Adrian Fein hat einen Stammplatz

Leihspieler des FC Bayern: So entwickeln sich Fein, Tillmann und Friedl 

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Adrian Fein, Marco Friedl und Timothy Tillman (v.l.) versuchen ihr Glück bei anderen Vereinen.

Adrian Fein, Marco Friedl und Timothy Tillman haben die Jugendabteilung beim FC Bayern durchlaufen. Alle drei haben sich zu anderen Profivereinen ausleihen lassen. Fussball Vorort zeigt, wie sich die Nachwuchshoffnungen entwickelt haben.

Shabani oder Mai sammeln bei den Amateuren des FC Bayern München in der Regionalliga Spielpraxis. Darüber versuchen sich die Nachwuchsstars auf sich aufmerksam zu machen und sich für den Profikader anzubieten. Drei andere Talente haben sich für einen anderen Weg entscheiden und sich ausleihen lassen. Adrian Fein zum SSV Jahn Regensburg, Timothy Tillman zum 1. FC Nürnberg und Marco Friedl zum SV Werder Bremen. Fussball Vorort hat nachgeschaut und zeigt euch, wie sich die Nachwuchshoffnungen des Rekordmeisters entwickelt haben.  

Adrian Fein hat sich einen Stammplatz in Regensburg erkämpft

Sie haben zwar unterschiedliche Positionen, aber der Weg von Mittelfeldspieler Adrian Fein ähnelt dem des Philipp Lahms. Fein durchlief etliche Jugendteams des FC Bayern und ist ein geborener Münchner. Am letzten Tag der Transferperiode ließ sich der 19-Jährige zum SSV Jahn Regensburg in die zweite Liga ausleihen. Zuvor unterschrieb der Münchner einen Profivertrag beim Rekordmeister. Damals sagte Fein bei seiner Vorstellung in Regensburg: „Ich möchte in dieser Saison meine ersten Schritte im Profifußball gehen und denke, dass der SSV Jahn dafür die perfekte Adresse ist.“

Die ersten beiden Spiele nach seinem Wechsel kamen für den Junioren Nationalspieler noch zu früh. Sein Debüt in der zweiten Bundesliga feierte Fein in der 81. Minute beim 5:0-Auswärtssieg gegen den Hamburger SV. Seitdem kommt der gebürtige Münchner immer besser in Fahrt und SSV-Trainer Achim Beierlorzer scheint auf den Jungprofi zu setzten. Der 51-Jährige wechselte Fein in den darauf folgenden zwei Partien jeweils ein. Seit dem neunten Spieltag in der Partie gegen Greuther Fürth stand Fein sieben Mal in der Startelf. Dabei kommt Fein auf zwei Einsätze über die vollen 90. Minuten und eine Torvorlage.

Der 19-Jährige wird von seinem Coach Beierlorzer entweder im defensiven oder im zentralen Mittelfeld eingesetzt. Die Leihe endet 2019, dann wird Fein wieder zum FC Bayern zurückkehren. Der Trainer der Bayern Amateure Holger Seitz hält große Stücke auf den Mittelfeldstrategen. „Adrian Fein hat herausragende Qualitäten im Spiel mit dem Ball. Er ist unwahrscheinlich schwer vom Ball zu trennen und hat den Blick nach vorne, kann also Mitspieler einsetzen. Darüber hinaus wird er selbst auch torgefährlich“, lobt Holger Seitz seinen Schützling im YouTube-Video. „Vom Typ ist er extrem weit, war Führungsspieler bei uns in der Amateurmannschaft. Er hat dort innerhalb des Teams wichtige Aufgaben übernommen. Ich halte wirklich sehr viel von Adrian Fein und bin gespannt, wie er sich jetzt bei Jahn Regensburg durchsetzen kann.“

Timothy Tillman kommt nicht wirklich in Fahrt

Während Fein seine ersten Schritte im Profifußball bestreitet, kommt Timothy Tillman aktuell nicht in Fahrt. Der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler ließ sich vor der Saison für ein Jahr zum 1. FC Nürnberg ausleihen. „Ich war in die Gespräche mit Hasan Salihamidzic und Timothy involviert und die Argumente haben im Sinne des Spielers und des Vereins überzeugt“, sagt Bayern-Coach Holger Seitz über das Leihgeschäft.

Das Nachwuchs-Juwel stand im vergangenen Jahr bei internationalen Top-Klubs hoch im Kurs. Real Madrid hatte Tillman schon beobachtet, der FC Barcelona legte sogar ein konkretes Angebot vor. Damals scheiterte der Wechsel an dem Veto von Uli Hoeneß, der große Stücke auf den Offensivspieler setze. Der Präsident des FC Bayern traute dem 19-jährigen den Sprung zu den Profis zu. 

Der gebürtige Nürnberger stand bislang drei Mal im Kader der Profis unter Michael Köllner. Zu einem Einsatz in der 1. Bundesliga hat es bislang nicht gereicht. Tillmann sammelt aktuell in der U23 in der Regionalliga Bayern Spielpraxis. Sechs Mal stand der Junioren-Nationalspieler dabei in der Startformation. Zu einem Tor oder einer Vorlage kam das Offensiv-Juwel dabei nicht. Der U23-Trainer des FC Bayern Holger Seitz stellt indes klar: „Darüber brauchen wir nicht lange reden, er ist ein Klassespieler.“

Marco Friedl sucht nach der Form der letzten Saison

Marco Friedl verließ den Rekordmeister im Januar dieses Jahres auf Leihbasis zum SV Werder Bremen. In der Rückrunde der vergangenen Saison kam der 20-jährige Österreicher zu neun Einsätzen in der Bundesliga. In der aktuellen Spielzeit setzt Bremens Cheftrainer Florian Kohlfeld nicht mehr so häufig auf den linken Außenverteidiger. Friedl stand zwar immer im Kader, bestritt aber bisher lediglich zwei Pflichtspiele. 

Gegen Nürnberg wurde Friedl kurz vor Ende der Partie eingewechselt, gegen Leverkusen zur Halbzeit beim 2:6-Debakel ausgewechselt. „Ich bin von ihm überzeugt und würde gerne mit ihm weiterarbeiten“, betont der SVW-Trainer Kohlfeld gegenüber der Deichstube. „Klar ist auch, dass er noch Zeit braucht, sich in der Bundesliga zu entwickeln.“ Auch Bremens Geschäftsführer Frank Baumann ist von Friedel überzeugt: „Marco ist ein großes Talent, er ist flexibel einsetzbar. Wir würden ihn sehr gerne weiterentwickeln.“ Die Verantwortlichen der Grün-Weißen würden sehr gerne auch über die Leihdauer bis Juni 2019 hinaus weiterarbeiten. „Bayern hat alle Trümpfe in der Hand und wird eine Entscheidung im Sommer treffen müssen.“ 

Die Leihverträge der drei Akteure laufen bis zum Ende der Saison. Es bleibt also spannend, für wen sich der Umweg über einen anderen Verein gelohnt hat und ob alle wieder zum Rekordmeister zurückkommen.

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