Zum 60. Geburtstag des Rekord-Nationalspielers

Nagelsmann über Matthäus: „Ich habe als Kind immer gedacht, der heißt ...“

Den Namen Lothar Matthäus kennt in Deutschland jedes Kind. Sollte man meinen. Doch Julian Nagelsmann tat sich mit der Zusammensetzung der vielen Buchstaben früher ein bisschen schwer.

Leipzig/München - Es wirkte, als habe Julian Nagelsmann nur auf diese Frage gewartet. Jedenfalls sprudelten die warmen Worte nur so aus ihm heraus, als der Trainer von RB Leipzig auf der Pressekonferenz zum Ligaspiel bei Arminia Bielefeld zu Lothar Matthäus befragt wurde. Der Rekordnationalspieler und DFB-Ehrenspielführer wird am Sonntag (21. März) 60 Jahre jung und durfte sich schon vier Tage vorher über eine besondere Lobeshymne eines der begehrtesten deutschen Trainer freuen.

„Er war ein Spieler im Mittelfeld, der ein extrem guter Box-to-Box-Spieler wäre. Wahrscheinlich würde er heute dort immer noch spielen können, weil er unglaublich viel unterwegs war und eine gute Torgefahr ausgestrahlt hat“, gab Nagelsmann zum Besten: „Er hatte einfach einen Riesenwillen, hat sich in alles reingeworfen und war defensiv gut. Aber vor allem hatte er das Herz am rechten Fleck, war eine unheimlich Mentalitätsmaschine, die immer gewinnen wollte, alle mitgerissen hat.“

Lothar Matthäus: RB-Coach Nagelsmann schildert kuriosen Vorfall bei Trikot-Bestellung im FCB-Fanshop

Das dürfte bei Matthäus runtergehen wie Öl. Keine Frage: Nagelsmann, im Jahr 1987 im oberbayerischen Landsberg am Lech geboren, war schon in jungen Jahren ein großer Fan vom Fußballer Matthäus. Zu gern hätte er sich auch ein Trikot des Superstars gegönnt. Doch das war gar nicht so einfach, weil sich Klein Julian bei dem weltbekannten Namen ein bisschen verzettelte.

So verriet er: „Ich habe als Kind und Heranwachsender immer gedacht, dass er ‚Lotoma‘ heißt, und ‚Thäus‘ mit Nachnamen.“ Ein Irrtum, der ein legendäres Telefonat heraufbeschwor, an das sich wohl auch die Person am anderen Ende der Leitung für immer erinnern wird.

Fast 60 Jahr‘, dunkles Haar: Lothar Matthäus muss sich nun damit auseinandersetzen, einen für manch Jüngeren komplizierten Namen zu tragen.

Nagelsmann adelt Matthäus: Im Bayern-Fanshop gibt es kein Trikot mit Lotoma-Aufdruck

„Ich habe dann im Fanshop angerufen und gesagt, ich hätte gern ein Trikot mit der Zehn, ‚Lotoma‘“, schilderte Nagelsmann die ulkige Situation: „Da haben die gesagt, es gibt keinen Lotoma. Ja, wieso nicht? Dann ‚Thäus‘, mit Nachnamen.“ Doch die Fanshop-Mitarbeiter verstanden nur Bahnhof und dürften gehofft haben, nicht zum Opfer einer „Verstehen Sie Spaß?“-Folge geworden zu sein.

Zum Glück wusste im Hause Nagelsmann aber jemand zu helfen und beendete das Missverständnis. Bruder André habe ihn aufgeklärt und gesagt, „der heißt ‚Lothar‘ und mit Nachnamen ‚Matthäus‘“. Ob es mit dem Trikotwunsch dann noch geklappt hat und vielleicht sogar eine Sonderanfertigung mit dem Lotoma-Pflock erstellt wurde, ließ der Leipziger Erfolgscoach offen.

FC Bayern: Matthäus top als Fußballer, meinungsstark als Sky-Experte

Längst hat er selbst einen Promi-Status erreicht und darf sich als Trainer eines Bundesliga- und Champions-League-Klubs den Fragen von Matthäus stellen. Für diese Aufeinandertreffen - die nur selten von Angesicht zu Angesicht stattfinden - lobt Nagelsmann den einstigen Star das FC Bayern ebenfalls: „Auch als Sky-Experte bin ich mit ihm sehr zufrieden, sind immer gute Interviews, gute Gespräche, die man hat. Er hat immer eine starke Meinung und vertritt seine Meinung auch.“

Und dann wäre es beinahe passiert. Mitten im Redefluss hätte sich Nagelsmann um ein Haar verplappert. Gerade noch bekam er aber die Kurve, als er auf den Geburtstag zu sprechen kommen wollte: „Ich habe ihm schon...darf ich das eigentlich schon sagen? Nein, das ist wahrscheinlich eine Überraschung, darf ich nicht sagen.“

Nagelsmann ist Fan von Matthäus: „Er schaut noch aus wie 50, oder wie 45“

Na, das klingt doch mindestens nach einem netten Geburtstagsgruß am Sonntag. Oder wird es gar ein Ständchen? Da werden wir alle uns noch gedulden müssen.

Jedenfalls fand Nagelsmann schnell wieder in die Spur und beendete seine Eloge mit einer Feststellung, die wohl jeder 60-Jährige gerne über sich hören würde: „Ich freue mich, dass er noch ausschaut wie 50, oder wie 45.“ Im Grunde alles wie zu Matthäus‘ aktiven Zeiten: Alt sahen doch meistens nur die Gegner aus. (mg)

Rubriklistenbild: © Screenshot/RB Leipzig

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