Nach Suspendierung

Lucio daheimgeblieben - Baldiger Wechsel?

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Lucio

München - Der FC São Paulo ist ohne den früheren Bayern-Star Lucio zum Audi Cup in München angekommen. Ein baldiger Wechsel steht beim Ex-Münchner zur Debatte.

Der Weltmeister von 2002, der Ende vergangener Woche suspendiert wurde, muss nach brasilianischen Medienberichten mit einer Vertragsauflösung rechnen. Die Sportzeitung „Lance!“ berichtete am Dienstag vom Interesse europäischer Clubs an dem 35-Jährigen.

Lucio, der seit rund einem halben Jahr bei São Paulo spielt, war am vergangenen Freitag vor dem Derby gegen Corinthians auf Wunsch von Trainer Paulo Autuori von der Vereinsführung suspendiert worden. Offiziell wurden „Disziplinschwierigkeiten“ für diesen Schritt genannt.

„Als Trainer müssen wir einfache und sehr komplexe Entscheidungen treffen. Diese Entscheidung kam durch die Verantwortung, die ich trage. Das Wichtigste ist das Funktionieren der Mannschaft an sich“, sagte Autuori am Dienstag bei der Eröffnungs-Pk des Audi-Cups, an dem São Paulo am Mittwoch und Donnerstag in der Allianz Arena teilnimmt.

Lucio hatte von 2001 bis 2009 in Deutschland für Bayer Leverkusen und Bayern München gespielt und war anschließend zu Juventus Turin gewechselt. Im Dezember 2012 unterschrieb er bei São Paulo einen Zwei-Jahres-Vertrag.

dpa

Lausbuam, Top-Torjäger, Wadlbeißer: Fan-Lieblinge des FC Bayern

FC Bayern Publikumslieblinge
Manche Spieler stechen aus der Masse einfach hervor. Egal ob sie kämpfen, zaubern oder Sprüche reißen, Publikumslieblinge beleben die Welt des Fußballs. Der FC Bayern hat an Fan-Favoriten vom Wadlbeißer bis zum Lausbuam einige einzigartige Exemplare zu bieten. © Getty
Dante ist mit seiner Afro-Matte schon Kult. Sollte er sich beim Rekordmeister durchsetzen, werden die Fans dem Mann mit der "Paul-Breitner-Gedächtnismatte" zu Füßen liegen. © M.I.S.
Xherdan Shaqiri trumpfte in der Vorbereitung zur Saison 2012/2013 groß auf. Bereits während des Trainingslagers am Gardasee hatten die Fans den jungen Schweizer in ihr Herz geschlossen. © M.I.S.
David Alaba avancierte in der Saison 2011/2012 als Linksverteidiger zum Publikumsliebling. Die Fans lieben den jungen Österreicher, vor allem wegen des unverkennbaren "Wiener Schmähs". © Sampics
FC Bayern Publikumslieblinge
Philipp Lahm steht vor allem wegen seiner unaufgeregten und konstant guten Abwehrleistung bei den Fans hoch in der Gunst. Der aktuelle Kapitän scheut sich auch nicht, unangenehme Themen in angemessenem Ton anzusprechen, und der Mannschaft so weiterzuhelfen. © Bongarts/Getty
FC Bayern Publikumslieblinge
Ein weiterer Pluspunkt: Seine unerschütterliche Vereinstreue. Lahm ist bereits 15 Jahre beim FC Bayern. Lediglich von 2003-2005 wurde er an den VfB Stuttgart ausgeliehen, wo er zum Weltklasse-Spieler reifte. Er lehnte sogar ein Angebot des FC Barcelona ab. © mis
FC Bayern Publikumslieblinge
Das Arbeitstier Ivica Olic war eíner  der größten Publikumslieblinge. Sein unermüdlicher Einsatz und sein immenses Laufpensum machen den Kroaten zu einem der beliebtesten Bayern. Zur Saison 2012/2013 wechselte er zum VfL Wolfsburg. © ap
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Ihren Thomas Müller (im Bild mit seiner Frau Lisa) lieben die Fans vor allem, weil er er sebst ist. Der bodenständige Niederbayer spielte lange Jahre in der Bayern-Jugend, bevor Louis van Gaal ihm zum Durchbruch verhalf. Heute spielt Müller auf Top-Niveau. Humor hat er auch noch: Nach dem gewonnen WM-Viertelfinale gegen England grüßte er erst einmal seine beiden Omas. © Getty
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Franck Ribéry hat sich mit seinen Toren und beim Gegner Schwindel erregenden Dribblings längst das Herz der Fans erspielt. Beliebt (und bei Kollegen berüchtigt) ist der quirlige Franzose außerdem wegen seiner dreisten Streiche. © sampics
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Legendär ist sein Pokaldiebstahl: Nach seinem ersten Titel, dem Pokalsieg 2008 schnappte er sich die Trophäe ... © Getty
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... und ergriff die Flucht in Richtung Bayernkurve, bevor die anderen Beteiligten sein Vorhaben durchschauten. © Getty
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Es sollte nicht Riberys einziger Streich bleiben. Der Lausbua überschüttete beispielsweise noch Titan Olli Kahn mit Wasser, klaute den Mannschaftsbus oder erschreckte als lebendige Schaufensterpuppe Fans in der Münchner Innenstadt. © Getty
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Hans-Jörg Butt: Bei jeder seiner Paraden schallten "Butt, Butt, Butt" Rufe aus der Südkurve durch die Allianz Arena. Das zeigt: Die Fans liebten den Kahn-Nachfolger. Das lag wohl auch daran, dass Butt in der ersten van-Gaal-Saison ein Garant für Stabilität im Team war. Nach der Saison 2011/2012 wechselte er beim Rekordmeister hinter den Schreibtisch und war Leiter des Nachwuchszentrums. Nach nur knapp einen Monat hörte er wegen "Unzufriedenheit" auf. © dpa
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Kaunm jemand gewann in so kurzer Zeit so viel Sympathie wie Thomas Kraft. Als bekannt wurde, dass der FC Bayern Interesse an Manuel Neuer hat, sprachen sich zigtausende Fans für das junge Eigengewächs im Bayern-Tor aus. Es half nichts: Neuer kam, wechselte nach Berlin und stieg 2012 ab. © Getty
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Der "Aggressive Leader" Mark van Bommel spielte beim FC Bayern  Fußball wie eine Kampfmaschine. Seinen unermüdlichen Einsatz rechneten ihm die Fans während seines fünfjährigen Gastspiels beim Rekordmeister hoch an. © dpa
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Jedesmal, wenn Willy Sagnol die Außenlinie entlanglief, zog ein langes und lautes "Willyyyyyyy" durch das Stadion. Die Fans liebten den Außenverteidiger wegen seiner präzisen Flanken und seiner makellosen Defensivarbeit. © dpa
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Hasan Salihamidzic hält gleich zwei Rekorde: Er ist der Ausländer mit den meisten Einsätzen beim Rekordmeister ist mit 14 Einsätzen Rekordspieler des DFB-Pokals. "Brazzo" ist flexibel und bei den Fans beliebt, da er immer 120 Prozent gab. Zudem war er am Champions-League-Sieg 2001 beteiligt. © dpa
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Luca Toni konnte man während seiner Zeit beim FC Bayern als personifizierten Bayern-Dusel ansehen. Es hatte den Anschein, als ob der den Ball immer zufällig ins Tor stolperte. Da er aber oft genug stolperte und am Ohr schrauben durfte, wurde der schlaksige Italiener schnell zum Sympathieträger. © dpa
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Über Roque Santa Cruz wurde sogar ein Song geschrieben: "Ich Roque" von den inzwischen deutschlandweit bekannten "Sportfreunde Stiller". Santa Cruz galt bei den Bayern als ewiges Talent, kam selten zum Zug, genoss bei den Fans aber trotzdem große Beliebtheit. 2007 wechselte er in die Premier League. © Getty
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"Das Phantom" Roy Makaay schoss sich mit seinen Toren ins Herz der Fans. Oft ein ganzes Spiel über unsichtbar, tauchte er im richtigen Moment auf. Er veredelte - statistisch gesehen - jeden vierten Schuss zu einem Tor. © Getty
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Sturm-Wirbelwind Giovanne Elber war lange Zeit der erfolgreichste ausländische Torschütze der Liga. Die Bayern-Fans liebten den Knipser aber nicht nur wegen seiner Tore, sondern wegen seiner brasilianischen Mentalität. Als er beispielsweise zu spät aus dem Urlaub kam, sagte er: "Aber der Trainer weiß doch, dass es für einen Brasilianer normal ist, dass er zu spät kommt." © dpa
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Lucio eroberte mit seinen Sturmläufen aus der Abwehrzentrale heraus das Herz der Fans. Dass er den Weg vom gegnerischen zum eigenen Strafraum manchmal nicht ganz so zügig zurücklegte wie andersherum, wurde dem heißblütigen Brasilianer gerne verziehen. In Zeiten von Mücnhner Abwehrschwächen wünschten sich viele Fans den Defensivrecken zurück. Mit Lucio in der Defensive stellten die Münchner in der Saison 2007/08 mit nur 21 Gegentoren einen Rekord auf. © ap
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Bixente Lizarazu holte mit den Bayern insgesamt 17 (!) Titel. Nachdem er in zwei Spielen hintereinander (bei wohlgemerkt nur 1,69 Metern Größe) ein Kopfballtor erzielte, machte er sich mit dem Satz "Oui, isch bin ein Kopfballjunge euer", unsterblich. © dpa
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Lizarazu war schon immer sehr publikumsnah und menschenfreundlich. Trotz seiner unglaublichen Karriere verlor er so nie die Bodenhaftung. Das macht ihn zu einem der größten Lieblinge, die je beim FC Bayern spielten. © Getty
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Mehmet Scholl (l.) kam 1992 zu den Münchner Bayern und avancierte sofort zum Teenie-Idol. Als ewiges Talent gebrandmarkt, schaffte er dennoch den Aufstieg zu einem für die Bayern unverzichtbaren Erfolgsgaranten. Sein technisch versiertes Spiel und seine Lockerheit brachten ihm zudem einen guten Ruf bei den Fans ein. Nach seinem Karriereende wurde er zum Ehrenspieler der Bayern ernannt. © sam
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Stefan Effenberg ist während seiner Zeit beim FC Bayern der Inbegriff des Leaders. Die Fans tauften ihn auf den Namen "Tiger". Als er die Bayern 2003 zum zweiten Mal verließ, merkten auch diejenigen, die ihn davor noch nicht verehrten, wie wichtig der Leitwolf für den Erfolg des FC Bayern war. © dpa
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Alexander Zickler brachte die Fans mit seinen Jokertoren zum Jubeln. Mit seinen zahlreichen schweren Verletzungen, hatte er außerdem einen gehörigen Mitleidsbonus. Die Fans freuten sich jedesmal, wenn "Zico" gesund auf dem Platz stand, und ihn gesund wieder verließ. © Getty
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Mario Basler: Authentisch, etwas verrückt und ein ganz klein wenig egozentrisch. Von ihm stammen Sprüche wie "Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein". Aussagen wie diese und seine ansehnliche Spielweise erfreuten die Fans. © Bongarts/Getty
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Lothar Matthäus war die zentrale Figur im Bayern-Mittelfeld der 90er-Jahre. Nachdem er bereits von 1984-88 in München spielte, kam er 1992 zurück und führte die Bayern zu großen Erfolgen. Neben seiner sportlichen Klasse, glänzte der Franke "Loddar" auch immer wieder mit sprachlichen Highlights. Eine kleine Auswahl: © Getty
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"Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken." © dpa
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"Wir sind eine gut intrigierte Truppe." © dpa
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"Jeder, der mich kennt und der mich reden gehört hat, weiß genau, dass ich bald englisch in sechs oder auch schon in vier Wochen so gut spreche und Interviews geben kann, die jeder Deutsche versteht."Wenn das so ist ... © dpa
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Jean-Marie Pfaff (l.) sicherte den Bayern mit seinen Paraden so manchen Sieg und sich selbst einen Platz im Fan-Herz. Der Belgier spielte von 1982-1988 bei den Münchnern. Fußball-Legende Pelé setzte Pfaff auf die Liste der 125 größten noch lebenden Fußballer. © Getty
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Sammy Kuffour spielte lange Jahre als Innenverteidiger bei den Bayern. Die Fans schätzten ihn vor allem ... © Getty
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... wegen seiner beherzten und zumeist überzeugenden Abwehrarbeit. Neben seinen Gegenspielern räumt er - wie hier Owen Hargraves - auch mal einen Mitspieler ab. © Getty
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Sammy Kuffour wollte zwar nie jemandem wehtun, jedoch bringt ihm seine sympathische Ungeschicktheit Platz drei auf der ewigen Karten-Sünder Tabelle der Bundesliga ein. Kuffour kassierte je drei mal Gelb-Rot und Rot. Er selbst kann das wohl immer noch nicht so recht begreifen ... © dpa
Noch einer vom Typ Wadlbeißer: Obwohl er von den Löwen zum FCB wechselte, avancierte Jens Jeremies (r.) zum heimlichen Star. Mit seinem kompromisslosen Defensiv-Verhalten wurde er zum Schrecken der Gegner und Liebling der Fans. Er gehört übrigens zu dem erlauchten Kreis der Bundesliga-Spieler, die auf der Ersatzbank die gelbe Karte sahen. © dpa
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Einer fehlt natürlich noch: Oliver Kahn. Muss man über ihn wirklich noch etwas sagen? Na gut: Jahrelang stand er für den FC Bayern wie ken anderer. Und weil die Fans den FC Bayern lieben ... © Getty
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... lieben sie auch ihren Titan. Dieses Fan-Plakat spricht wohl für sich. Viele Bayern-Anhänger sahen ihn als den besten Torwart weltweit an. Das Bild stammt übrigens von Kahns Abschiedsspiel, ... © Getty
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... als gut 67.000 Fans in der vollen Allianz Arena den Mann, der 14 Jahre Kapitän der Münchner war, ein letztes Mal feierten. Während der Ehrenrunde standen sogar dem Titan höchstselbst die Tränen in den Augen. © Getty

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