1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. FC Bayern

"Es hat nicht mehr gepasst": Lewandowski kritisiert Bayern-Bosse

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wollte in der Vergangenheit wechseln: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski
Wollte in der Vergangenheit wechseln: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski. © Silas Stein

Immer wieder wurde spekuliert, dass Robert Lewandowski den FC Bayern schon bald verlassen könnte. Nun hat der Pole sein Schweigen gebrochen und über eine harte Phase in München gesprochen.

München - Torjäger Robert Lewandowski hat mit Blick auf die vergangene Saison Kritik an den Verantwortlichen des deutschen Meisters FC Bayern München geübt und über eine schwere Phase beim Rekordmeister gesprochen. Zugleich sagte der polnische Nationalstürmer in einem Interview des Magazins SportBild, dass er nun keine Wechselabsichten mehr habe.

Lewandowski: "Keiner der Bayern-Bosse hat mich verteidigt"

"Im April, Mai hat fast jeder gegen mich geschossen. Und ich habe keinen Schutz vom Verein empfunden, ich habe mich in der Situation allein gefühlt. Ich habe in zwei, drei wichtigen Spielen kein Tor geschossen und plötzlich hieß es für alle: Feuer frei gegen Lewandowski. Ich habe niemanden gesehen, der damals hinter mir stand. Auch keiner der Bosse hat mich verteidigt", sagte Lewandowski, der am Dienstag 30 Jahre alt wurde. Hintergrund war die Kritik, nachdem er im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid keinen Treffer erzielt hatte und der FC Bayern ausgeschieden war.

Danach hatte sich sein Berater Pini Zahavi nach einem neuen Klub umgeschaut, was auch so abgesprochen gewesen sei. «Denn in diesem Moment habe ich mich nicht mehr wohl in München gefühlt. In dieser Zeit hat es nicht mehr gepasst, es kam zu viel auf einmal zusammen», ergänzte Lewandowski, der «null Kredit» im Verein gespürt habe.

Lewandowski vom FC Bayern verspricht: "Werde mich nie ..."

Ein Abschied sei aber nun kein Thema mehr - deshalb sprach Lewandowski aus, was viele FCB-Fans freuen dürfte: "Ich bin mit dem Herzen wieder bei Bayern".  Er habe in München gemerkt, wie sehr die Fans hinter ihm stünden. "Ich merke: Man will mich doch noch", sagte der Liga-Torschützenkönig und fügte hinzu: "Ich werde nie streiken, mich nie mit dem Verein anlegen. Ich verschwende nun keine Gedanken mehr an das Ausland."

Zuletzt hatte sich Uli Hoeneß über die Causa Lewandowski geäußert. In einem TV-Talk sagte er: "Robert Lewandowski hatten wir immer im Griff. Nur seinen Berater nicht. Er wollte einen Termin bei uns haben. Da habe ich gesagt, ich habe am 2. September um 14.30 Uhr Zeit." Zu diesem Zeitpunkt ist das Transferfenster schon geschlossen und nichts geht mehr. 

Übrigens hat Lewandowski gerade erst seinen Vertrag mit Berater Zahavi verlängert. Im Gespräch mit der SportBild wiegelt der Stürmer allerdings gleich ab: "Das heißt nicht, dass er für mich einen Transfer machen muss. Es gibt genug Dinge, um die sich ein Berater sonst auch kümmern kann."

dpa/mes

Auch interessant

Kommentare