"Konkretes Angebot eines Zweitligisten"

Lothar: "Verglichen mit mir war Martinez billig"

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"So gesehen war Martinez noch billig", sagt Lothar Matthäus im Hinblick auf seine Ablöse

München - Lothar Matthäus vergleicht sich mit drei aktiven Profis und setzt seine Ablöse in Relation zu der von Javi Martinez. Zudem verrät er: Es gab ein Trainerangebot aus der zweiten Liga.

40 Millionen Euro ließen sich die Bayern ihren Königstransfer Javi Martinez kosten. Zwar übernahm der Spanier via Gehaltsverzicht selbst zehn Millionen - dennoch steht der Deal als Rekordtransfer in den Bundesliga-Annalen. Lothar Matthäus allerdings relativiert die Ablösesumme. Als der damals 23-Jährige von Borussia Mönchengladbach zu Bayern München wechselte, flossen 2,3 Millionen Mark von der Isar an den Rhein. "Damals hatte der FC Bayern einen Etat von etwa 20 Millionen Mark", rechnet Matthäus im Kicker vor, "heute von vielleicht 360 Millionen Euro. So gesehen war Martinez noch billig."

Martinez' schöne Freundin Maria und die anderen Bayern-Spielerfrauen

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Matthäus erklärt im Kicker auch, dass er nicht das lukrativste Angebot angenommen hat. "Ich hätte schon mit 19 nach Italien gehen und das 25-fache verdienen können. Juventus Turin, Hellas Verona. Später andere Klubs, wo ich sechsmal mehr verdient hätte als in München." Doch auch so musste Matthäus nicht am Hungertuch nagen. Sein allererstes Gehalt, wie er verrät 2.500 Mark brutto bei Mönchengladbach, blieb ja nicht lange so niedrig.

Der Rekordnationalspieler findet sich auch in der heutigen Spielergeneration wieder. "Was die Offensive angeht, am ehesten in Toni Kroos, vom Strategischen und Defensivverhalten her eher in Sami Khedira. Und dann fehlt noch eine Prise Zweikampfhärte wie etwa von Jermaine Jones. Also: Ich war eine Mischung aus Kroos, Khedira und Jones."

Froh wäre Matthäus auch, wenn er sich mit aktuellen Trainern von Weltrang vergleichen könnte. Der Vita des 51-Jährigen fehlt nach wie vor ein Engagement in Deutschland. Inzwischen hat er ein wenig resigniert, was ein Bundesliga-Engagement angeht. Wenig Hoffnung habe er da, so Matthäus.

Der Lockruf eines deutschen Top-Erstligisten wird ihn wohl weiterhin nicht ereilen - aber kürzlich ereilte ihn einer aus dem Unterhaus, wie Matthäus verrät. "Mir lag im Sommer ein konkretes Angebot eines Zweitligisten vor, aber die Konstellation passte nicht." Den Namen des Vereins nennt der 51-Jährige nicht. So wurde Matthäus eben wieder nur Fast-Trainer - wie schon bei vielen Vereinen zuvor. Zuletzt hatte er sich beklagt, dass Miki Stevic ihm den Job beim TSV 1860 zugesagt hatte, sich aber nicht daran hielt, als der Posten frei wurde.

Momentan ist Matthäus, zuletzt Nationalcoach Bulgariens, ohne Trainerjob. Er arbeitet als Sky-Experte und zeigt sich ansonsten nach allen Richtungen offen. Leider zeigen sich nicht alle Richtungen nach ihm offen. "Karl-Heinz Rummenigge hat ja gesagt, die Tür ist zu", sagt er in Richtung der Bayern, auch wenn er das "gute Verhältnis" zu Uli Hoeneß lobt. Auch der DFB habe noch nicht versucht, den Rekordnationalspieler einzubinden. Für den 51-Jährigen wäre es durchaus denkbar, als Juniorennationalelf-Trainer zu arbeiten. "Warum nicht? Ich kann mir das schon vorstellen."

Laut Sky dachte der VfL Bochum darüber nach, Matthäus als neuen Trainer zu verpflichten. Bei dem Traditionsverein wurde Andreas Bergmann in der vergangenen Woche entlassen, dort leitet derzeit Karsten Neitzel interimsmäßig das Training. Doch inzwischen ist klar: Neitzel bleibt Coach, auch aus diesem Job wurde für Matthäus nichts.

al.

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