der Italiener gelandet. Da kann man auch sagen, wieso landet da nicht mal einer vor unseren Füßen? Aber es war nicht so“, meinte der zweite Kapitän.

Am Ende reichte es nicht, der Kapitän fand die richtigen Worte. Lahm: „Wir wussten, dass es schwierig wird, dass Kleinigkeiten entscheiden würden. Und wir haben in bestimmten Situationen Fehler gemacht, die man auf diesem Niveau einfach nicht machen darf.“

Wieder einmal gehen die entscheidenden Situationen nicht zugunsten der Bayern aus, wieder kein Titel für die Roten. Das wurde noch am Abend sehr schnell thematisiert. Auch wenn einer nichts davon hören wollte: Holger Badstuber. Sein Statement: „Warum geht‘s immer um die Bayern-Spieler? Wir sind doch eine Mannschaft. Wir haben doch alle zusammen verloren.“

Er mag recht haben, Fakt ist aber auch: Das Gerüst kommt vom FCB – und das dürfte auch so bleiben. Zum Glück, glaubt man Philipp Lahm. „Wenn ich in die Zukunft schaue, wenn ich an Manuel Neuer denke, was er für ein Torwart ist, wenn ich an Thomas Müller denke, was er für ein Herz hat – dann wird mir nicht angst.“

Soll wohl heißen: Irgendwann reicht es schon zu Platz eins…

mic, jj

Quelle: tz

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