Lahm verteidigt Robben

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Philipp Lahm

München - Nach dem handfesten Streit zwischen Arjen Robben und Thomas Müller hat Philipp Lahm den niederländischen Fußball-Nationalspieler gegen Egoismus-Vorwürfe in Schutz genommen.

“Nein“, Robben sei nicht egoistisch, sondern “ein sehr guter Individualist. Seine Dribblings und Schüsse gehören zu seinem Spiel“, sagte Lahm in einem “Kicker“-Interview (Montag).

Hier geht Arjen Robben Thomas Müller an die Gurgel

Während des Spiels der Bayern bei Werder Bremen (3:1) kam es auf dem Platz zu einer Handgreiflichkeit zwischen Arjen Robben und Thomas Müller. © ap
Der deutsche Nationalspieler hatte Robben im Laufe des Spiels mehrfach Egoismus vorgeworfen ... © dapd
... und dies mit despektierlichen Gesten in Richtung des Niederländers untermalt. Dem Ausgleichstorschützen Robben ging das mächtig gegen den Strich. © ap
 Noch während des Spiels zog sich Robben die Handschuhe aus, schnappte sich den Youngster und ging ihm an die Gurgel. © Getty
Teamkollege Anatoli Timoschtschuk ging sofort dazwischen und "Opfer" Thomas Müller .... © Getty
... machte das einzig Richtige. Er ließ sich auf keine weiteren Sperenzchen ein ... © dapd
... und kehrte seinem Mitspieler den Rücken. © Getty
Nach dem Spiel versuchten alle Beteiligten, den Vorfall zu relativieren. Auch wenn Robben sagte: "Das Reden auf dem Platz ist immer gut, aber man sollte nicht mit den Händen reden." © dpa
Allerdings tat ja Robben genau das in der Aktion gegen Müller. © ap
Immerhin bewies der Niederländer, dass es auch anders geht: Verteidiger Holger Badstuber bekam nach dem Spiel einen aufmunternden Klapps. So richtig schien das dem 20-Jährigen aber auch nicht gefallen zu haben. © dapd

Schlichten müsse er zwischen den beiden Streithähnen nicht, erklärte Lahm: “Das haben die beiden schon gemacht und alles geklärt.“ Robben war nach dem 3:1-Sieg in Bremen auf Müller losgegangen, weil der deutsche Nationalspieler auf eigensinnige Aktionen von ihm mit abfälligen Handbewegungen reagiert hatte. “Für mich ist die Sache erledigt“, sagte Müller der “Bild“-Zeitung.

Zum ständigen Wirbel beim Rekordmeister bemerkte Lahm: “Wir gewinnen die Spiele, trotzdem haben wir keine Ruhe.“ Lahm will als Kapitän das Team gemeinsam mit seinem Stellvertreter Bastian Schweinsteiger anführen. Schweinsteiger sei “ein sehr guter Mitkapitän“, der auf dem Platz auch durchaus als Chef vorangehen dürfe. “Es ist wichtig, dass ein Spieler im zentralen Mittelfeld die Kommandos gibt“, betonte Lahm. Seine Rolle sieht der Nachfolger des zum AC Mailand gewechselten Niederländers Mark van Bommel als Bindeglied: “Ich möchte Gesprächspartner für den Trainer, die Mannschaft und den Vorstand sein“, erklärte Lahm.

dpa

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